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Tuesday, September 15, 2026

HSV schwer beeindruckt: Vuskovic' "Albtraum" endet nach vier Jahren

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Über kaum einen Dopingfall wurde so emotional diskutiert wie über den von Mario Vuskovic. Der Innenverteidiger vom Hamburger SV beteuerte stets seine Unschuld - nun ist er nach vierjähriger Sperre zurück.

Mario Vuskovic erinnert sich noch genau an den 11. November 2022. Es war ein "Albtraum", sagte Vuskovic über jenen Tag, der sein Leben in ein Davor und Danach teilte, einmal dem Magazin "11Freunde". Damals holte ihn die Polizei vom Trainingsplatz, durchsuchte seinen Spind, Vuskovic musste auf die Wache.

Es folgte ein juristisches Hickhack. Vuskovic beteuerte stets seine Unschuld, der Hamburger SV und seine Fans kämpften für seinen Freispruch. Es half nichts, der Innenverteidiger wurde zunächst für zwei, dann vom Internationalen Sportgerichtshof CAS für vier Jahre wegen Epo-Dopings gesperrt. Nun, 1404 Tage später, kehrt Vuskovic auf den Fußballplatz zurück.

"Habe höchsten Respekt vor dieser Leistung"

Mit der öffentlichen Einheit am Dienstag im Volksparkstadion, dem ersten Training mit der Mannschaft, wolle man Vuskovic einen "sehr wertschätzenden Moment" geben, betonte Trainer Merlin Polzin. Der Kroate, so Klub-Sportvorständin Kathleen Krüger in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", habe über einen langen Zeitraum seinen Traum nicht leben können und trotzdem nicht aufgegeben: "Ich habe höchsten Respekt vor dieser Leistung, vier Jahre weg zu sein und das dann auch nicht nur physisch, sondern vor allen Dingen mental wegzustecken. Das finde ich schon beeindruckend. Wir freuen uns auf ihn."

Über kaum einen Dopingfall wurde im deutschen Fußball so emotional diskutiert. Fans ehren den Spieler mit der Nummer 44 bis heute, die Kampagne "Free Vuskovic" wurde auch von der Mannschaft unterstützt, für das Jahresende ist eine aufwendige TV-Dokumentation angekündigt. Ganz schön viel Trubel um einen Spieler, der für den HSV zwar bislang in 40 Zweitligaspielen, aber eben auch noch nie in der Bundesliga auflief.

Keine Soforthilfe für den HSV

Vuskovic dürfte fit sein, er hat mit einem Privattrainer gearbeitet. Und doch wird er keine Soforthilfe sein für den Tabellenletzten. So viel steht allein schon deshalb fest, weil die Sperre noch nicht vollständig abgelaufen ist. Am 22. November, dann 1474 Tage nach seinem letzten HSV-Einsatz, könnte der 24-Jährige ausgerechnet im Nordderby bei Werder Bremen theoretisch wieder in der Bundesliga auflaufen.

Einer, der vor zu großen Erwartungen warnt, ist Jonas Boldt. Die Geschichte mit dem Derby, so der langjährige HSV-Manager im Fachmagazin "Kicker", "hätte sich kein Drehbuchautor ausdenken können, aber er darf nicht überladen werden mit Erwartungen nach dieser langen Zeit. Es ist kein Disneyfilm".

Vuskovic fehlt die Spielpraxis. Natürlich. Die Bundesliga-Rückkehr 2025 erlebte er als Edelfan, er jubelte auf der Tribüne immer wieder mit, als sein Bruder Luka als Abwehrchef mit für den Klassenerhalt sorgte. Der jüngere der Vuskovic-Brüder wird nach dem Ende seiner Leihe mittlerweile schmerzhaft vermisst, nun kehrt Mario Vuskovic zurück. Sein Albtraum hat ein Ende.

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