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Wednesday, September 30, 2026

Antriebsausfälle beim Starship könnten Mondmissionen der NASA beeinträchtigen

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Der 14. Testflug des Raketensystems Starship von SpaceX war zwar kürzer als geplant, gilt aber dennoch als erfolgreiche Mission. Schließlich schaffte es die Riesenrakete erstmals in eine Erdumlaufbahn und es wurden alle 26 Starlink-Satelliten wie erwartet im Orbit ausgesetzt. Allerdings haben sich einzelne Triebwerke während des Fluges abgeschaltet. Da die NASA für die nächsten Mondmissionen auf Starship angewiesen ist, könnte dies die Planung verkomplizieren.

Der letzte Testflug Anfang dieser Woche war ursprünglich als rund zehnstündige Mission ausgelegt, bei der die Rakete in die Erdumlaufbahn einlenken und die Erde insgesamt etwa sechsmal umrunden sollte. Nach dem erfolgreichen Einlenken in die Umlaufbahn rund 275 Kilometer von der Erde entfernt teilte SpaceX allerdings mit, dass das Starship schon nach rund drei Stunden wieder zur Erde zurückkehren solle. Mittlerweile wurde auch der Grund für den vorzeitigen Abbruch genannt.

So erklärt SpaceX, dass der sogenannte Super-Heavy-Booster beim Start zwar alle 33 Triebwerke gezündet hatte, beim Aufstieg schaltete sich eines der Raptor-3-Antriebe aber ab. Zudem konnten bei der Rückkehr des Boosters nach der Trennung von der oberen Raketenstufe nur 31 der eigentlich dafür geplanten 33 Triebwerke genutzt werden. Auch kurz vor der Wasserung der Antriebsrakete konnten nur 11 der 13 dafür vorgesehenen Antriebe verwendet werden.

Das Starship selbst nutzt ebenfalls die neuen Raptor-3-Antriebe, allerdings nur sechs. Nach der Trennung vom Booster hat sich eines davon beim weiteren Aufstieg ebenfalls abgeschaltet, sodass das SpaceX-Flugkontrollteam kurzzeitig erwog, die Mission vor Erreichung der Umlaufbahn abzubrechen. Denn für eine kontrollierte Rückkehr werden funktionsfähige Triebwerke benötigt, damit die Rakete nicht über bewohntem Gebiet abstürzt. Letztendlich entschied sich SpaceX für eine Fortführung der Mission, sodass das Starship den Orbit erreichte, aber aus Sicherheitsgründen wurde eine vorzeitige Rückkehr eingeleitet.

Die Triebwerke gehören laut Reuters zu den komplexesten und teuersten Komponenten der Riesenrakete und haben zuvor bereits Probleme verursacht. So gelang der 13. Starship-Testflug erst im zweiten Startversuch, weil einige Triebwerke beim ersten Startversuch nicht zündeten, sodass dieser abgebrochen werden musste. Beim erfolgreichen Testflug von Starship V3 im Mai lief mit dem Antrieb ebenfalls nicht alles rund. Auch hier fiel eins der Raptor-Triebwerke im äußeren Ring der Trägerrakete während des Starts aus.

Das wirft Fragen zur Zuverlässigkeit der Triebwerke auf. Es komme allerdings darauf an, ob es sich um „einen einmaligen Ausfall eines einzelnen Teils“ handelt oder ein Designproblem, dass Upgrades „der gesamten Flotte“ benötigt, erklärt Dean Sladen, Luft- und Raumfahrtingenieur von Accu Components, Anbieter von technischen und feinmechanischen Komponenten. „Jede Reparatur am Triebwerk, die zu einer Verzögerung der nächsten Flüge führt – einschließlich des geplanten Versuchs, das Raumschiff nach dem Wiedereintritt mit den Armen des Startturms einzufangen, beeinträchtigt diesen Zeitplan.“

Denn beim nächsten Starship-Testflug soll die obere Raketenstufe erstmals kontrolliert wieder auf der Erde landen. Das war SpaceX bislang nur mit der Trägerrakete gelungen. Beim fünften Starship-Testflug im Oktober 2024 kehrte der Booster des Starship erfolgreich auf die Abschussrampe zurück. Das wird zu einem kritischen Test nicht nur für das Starship selbst, sondern auch für die für eine solch kontrollierte Landung notwendigen Triebwerke.

Zwar hat die NASA die erste Mondlandung verschoben, sodass Artemis III 2027 zu einem Testflug im Erdorbit wird. Allerdings ist auch die erste bemannte Mondlandung seit 1972, die nun für 2028 vorgesehen ist, ein vielfach optimistisch eingestuftes Ziel. Doch die USA möchten unbedingt China zuvorkommen, die 2030 ihre ersten Taikonauten auf den Mond bringen wollen. Dafür benötigt die NASA aber zuverlässige Raketentriebwerke. Das muss SpaceX bei den nächsten Starship-Testflügen erneut unter Beweis stellen.

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