Bundespolitiker fordern Konsequenzen nach Hackerangriff in Berlin
Bundespolitiker fordern Konsequenzen Hackerangriff ist "echter Daten-Super-Gau"
Stand: 06.09.2026 • 14:18 Uhr
Nach dem Hackerangriff in Berlin wurden offenbar auch hochsensible Daten zu Bundeswehr und kritischer Infrastruktur veröffentlicht. CDU-Sicherheitsexperte Kiesewetter sieht eine "Katastrophe noch nicht absehbaren Ausmaßes".
Ein "echter Daten-Super-Gau" - so nennt der Grüne-Fraktionsvize im Bundestag, Konstantin von Notz, den Hackerangriff von Berlin. Sollte sich herausstellen, dass Schutzmechanismen bewusst nicht eingehalten wurden, fordert er personelle Konsequenzen. Außerdem sieht er eine Mitverantwortung bei der Bundesregierung: Sie habe trotz wiederholter Warnungen bekannte Sicherheitslücken nicht geschlossen, sagte von Notz im Handelsblatt.
Der CDU-Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter bezeichnet den Angriff als "Katastrophe noch nicht absehbaren Ausmaßes". Er spricht von geleakten Daten unter anderem zur Gesamtverteidigung und fürchtet, dass diese von Staaten wie Russland oder von Terroristen gezielt für Anschläge oder Sabotage genutzt werden könnten.
Hochsensible Daten veröffentlicht
Mittlerweile erklärte auch ein Sprecher der Bundesregierung, dass sie eine intensive Prüfung der Datensysteme durchführe und die Ermittlungen zum Hackerangriff genau verfolge.
Eine Hackergruppe hatte aus dem Berliner Landesnetz Daten gestohlen und die Landesregierung damit erpresst. Als diese das Ultimatum ablaufen ließ, veröffentlichten die Hacker am Freitag ein Datenpaket.
Laut Medienberichten finden sich darin auch hochsensible Informationen unter anderem über die kritische Infrastruktur und die Bundeswehr. Der Spiegel berichtet, dass sogar Informationen zum Erweiterungsbau des Kanzleramts betroffen sind.
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