Brasilien vor der Stichwahl: „Olé, olá, Lula“

Der Kampf ums brasilianische Präsidentenamt entscheidet sich auf Social Media. Bevorzugt der US-Konzern Meta den rechten Kandidaten Bolsonaro?
N och nie waren hier so viele Menschen auf einmal wie heute“, brüllt ACM Neto von der Bühne in die schwüle Abendluft von Salvador da Bahia und gibt dem gar nicht so massenhaften Volk auf dem Platz das Zeichen zum Jubeln und Fahnenschwenken. „Flávio“, brüllt er, „das darfst du nicht vergessen, du musst uns trotzdem helfen, auch wenn hier noch die PT regiert.“ ACM Neto, der jüngste Spross aus einer Politikerdynastie in Brasiliens Nordosten, ist seinem Konkurrenten von der Arbeiterpartei PT gerade in der Gouverneurswahl unterlegen gewesen. Jetzt macht er Stimmung für den Auftritt des rechten Kandidaten für die Stichwahl um das Präsidentenamt am Sonntag: Flávio Bolsonaro.
Auch Bolsonaro ist der Sohn eines bekannten Politikers: Sein Vater ist der wegen eines Putschversuchs verurteilte Jair Bolsonaro. Dem Sohn hat der straffällige Vater nicht geschadet: In den Umfragen liegt Bolsonaro junior von der Partido Liberal (PL) zwei Prozentpunkte vor Amtsinhaber Lula da Silva, der für die PT antritt.
Im südöstlichen Bundesstaat Bahia hat Lula in 413 von 417 Gemeinden gewonnen. Vielleicht haben Flávios Wahlkampfberater deswegen die Hauptstadt Bahias, Salvador, auf die Liste der Städte gesetzt, die der Kandidat noch schnell vor der Stichwahl persönlich aufsuchen soll. Seine bisherigen Live-Events waren mäßig erfolgreich: Der älteste Sohn von Jair hat weder das Charisma des Vaters, noch dessen derbe Sprache, mit der sich manche identifizieren.
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Als Flávio Bolsonaro schließlich in der Dämmerung auf der Bühne steht, versucht er es mit Melodramatik: „Hier steht einer, der sich jeden Tag seines Lebens für das Volk opfert“, verkündet er, „einer, der sogar sein Leben für euch aufs Spiel setzt.“ Die Zuschauer zeigen sich wenig beeindruckt. Zu einen scheint sie vor allem das Feindbild Arbeiterpartei.
Präsidentschaftswahlen in Brasilien
Die erste Runde Am 4. Oktober ging der rechte Kandidate Flávio Bolsonaro von der Partido liberal (PL) mit 47,05 Prozent der abgegebenen Stimmen siegreich aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen hervor. Lula da Silva von der Arbeiterpartei (PT) kam lediglich auf 45 Prozent. Die letzte Wahl 2022 hatte Lula knapp mit zwei Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Er hatte zuvor gesagt, er sei „sicher“ den ersten Wahlgang zu gewinnen.
Rechtsruck in Brasilien Die PL, der auch der Vater von Flávio Bolsonaro, Ex-Präsident Jair, und dessen Ehefrau Michelle angehören, dominiert mit einer Zweidrittelmehrheit auch den Senat. Auch im Parlament und auf Länderebene, bei den Gouverneuren der Bundesstaaten, dominiert nach em 4. Oktober die PL.
Die zweite Runde Weil keiner der insgesamt 13 Kandidaten aus der ersten Runde eine absolute Mehrheit erreicht hat, stehen sich am 25. Oktober nun die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, Bolsonaro und Lula, in einer Stichwahl gegenüber. Insbesondere bei den Unter-25-Jährigen hat Lula in den Umfragen aufgeholt, eine Gruppe, von denen in der ersten Runde viele nicht zur Wahl gegangen sind. Die wahlkampfprägenden Themen sind Sicherheit, die schwindende Kaufkraft, Korruption, das Gesundheitswesen und die niedrigen Renten. Letztere verspricht Bolsonaro im Falle eines Wahlsiegs zu erhöhen. In der Gesundheitspolitik fürchten NGOs, Bolsonoaros neoliberaler Sparansatz könne das ohnehin prekäre Gesundheitssystem weiter schwächen.
Die USA Präsident Trump hat Bolsonaro zwar nicht offiziell seine Unterstützung ausgesprochen. Nach der ersten Wahlrunde sprach er allerdings von einem „sehr, sehr großen Sieg“. Gewinnt der rechtskonservative Kandidat, wäre in Südamerika die letzte linke Regierung abgewählt. Den chavistischen Machthaber Maduro in Venezuela hatten die USA Anfang des Jahres gewaltsam entführt. (akl)
Parolen und harte Beats
„Die PT wird sterben“, skandieren sie, und: „Lula ist ein Dieb, der in den Knast gehört“, „PTler, wir finden dich“. Die Parolen sind Refrains von Rio-Funk-Songs mit harten Beats unterlegt, wie sie auch in von Milizen dominierten Slums gespielt werden. An diesem Abend in Salvador klingen sie wie eine konkrete Bedrohung. Es wirkt fast ironisch, als Flávio zu diesem Sound brüllt: „Ab Januar erkläre ich dem Narco-Terror den Krieg!“
Den größten Applaus erntet Flávio Bolsonaro mit der Ankündigung, er werde alle Sexualstraftäter chemisch kastrieren
Den größten Applaus erntet er mit der Ankündigung, er werde „alle Sexualstraftäter chemisch kastrieren“. Da tobt die Menge endlich vor Begeisterung und beantwortet die Frage: „Wer von euch will Jair Bolsonaro zurück?“ vielstimmig mit: „Bolsonaro komm wieder!“ Womöglich ist der Kandidat für die Anwesenden nur zweite Wahl, da sein Vater nicht wählbar ist. Nach acht Minuten Redezeit verschwindet er in einer Limousine und verlässt die Stadt ohne jemandem aus dem Volk die Hand gereicht zu haben.
Das Publikum besteht aus vielen Senioren, eine Mehrzahl sind mittleren Alters. Junge Leute oder Kinder sind kaum vertreten. Viele sind weiß, viele machen frustrierte Gesichter. „Jair war ein Heiliger, er hätte nie verurteilt werden dürfen“, sagt der 72-jährige Luiz Bahiano und zählt auf: „Er hat die soziale Gerechtigkeit verbessert, Wasser in das trockene Hinterland gebracht.“
Foto: Alexandre Meneghini/reuters
Tatsächlich war es ein Programm der Regierung Lula, das Kleinbauern mit Wasserspeichern und Pumpen versorgt hat. Doch von Fakten lässt Bahiano sich nicht ablenken und meint nur: „Fertig gebaut, wollte ich sagen, unter Lula ist doch nie etwas fertig geworden!“ Der Rentner sucht sich bei einem Händler eine Brasilien-Flagge für zu Hause aus. Es gibt sie auch in der Variante, wo die Mitte geteilt ist wie Pizzen mit zwei Geschmacksrichtungen: Brasilien–Israel oder Brasilien–USA. „USA steht für Freiheit“, erklärt der Militärpolizist João Paulo. „Bei uns lassen die Professoren die Studenten durchfallen, wenn sie nicht die PT wählen. Amerikaner können sagen, was sie wollen und sie haben finanzielle Freiheit!“
Die Brasilianer leiden unter hohen Sprit- und Lebensmittelpreisen; sie sind von einer Reihe Skandalen zermürbt, von den Politikern und den Institutionen enttäuscht. Jeder fünfte ist trotz Wahlpflicht am ersten Wahltermin nicht erschienen – ein Tiefstwert in den vergangenen 30 Jahren. Um diese Nichtwähler ringen die Kandidaten auf den letzten Metern vor dem Stichtag.
Bolsonaro geriert sich als Mann des Wandels
Flávio Bolsonaro präsentiert sich – wie zuvor sein Vater – als der Mann des Wandels. Sein Wahlprogramm besteht hauptsächlich darin, dass er an Lulas Stelle treten will. Auf den T-Shirts an Verkaufsständen zeigt sich der 45-Jährige in einer digital bearbeiteten Version mit heldenhaftem Fernblick, ohne graue Haare oder Bauchansatz. In Whatsapp-Gruppen veröffentlicht die Bolsonaro-Truppe KI-generierte Videos, in denen Avatare vermeintliche Aussagen des Präsidenten Lula illustrieren, die aus dessen Reden zusammengeschnitten sind. Auf Instagram gibt es emotional aufgeladene Botschaften und polemische Inhalte, die vom Algorithmus bevorzugt verbreitet werden. Aus den Kreisen der Influencer erwachsen inzwischen Nachwuchspolitiker mit wenig oder keiner realen politischen Erfahrung.
Einer davon begleitet Flávio Bolsonaro auf dessen Wahlkampftour: Nikolas Ferreira, Abgeordneter von der PL. Der 30-Jährige verbreitet per KI bearbeitete Posts, darunter angebliche Audios des Präsidenten Lula, in denen dieser vermeintlich zum Drogengebrauch aufruft. Ein Gerichtsbeschluss verbietet Ferreira und seinem Kollegen, dem Influencer Pablo Marçal, Falschmeldungen weiterzuverbreiten, die bereits als solche identifiziert wurden, oder die Reichweite ihrer Posts durch Zahlungen an Meta zu erhöhen.
Sehr viele Brasilianer:innen allerdings nutzen Social Media extensiv – aber nicht unbedingt kritisch. Laut einer Studie des Instituts DataSenado aus dem Jahr 2025 informieren sich mehr als die Hälfte der Brasilianer vor allem digital, überwiegend über Instagram. Eine weitere Studie zeigt: Gerade wer sich sicher im Umgang mit Falschmeldungen wähnt, lässt sich besonders leicht täuschen.
In der Bubble der Bolsonaro-Anhänger wird eine ganz eigene Interpretation der Welt propagiert, erklärt der Kommentator des Nachrichtenportals Brasil de Fato, Rossano Rafaelle Sczip. Wer diesem geschlossenen Weltbild lange genug ausgesetzt sei, lasse sich von der äußeren Realität kaum noch beeinflussen.
Beispiele dafür gibt es zahlreich: Der inhaftierte Masterbank-Chef hat zig Millionen für einen Film über Flávios Vater gespendet? Da verliert Bolsonaro ein paar evangelikale Stimmen, die aber bald zu ihm zurückkehrten. Es wird bekannt, dass der Familienvater an Sexorgien mit Prostituierten teilgenommen hat? Sein Bild als gottesfürchtiger Christ bleibt dennoch unbeschädigt.
Bolsonaro wird zum Avatar
Der Kandidat Bolsonaro ist wie ein Avatar, der unabhängig von Fakten existiert. Diese Parallelwelt auf Social Media ist von langer Hand vorbereitet: Flávios Bruder Eduardo baute schon 2022 eine eigene Abteilung für Digitalwahlkampf und Falschmeldungen auf und verbreitete erfolgreich in der breiten Öffentlichkeit so absurde Falschmeldungen wie die Behauptung, die PT würde in öffentlichen Kinderkrippen Nuckelflaschen mit Penissen als Saugaufsatz einsetzen.
Foto: Christine Wollowski
Nach dem Schock vom 4. Oktober, als Lula mit rund 45 Prozent rund zwei Prozentpunkte hinter seinem rechten Kontrahenten lag, ist die Linke endlich auch bereit, sich digital professioneller aufzustellen. „Lula mag analog sein, die Kampagne muss digital werden“, fordert der Abgeordnete André Janones, der 2022 Lulas digitale Wahlaktivitäten geleitet hatte.
Er ruft auf seinem Whatsapp-Kanal mit dem Titel „Exercito do Lula“ („Lulas Heer“) zur aktiven Mitarbeit für den Sieg des PT-Mannes auf. Mit täglichen Videobotschaften hat es Janones geschafft, innerhalb kürzester Zeit mehr als 7,3 Millionen „Soldaten“ zu versammeln, denen der Social-Media-Kenner die Regeln erklärt: dass sie Provokationen des politischen Gegners ignorieren müssen, weil der Algorithmus Posts mit Negativreaktionen aufwertet. Dass sie Posts der Linken nicht nur liken, sondern auch mit Kommentaren versehen und weiterleiten müssen. Dass konzertierte Aktionen für mehr Aufmerksamkeit sorgen.
Können die „Lula-Soldaten“ das Blatt wenden?
Täglich verbreitet Janones neue Erklärungen und Aufgaben, die seine wachsende Gefolgschaft ausführt. In zahlreichen Städten begleiten seine Gefolgsleute ein TV-Interview Bolsonaros mit dem Lärm von Tausenden rasselnder Töpfe. Einen Tag später veröffentlichen wieder Tausende gleichzeitig unter dem Motto „Gelb-Grün ist unser!“ auf Instagram Selfies in den Nationalfarben und machen dazu das L-Zeichen für Lula. Eigentlich waren die Nationalfarben bisher ein Symbol, dessen sich vor allem die Rechten bedienten. Doch diese Aktion der „Lula-Soldaten“ bestimmt die Diskussion auf der Plattform für Tage. Man kann den Eindruck gewinnen, dass sich das Blatt auch wieder wenden könnte.
Gleichzeitig häufen sich gerichtliche Auseinandersetzungen um bewusst lancierte Falschmeldungen. Die PL von Bolsonaro will per Gerichtsbeschluss 32 Instagram-Konten blockieren, 221 Veröffentlichungen zurückziehen und weitere Profile überwachen lassen.
Die Anzahl und Reichweite der Klagen deuteten auf den Versuch hin, die Debattenlage im Wahlkampf zu kontrollieren, sagte dazu der auf digitales Recht spezialisierte Anwalt Lucas Mourão dem Nachrichtenkanal ICL. Die prophylaktische Löschung von Inhalten, die als politische Interpretationen klassifiziert werden, sei gefährlich nah an vorauseilender Zensur.
Ziele der Klagen sind unter anderem die Gewerkschaftszentrale CUT, der linke Nachrichtenkanal Midia Ninja und verschiedene Politiker der Arbeiterpartei PT. Das konservative Nachrichtenmagazins Veja behauptete, der inhaftierte Banker Vorvaro habe ein Biopic von 2010 über Lula mit 30 Millionen Reais (rund 5,3 Millionen Euro) bezuschusst. Obwohl das Magazin keine rechtsgültigen Beweise vorlegte, durfte die Behauptung so stehen bleiben. Die Polizei sowie die Verteidigung von Vorvaro lehnen die Meldung als falsch ab.
Foto: Christine Wollowski
Auch der Konzern Meta von Mark Zuckerberg bleibt schwer greifbar. Die PT wirft ihm Ungleichbehandlung vor, weil es zeitweise nicht möglich ist, über KI-Agenten digitale Werbung für Lula zu erstellen, während Plakate für Bolsonaro problemlos machbar sind. Inhalte von Lula-freundlichen Instagram-Konten erreichen trotz höherer Follower-Zahlen weniger Menschen als diejenige von Flavio-freundlichen Konten. Meta gibt dazu an, es habe sich nicht um eine Bevorzugung von Flávio Bolsonaro gehandelt, sondern um technische Probleme, die nicht nur Brasilien betroffen hätten. Eine erneute Klage zum selben Thema ist bislang nicht entschieden.
Wir müssen die Straßen und das Netz besetzen, ruft Janones seinen Followern zu. Und die Leute gehen auf die Straße. Vor allem Studenten, aber auch Arbeiter, Künstler und LGBTQ laufen durch Brasiliens Innenstädte, schreien an mehr als 70 Orten ihre Unterstützung für den Alt-Präsidenten Lula in die Welt. Am 11. Oktober, nur 14 Tage vor der Stichwahl, kamen auf der Avenida Paulista mehr als eine Million Menschen für Lula zusammen.
Jair Bolsonaro hatte die Prachtstraße im Zentrum São Paulos immer als sein Territorium betrachtet. Angesichts Lulas analoger Erfolge überdenkt Flávio Bolsonaro seinen Terminkalender und beginnt hastig selbst eine analoge Tour durch das Land. In São Paulo schafft er es mit knapp 80.000 Besuchern auf weniger als ein Zehntel des Zulaufs von Lulas Event. In Salvador Bahia bekommt er acht Tage vor der Stichwahl erneut nicht mehr als 80.000 Menschen zusammen.
Einen Tag später tragen neun von zehn Passagieren im Linienbus 0145 in Salvador Rot. Spontan formt sich ein Sprechchor, vorsichtig erst, dann immer wilder, lauter, freudiger: „Olé, olé, olé, olá, Lula, Lula“. Valdelice Silva schüttelt die Faust und ihre wilden Locken, dann bricht es aus ihr heraus: „Ich will nicht zurück in die Sklaverei!“ Sie sei die Tochter einer Hausangestellten und eines Maurers, die nicht lesen und schreiben konnten. „Ich weiß genau, wie es früher war. Meine Mutter hat die Bleistifte in der Mitte durchgebrochen, damit zwei Kinder damit zur Schule gehen konnten. Das ist erst mit Lula anders geworden.“
Jesus ist mein Seelenretter, sagt ein Mann in Salvador da Bahia. „Aber für meine Freiheit sorgt nur Lula!“
Ihr Nachbar im Bus stimmt ihr zu: „Ich arbeite, seit ich 13 bin! Als Kind habe ich Krebse gesammelt, damit wir mittags zu essen hatten. Heute habe ich ein Auto und ein Motorrad und meine beiden Töchter gehen zur Uni! Ich bin evangelikal, aber nicht blöd“, sagt er. „Jesus ist mein Seelenretter“, sagt er. „Aber für meine Freiheit sorgt nur Lula!“
Immer mehr Prominente sprechen sich für Lula aus: der Oscar-nominierte Schauspieler Wagner Moura, zum Beispiel. In Copacabana organisiert Sänger Caetano Veloso eine Megashow mit mehr als zwei Dutzend Künstlern, in Salvador ist es die Sängerin Daniela Mercury, die zum „Akt für die Demokratie“ aufruft, weil bei einem Regierungswechsel angesichts des Rechtsrucks im Kongress massive Verfassungsänderungen drohen könnten.
Pop-Fans generieren Reichweite für Lula
Auch große Fan-Gruppen auf Social Media von internationalen Popstars wie Katy Perry, Taylor Swift, Billie Eilish und Harry Styles rufen zum Support für Lula auf – um die Reichweite des linken Kandidaten zu erhöhen. „Taylor sagt immer, dass junge Menschen die Initiative ergreifen müssen“, zitierte der britische Guardian einen Fan. Das tue man jetzt.
„Wir werden die Situation umdrehen, wir werden siegen“, sagt eine Passagierin im Bus 0145. Ihr Nachbar kommentiert bewegt: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal so eine Mobilisierung erleben würde.“
500.000 Menschen singen und tanzen an diesem Tag in Salvador für den Präsidenten. Noch drei Tage bis zur Stichwahl.
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