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Wednesday, September 30, 2026

Stellantis stoppt Produktion in Frankreich wegen Batteriemangel

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Der Autokonzern Stellantis legt Ende Oktober die Produktion in den französischen Werken Sochaux und Rennes vorübergehend still. Betroffen sind die Elektromodelle Peugeot E-3008, E-5008 sowie Citroën ë-C5 Aircross in ihren Long-Range-Versionen mit einer Batteriekapazität von rund 97 Kilowattstunden.

Wie Reuters unter Berufung auf Stellantis berichtet, ruht die Fertigung in Sochaux vom 23. bis 30. Oktober, in Rennes vom 22. bis 30. Oktober. Als Grund nennt der Konzern eine unzureichende Verfügbarkeit von Long-Range-Batterien für seine Elektrofahrzeuge. Die Nachfrage insbesondere von Flotten- und Geschäftskunden übersteige derzeit die verfügbaren Lieferkapazitäten.

Die betroffenen Long-Range-Akkus stammen von der Automotive Cells Company (ACC), einem Batterie-Joint-Venture von Stellantis, Mercedes-Benz und TotalEnergies. ACC betreibt seine erste Gigafactory im nordfranzösischen Billy-Berclau/Douvrin und produziert dort NMC-Batteriezellen und -module. Die Anlage befindet sich allerdings weiterhin in der Hochlaufphase.

Während Stellantis den Mangel an einbaufertigen Long-Range-Batteriesystemen betont, stellt ACC die Lage anders dar: Die Modulproduktion werde deutlich gesteigert und der Ausstoß im September 2026 entspreche nahezu der gesamten Modulproduktion des Jahres 2025. Ein ACC-Sprecher erklärte, man erfülle die vereinbarten Lieferverpflichtungen gegenüber Stellantis. Ob der Engpass letztlich bei der Zellproduktion, der Packmontage, der Qualitätsfreigabe oder der Logistik liegt, bleibt offen.

Die betroffenen Modelle basieren auf Stellantis’ STLA-Medium-Plattform mit 400-Volt-Architektur. Die Long-Range-Varianten mit ihren stärkeren Elektromotoren (170 statt 157 Kilowatt) nutzen einen 97-kWh-Akku und bieten je nach Modell 668 bis 700 Kilometer WLTP-Reichweite. Die Standardversionen bieten mit 73 kWh rund 24 kWh weniger. Letztere sind vom Engpass nicht betroffen.

Wie viele Fahrzeuge durch den Produktionsstopp tatsächlich ausfallen, hat Stellantis nicht beziffert. Regionale Medienberichte nennen für Sochaux eine Tagesleistung von etwas mehr als 1000 Fahrzeugen, woraus sich für den rund einwöchigen Stillstand eine Größenordnung von etwa 7000 Fahrzeugen ableiten ließe. Stellantis bestätigte diese Schätzung aber nicht. Für Rennes liegen keine belastbaren Produktionszahlen vor. Den Anteil der Long-Range-Versionen an der Gesamtfertigung hat der Konzern ebenfalls nicht veröffentlicht.

Der Batterieengpass fällt in eine Phase stark steigender Elektroautonachfrage in Europa. Nach Angaben des europäischen Herstellerverbands ACEA lag der Marktanteil batterieelektrischer Fahrzeuge in der EU in den ersten acht Monaten 2026 bei 21,7 Prozent, während es im Vorjahreszeitraum noch 15,8 Prozent waren. Allein im August stiegen die BEV-Neuzulassungen um 62,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Stellantis bezeichnete die Maßnahme als vorübergehend. Der Konzern wolle vermeiden, Fahrzeuge zu produzieren, deren Ausstattung nicht der Kundennachfrage entspricht, und so ungewollte Lagerbestände bei Händlern verhindern. Für Kunden in Deutschland und Europa könnten sich gleichwohl längere Lieferzeiten bei den Long-Range-Versionen von E-3008, E-5008 und ë-C5 Aircross ergeben. Neben Sochaux und Rennes ist auch das Stellantis-Werk in Mulhouse vom 15. bis 30. Oktober geschlossen, allerdings aus anderen, von Stellantis nicht näher erläuterten industriellen Gründen.

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