Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Strom-Sabotage
Stand: 10.09.2026 • 17:49 Uhr
Nach den Attacken auf Umspannwerke in mehreren Bundesländern hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Dem Tatverdächtigen wird verfassungsfeindliche Sabotage vorgeworfen.
Nach einer Reihe von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Verdächtigen übernommen. Wegen der besonderen Bedeutung habe die Karlsruher Behörde den Fall übernommen, sagte eine Sprecherin. Unter anderem gehe es um den Verdacht verfassungsfeindlicher Sabotage. Zuerst hatte der Spiegel berichtet.
Ein 48-Jähriger soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren. In einigen Fällen ist ihm das gelungen. Am Dienstag fiel er Polizisten bei einem Großeinsatz in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf - und wurde festgenommen.
Kurzschlüsse mittels selbstgebauter Raketen verursacht
Den Ermittlungen zufolge soll der Mann Abschussvorrichtungen aufgebaut und mit selbstgebauten Raketen einen Draht über Hochspannungsleitungen geschossen haben. Mindestens zweimal kam es dadurch zu Kurzschlüssen, und einzelne Blöcke von nahegelegenen Kraftwerken wurden lahmgelegt. Die Bevölkerung war nicht betroffen.
Das Amtsgericht Aachen hat einen Haftbefehl erlassen, der Mann ist in Untersuchungshaft. Weil nun auf Ermittler-Seite die Zuständigkeit auf Bundesebene zum Generalbundesanwalt gewechselt ist, muss der 48-Jährige nochmal am Bundesgerichtshof vor den Ermittlungsrichter. Einen Termin gibt es dafür noch nicht.
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