Autobombe detoniert: Tote und Verletzte nach Anschlag in Pakistan
Autobombe in Polizeistation Tote bei Anschlag in Pakistan
Stand: 18.09.2026 • 14:46 Uhr
Der Nordwesten Pakistans gilt als Unruheregion. Nun gab es dort - im Grenzgebiet zu Afghanistan - erneut einen verheerenden Anschlag mit vielen Toten und Verletzten. Noch ist unklar, wer dahinter steckt.
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeieinrichtung im Nordwesten Pakistans sind mindestens 16 Menschen getötet worden - unter ihnen fünf Polizisten. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Ein Attentäter habe ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Anlage in der Stadt Kohat in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa gesteuert, berichtete Provinz-Polizeichef Zulfikar Hameed.
Anschlag während Freitagsgebet
Der Anschlag ereignete sich nahe einer Moschee auf dem Gelände, in der Polizisten, deren Angehörige und weitere Zivilisten zum Freitagsgebet versammelt waren. Nachdem der Wagen gegen eine Außenmauer geprallt sei, hätten bewaffnete Komplizen des Attentäters das Feuer eröffnet. Ein Angreifer mit einer Sprengstoffweste sei von Sicherheitskräften getötet worden
Fernsehaufnahmen des pakistanischen Senders Geo zeigten Menschen, die in Panik vom Anschlagsort flohen. Am Boden waren leblose Körper zu sehen. Rettungswagen brachten Opfer in nahe gelegene Kliniken.
IS und Taliban in der Region aktiv
Zunächst bekannte sich niemand den Anschlag. Sowohl ein regionaler Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als auch die pakistanischen Taliban (TTP) sind in dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet aktiv.
Die Sicherheitslage hatte sich dort in den vergangenen Jahren immer mehr verschlechtert. Erst Anfang August wurden bei einem Selbstmordanschlag im Swat-Tal in derselben Provinz 14 Menschen in den Tod gerissen. Auch der damalige Angriff ereignete sich vor einer Polizeiwache. Dort hatten Hunderte Menschen gegen die zunehmende Gewalt in der Region demonstriert.
Auch in den Monaten davor gab es Anschläge gegen Polizisten in Khyber Pakhtunkhwa. Pakistan wirft der islamistischen Taliban-Regierung im Nachbarland Afghanistan vor, Terrorgruppen im Grenzgebiet Unterschlupf zu gewähren. Die Führung in Kabul weist die Vorwürfe zurück. Im Frühling 2026 war der Konflikt der Nachbarländer eskaliert. Seitdem kommt es regelmäßig zu gegenseitigem Beschuss.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.