+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Russland greift Tankstellen in Kyjiw an

Die russischen Drohnenangriffe auf die Ukraine gehen weiter, die wiederum attackiert Ziele in Russland. Kanada will Kyjiw bei der Drohnenproduktion helfen.
Foto: REUTERS/Alina Smutko
Tote und Verletzte bei Angriffen auf Tankstellen in Kyjiw
Bei russischen Drohnenangriffen auf Tankstellen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw mindestens zwei Menschen getötet worden. Sechs von acht Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Tags zuvor hatte es den ersten direkten Angriff auf eine Tankstelle in der Millionenstadt gegeben. Zudem sei in der vergangenen Nacht eine Drohne in ein neunstöckiges Wohnhaus eingeschlagen, teilte Klitschko mit. Dabei seien acht Menschen verletzt worden. Im Landkreis Wyschhorod im Kyjiwer Umland wurde nach Behördenangaben eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet. An Lagerhallen habe es Schäden gegeben. (dpa)
Russland: 777 ukrainische Drohnen abgeschossen
Russland hat in der Nacht zum Freitag nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau 777 ukrainische Drohnen abgeschossen. Sie seien über etwa 15 Regionen und der Halbinsel Krim abgefangen worden, erklärte das russische Ministerium weiter. In der rund 200 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Region Tula wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Dmitri Miljaew zwei Menschen getötet. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.
In der Region Wolgograd im Süden Russlands seien zwei Menschen nach einem ukrainischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte der örtliche Gouverneur Andrej Botscharow. Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die ukrainische Armee reagiert mit Angriffen auf Ziele in Russland. (afp)
Brand in Logistikzentrum an der Wolga
Im ebenfalls am Fluss Wolga weiter nördlich gelegenen Saratow ist nach Unternehmensangaben ein Logistikzentrum des Internethändlers Ozon von Drohnen in Brand gesetzt worden. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte Ozon bei Telegram mit. Den Angaben nach stellte der Versandhändler seine Tätigkeit im Gebiet Saratow vorerst ein. Ende August hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Streitkräften die Aufgabe gestellt, das russische Hinterland täglich mit bis zu 1.000 Drohnen anzugreifen. (dpa)
Putin vor Gipfeltreffen der Brics-Staaten in Indien eingetroffen
Der russische Präsident Wladimir Putin ist vor dem Gipfeltreffen des Schwellenländer-Bündnisses Brics in Indien eingetroffen. Putin kam am Freitag auf einem Luftwaffenstützpunkt in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi an, wie Bilder der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti zeigten. Er wurde dort vom indischen Außenstaatssekretär Kirti Vardhan Singh empfangen.
Die Staats- und Regierungschefs der Brics-Staaten versammeln sich am Wochenende in Neu-Delhi. Erwartet werden neben Putin unter anderem der chinesische Präsident Xi Jinping und der iranische Präsident Masud Peseschkian. Gastgeber ist der indische Premierminister Narendra Modi. Zentrale Themen dürften der Ukraine-Krieg und der Iran-Krieg sowie deren weltweiten Auswirkungen werden. (afp)
Ukraine meldet mindestens fünf Tote bei russischem Angriff auf Einkaufszentrum
Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Pawlohrad sind nach Regierungsangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere 67 Menschen seien verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Oleksandr Hanja am Donnerstagabend. Bei dem Angriff seien Geschäftsräume und Fahrzeuge beschädigt worden.
Der ukrainische Innenminister Iwan Wyhiwskyj schrieb im Onlinedienst Telegram, der Angriff im Stadtzentrum von Pawlohrad habe sich „am helllichten Tage“ ereignet, als die Straßen voller Menschen waren. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte: „Russland ist der Ansicht, dass unablässige Angriffe auf Zivilisten die Ukrainer zermürben und die Ukraine zu Zugeständnissen zwingen können.“ Die Stadt Pawlohrad liegt in der Region Dnipropetrowsk. Vor dem Krieg lebten dort mehr als 100.000 Menschen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 steht die Stadt immer wieder unter schwerem russischen Beschuss. (dpa)
Drohnenangriff auf russische Stadt Nowy Oskol
In der russischen Grenzregion Belgorod wurde derweil durch einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Nowy Oskol nach Angaben der Rettungskräfte ein Mensch getötet. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden. (dpa)
Ukraine und Kanada bauen Kooperation bei Drohnen aus
Kanada und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von Drohnen deutlich ausbauen. „Heute haben Kanada und die Ukraine eine neue Partnerschaft besiegelt, die die kanadischen Streitkräfte mit weltweit führenden Drohnenkapazitäten ausstattet, Arbeitsplätze in ganz Kanada schafft und die Ukraine in ihrem Kampf für einen gerechten und dauerhaften Frieden unterstützt“, sagte der kanadische Premierminister Mark Carney bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im kanadischen Calgary.
Man werde die kanadisch-ukrainische Zusammenarbeit in allen Bereichen der Drohnenproduktion ausweiten, „von kritischen Metallen und Mineralien bis hin zur technischen Entwicklung“, hieß es in einer Mitteilung. Kanada habe zudem das Ziel, innerhalb der kommenden zwei Jahre Produktionskapazitäten für „Millionen Drohnen“ zu schaffen. Laut Carney verfügt Kanada bisher insgesamt über 2.000 Drohnen.
Carney sagte der Ukraine zudem Hilfen für Abfangraketen für die Luftverteidigung und die ukrainische Sicherheitsarchitektur zu. Selenskyj erläuterte, es gehe um Munition für die Abwehrsysteme Patriot, um Munition für Kampfjets F-16 und Drohnenproduktion. Kanada habe eine Milliarde Dollar Militärhilfe (620 Millionen Euro) und eine weitere Milliarde für den Schutz der Energieversorgung und gemeinsame Projekte zugesagt. Derzeit würden 21 ukrainische Kampfjetpiloten in Kanada ausgebildet.
„Mit den heute angekündigten Investitionen belaufen sich Kanadas Gesamtzusagen für vielfältige Unterstützung der Ukraine seit 2022 mittlerweile auf mehr als 26 Milliarden Dollar“, hieß es von der kanadischen Regierung. Selenskyj bedankte sich, dass Kanada bereit sei, sich an der Entwicklung der europäischen Raketenabwehr Freyja zu beteiligen. (dpa)
Selenskyj: Treffen mit Trump Ende September in New York
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich Ende September in New York mit US-Präsident Donald Trump treffen. „Ende September werden wir, denke ich, die Gelegenheit haben, das amerikanische Team in New York zu treffen“, sagte Selenskyj am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney in Calgary. Ende September findet in New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung statt.
Selenskyj hatte bereits am Dienstag gesagt, er hoffe auf ein Treffen mit Trump noch in diesem Monat. Er wolle mit dem US-Präsidenten über ein Paket zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr sprechen, sagte der ukrainische Präsident. Die Ukraine ist auf Patriot-Raketen aus US-Produktion angewiesen, um sich gegen die massiven russischen Luftangriffe zu schützen. Kyjiw klagt über einen zunehmenden Mangel an den Abfangraketen, seitdem die USA im Februar den Iran-Krieg begonnen und Raketenlieferungen in die Golfregion umgeleitet hatten. (afp)
Selenskyj: Kein trilaterales Treffen vor Wahlen in Russland
Vor den russischen Parlamentswahlen am 20. September wird es dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge kein trilaterales Treffen zur Beendigung des Krieges geben. Ukrainische und US-Unterhändler stünden in ständigem Kontakt, sagte der Staatschef. Er hoffe auf Fortschritte bei den Gesprächen über Energie- und Getreidefragen Ende September nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump. (rtr)
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Deutschlands Außenminister Wadephul fordert mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsfirmen. Die russischen Streitkräfte setzen die Ukraine weiter unter Druck.
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