Börsenkurse im Aufwind : BASF arbeitet an Übernahme seines Rivalen Evonik

Börsenkurse im Aufwind BASF arbeitet an Übernahme seines Rivalen Evonik
25.09.2026, 14:51 Uhr

Chemiekonzern BASF will Evonik übernehmen. Die Ludwigshafener wollen damit ihr Portfolio vertiefen. Die Nachricht schiebt die Evonik-Aktie kräftig an.
Der Chemieriese BASF hat Interesse an einer Übernahme des Konkurrenten Evonik. BASF habe den Essenern und ihrem größten Anteilseigner, der Kohle-Stiftung RAG, jüngst einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. BASF stehe mit Banken in Kontakt mit Blick auf eine mögliche Transaktion und arbeite weiter daran.
Evonik bestätigte das kolportierte Interesse. Durch den Ludwigshafener Dax-Konzern sei dem Unternehmen eine unverbindliche Ansprache zugegangen, hieß es von Evonik. Diese sei auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Gesellschaft gerichtet. Gespräche fänden derzeit jedoch nicht statt.
BASF will mit einer Übernahme von Evonik seinen globalen Fußabdruck und sein Portfolio vertiefen, um im schwierigen Branchenumfeld besser zu bestehen, meldete die "Financial Times". Der weltgrößte Chemiekonzern BASF mit einem Börsenwert von 47 Milliarden Euro führt laut Bericht bereits seit Anfang des Jahres Gespräche mit Banken über eine mögliche Übernahme.
Der FT zufolge würde die mit einer Marktkapitalisierung von 8,4 Milliarden Euro bewertete Evonik auf eine erhebliche Übernahmeprämie dringen. Der Unternehmenswert einschließlich Nettoverschuldung belaufe sich auf rund zwölf Milliarden Euro, hieß es. Ankeraktionär von Evonik ist die Essener RAG-Stiftung, die rund 43 Prozent der Anteile hält. Sie will aber ihre Abhängigkeit von der Chemieindustrie verringern und hatte erklärt, den Anteil perspektivisch auf 25,1 Prozent abschmelzen zu wollen.
Die Übernahmespekulationen brachten die Aktien von Evonik am Mittag ordentlich in Schwung. Mit elf Prozent Plus auf knapp über 20 Euro erklommen sie das höchste Niveau seit Mai 2025. Aktien von BASF korrigierten um mehr als drei Prozent an ihre 100-Tage-Linie. Bereits am Dienstag hatte das Magazin "Dealreporter" über angebliches Interesse von BASF an Evonik berichtet. Seither haben sich Evonik-Aktien sukzessive erholt, nun mit kräftigem Schwung.
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