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Monday, November 2, 2026

Urheberrechtsverletzungen: New York Times verklagt Brave Software

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Eine Gruppe von US-amerikanischen Tageszeitungen, darunter die „New York Times“ und die „New York Daily News“, hat am Montag vor einem Bundesgericht in Manhattan Klage gegen das IT-Unternehmen Brave Software eingereicht. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wird Brave Software vorgeworfen, Artikel der Zeitungen ohne Erlaubnis für das Training von KI-Modellen verwendet und es darüber hinaus Nutzern seines Webbrowsers ermöglicht haben, Bezahlschranken (Paywalls) unrechtmäßig zu umgehen.

In den vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York eingereichten Klagen wird das Softwareunternehmen beschuldigt, KI-Unternehmen wie Anthropic, Perplexity oder xAI gegen Bezahlung Zugriff auf „Echtzeit-Online-Inhalte aus dem Brave-Index“ gewährte zu haben. Die genannten KI-Unternehmen nutzen den Index anschließend, um ihre Modelle zu trainieren oder um zur Beantwortung spezifische Nutzeranfragen auf Inhalte zuzugreifen. Sie selbst werden in dem Verfahren aber nicht als Beklagte geführt.

„Brave hat die Medienhäuser nie um Erlaubnis gebeten, auf ihre Websites zuzugreifen – geschweige denn, deren Inhalte zu kopieren und sie Nutzern oder anderen KI-Unternehmen zur Verfügung zu stellen“, heißt es in der Klageschrift. „Im Gegenteil: Wie bereits erwähnt, ermöglicht Brave seinen Nutzern, die Paywalls der Medienhäuser ohne deren Zustimmung zu umgehen. Zudem hat das Unternehmen weitere Maßnahmen ergriffen, die es den Medienhäusern unmöglich machen, Brave den Zugriff auf ihre Websites zu verwehren. Brave hat die Medienhäuser niemals für die rechtswidrige Nutzung, Vervielfältigung und Verbreitung ihrer urheberrechtlich geschützten Inhalte entschädigt.“

Laut dem Tech-Portal The Verge bewirbt Brave den Zugriff auf „Hunderte führender Medienhäuser“ über die Funktion seines Browsers, die als „Paywall-Blocker“ dient.

„Wir setzen uns zwar für eine ethische und verantwortungsvolle Nutzung und Entwicklung von KI ein, doch Brave hat geltendes Urheberrecht missachtet und wiederholte Aufforderungen der ‚Times‘, das rechtsverletzende Verhalten einzustellen, ignoriert“, erklärte ein Sprecher der New York Times gegenüber Reuters.

In weiteren, möglicherweise wegweisenden Verfahren hat die New York Times bereits Ende 2023 wegen unerlaubter Verwendung von Texten fürs KI-Training gegen OpenAI und Microsoft geklagt. Im Zentrum des Rechtsstreits steht die Frage, ob OpenAI und Microsoft urheberrechtlich geschützte Zeitungsartikel ohne Erlaubnis zum Training ihrer KI-Modelle ChatGPT und Copilot verwendet haben.

Intern wurde bei Microsoft das unerlaubte Abgreifen von Millionen urheberrechtsgeschützter Texte als „erstaunlicher Diebstahl von beispiellosem Umfang“ und womöglich „größter Diebstahl von Arbeitskraft in der Geschichte der Menschheit“ bezeichnet. Im Juli beantragte die New York Times zudem Sanktionen gegen OpenAI und warf dem Unternehmen Täuschung und Beweisvernichtung vor. Die US-Regierung jedoch unterstützt in dem Rechtsstreit OpenAI. Training von KI-Modellen sei kein Urheberrechtsverstoß und für die Sicherheit essenziell, heißt es aus dem Weißen Haus.

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