Nach Kritik an Israel: Mamdani stellt Plan gegen Antisemitismus in New York vor

Der Plan des New Yorker Bürgermeisters sieht zusätzliche Mittel für die Sicherheit von Synagogen vor. Den israelischen Konsul überzeugt das nicht.
Foto: Andres Kudacki/AP/dpa
ap | Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat einen umfangreichen Plan zur Bekämpfung von Antisemitismus in New York City präsentiert. Vorgesehen ist unter anderem eine stärkere Finanzierung der Sicherheit von Synagogen, ein stärkerer Fokus auf jüdische Geschichte im Lehrplan öffentlicher Schulen und eine Hervorhebung wichtiger jüdischer Stätten im Tagesgeschäft des Bürgermeisters. Das übergeordnete Ziel der Initiative sei es, „die Geißel des Antisemitismus jetzt und in Zukunft zu konfrontieren“, sagte Mamdani am Dienstag.
Mamdani sagte, nur zwölf Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner von New York City seien Jüdinnen und Juden. Doch diese seien die Opfer von etwa der Hälfte der gemeldeten Hassverbrechen in der Stadt. „Das ist nicht nur inakzeptabel, das ist etwas, das wir alle ändern müssen“, sagte er in einem Video.
Kritiker haben Mamdani, dem ersten muslimischen Bürgermeister der Metropole, Antisemitismus vorgeworfen. Der Demokrat setzt sich seit langem für die Rechte der Palästinenser ein. Mamdani hat der israelischen Regierung einen Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen und erklärt, seine Kritik an Israel sei kein Antisemitismus.
Konsul nicht überzeugt
Der israelische Generalkonsul in New York, Ofir Akunis, erklärte, die Haltung des Bürgermeisters zu Israel habe jüdische New Yorker in Gefahr gebracht. „Solange Sie nicht erkennen, dass Ihre Rhetorik gegen den jüdischen Staat, den Sie nicht als Heimat des jüdischen Volkes anerkennen, der fundamentale Grund für den Anstieg des Antisemitismus in New York City ist, wird dieser weiter zunehmen“ schrieb Akunis auf der Plattform X.
Mamdani geriet während seines Wahlkampfs 2025 in die Kritik, nachdem er sich geweigert hatte, sich von der Parole „Globalisiert die Intifada“ zu distanzieren. Den Slogan, der als Aufruf zur Gewalt gegen Juden verstanden werden kann, hatte er selbst nie verwendet und später erklärt, er würde anderen davon abraten, ihn zu äußern. Zudem blieb Mamdani im Juni einer jährlichen Parade zu Ehren Israels fern, die für Politiker der Stadt eigentlich als Pflichttermin gilt.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschuldigte Mamdani in einer Rede bei den Vereinten Nationen in der vergangenen Woche, Lügen über Israel zu verbreiten. Er nannte Mamdani den „antisemitischen Bürgermeister von New York“. Mamdani hat wiederholt die Verhaftung Netanjahus gefordert, gegen den ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen vorliegt.
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