Bei heimlichem Umstieg dabei: Weißes Haus attackiert Journalistin nach Frage zu Trumps Assistentin

Bei heimlichem Umstieg dabeiWeißes Haus attackiert Journalistin nach Frage zu Trumps Assistentin
18.08.2026, 13:21 Uhr
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US-Präsident Trump Meinung über die Medien ist hinlänglich bekannt. Immer wieder legt er sich mit kritischen Reportern an. Die Frage einer CNN-Reporterin zu einer engen Mitarbeiterin Trumps kommt im Weißen Haus nicht gut an.
Das Weiße Haus hat eine CNN-Reporterin wegen einer Frage zu einer engen Mitarbeiterin Trumps scharf attackiert und beleidigt. "Eines Tages werden Ihre Kinder auf Ihre widerwärtige und unmenschliche Frage stoßen", schrieb das Weiße Haus auf X an die Journalistin Kristen Holmes gerichtet. Holmes hatte bei einer Veranstaltung im Weißen Haus zur Ehrung eines jungen Rettungsschwimmers eine Frage mit Bezug zu Trumps persönlicher Assistentin Natalie Harp gestellt. Holmes hatte Trump gebeten, auf Äußerungen des demokratischen Senators Jon Ossoff zu reagieren.
Ossoff hatte Trump vorgeworfen, er wolle "seinen Ballsaal bauen und mit Natalie reisen", statt seine Arbeit zu erledigen. Der Präsident wies sie darauf hin ab und sprach über den schlechten Zustand des Weißen Hauses. Den Senator bezeichnete er als "Pee-wee Herman-Doppelgänger ". Pee-wee Herman ist eine alberne Kunstfigur des US-amerikanischen Schauspielers Paul Reubens.
Das Weiße Haus erklärte daraufhin auf seinem Social-Media-Account für "schnelle Reaktionen", während Trump einen "Helden" im Oval Office empfange, nutze die Journalistin dies als Gelegenheit, "einen billigen Seitenhieb" auf eine von Trumps Mitarbeitern zu landen. "Diese Mistkerle sind das Niedrigste vom Niedrigen", hieß es in dem X-Beitrag. In einem weiteren Beitrag wurde Holmes als schlechte Mutter beschimpft, deren Kinder sich schämen würden, sollten sie später auf ihre Frage stoßen.
Trump kritisierte die Journalistin bei der Veranstaltung auch direkt, während sie eine Frage zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un stellte. Er lieferte sich ein Wortgefecht mit Holmes bei der er immer wieder "Ruhe, ruhe, ruhe", rief und sie als respektlose Person bezeichnete. Er fügte hinzu: "Sie sind eine laute, aufdringliche Person. Sie sind Fake News. Seien Sie still." CNN erklärte, die Äußerungen gegenüber Holmes entsprächen nicht der Würde des Präsidentenamtes. "Wir stehen fest hinter Kristen und weisen diese Angriffe auf das Schärfste zurück", erklärte der Sender.
Harp soll Trump Briefe schreiben
Zuletzt war bekannt geworden, dass Harp zu den wenigen Menschen in Trumps Umfeld gehörte, die mit dem US-Präsidenten heimlich das Flugzeug wechselte, kurz bevor die Präsidentenmaschine Air Force One im Juli vom Nato-Gipfel in Ankara zurückfliegen sollte. Trump bestätigte später den Flugzeugwechsel. Grund für das heimliche Umsteigen von der Air Force One in eine kleinere Militärmaschine war laut Medienberichten eine Morddrohung aus dem Iran gewesen. Nach Angaben der "Washington Post" stieg der Präsident für den Wechsel in den Container eines Catering-Fahrzeugs. Das "Wall Street Journal" berichtete, unter anderen US-Außenminister Marco Rubio sei an Bord der Air Force One geblieben.
Harp arbeitete früher als Fernsehmoderatorin und nun als Trumps direkte Assistentin. In den Medien wird sie auch als "menschlicher Drucker" bezeichnet, da sie Trump ständig mit ausgedruckten Informationen versorge. In dem kürzlich erschienenen Buch "Regime Change" über das Wirken des US-Präsidenten stellen die Autoren, zwei Journalisten der "New York Times", Harp als sehr loyal gegenüber Trump dar. Sie schreibe ihn "anhimmelnde" Briefe, heißt es in dem Buch. Ein Schreiben habe mit den Worten geendet: "Du bist alles für mich."
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