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Tuesday, September 15, 2026

"Nur noch Schatten ihrer selbst": Trump greift eigens ernannte Richter am Supreme Court an

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"Nur noch Schatten ihrer selbst"Trump greift eigens ernannte Richter am Supreme Court an

15.09.2026, 21:17 Uhr

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Justice Brett Kavanaugh (2.v.r.) und Justice Amy Coney Barrett (rechts) wurden von Trump zu Richtern am Obersteten Gericht ernannt. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Eine Entscheidung des Obersten US-Gerichts zur Briefwahl fällt nicht so aus, wie sich Präsident Trump das erhofft hatte. Der Republikaner sieht einmal mehr die "radikale Linke" am Werk - greift aber auch die drei Richter an, die er selbst für den Supreme Court auserwählt hat.

US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Niederlage im Streit um die Briefwahl scharf gegen das Oberste US-Gericht ausgeteilt. Die Richter hätten ein "schreckliches, hoch politisches Urteil" gefällt, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Der Supreme Court hat unser Land wirklich im Stich gelassen", fügte er hinzu.

Auch die von Trump selbst ernannten Richter bekamen ihr Fett weg. "Das sind nicht die Menschen, die ich für ein Amt am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten interviewt habe, sie sind nur noch ein Schatten ihrer selbst", schrieb der Präsident.

Weniger als zwei Monate vor den US-Kongresswahlen hatte das Oberste Gericht am Montag Trumps Pläne für eine eingeschränkte Briefwahl durchkreuzt. Der Präsident hatte die Abstimmung per Post für "Betrug" zugunsten der Demokratischen Partei verantwortlich gemacht. Der Supreme Court erklärte die Briefwahl aber für zulässig.

Obwohl Trump allen drei von ihm ernannten Richtern vorwarf, gegen ihn entschieden zu haben, enthielt das Urteil des Gerichts keine Angaben zum Abstimmungsergebnis, wie die "Washington Post" berichtete. So blieb unklar, wie viele Richter genau zur Mehrheit gehörten.

Trump schrieb weiter: "Dieses Oberste Gericht wird von der radikalen Linken drangsaliert und überredet, Entscheidungen zu treffen, die Amerika um mindestens hundert Jahre zurückgeworfen haben". Er verwies dabei auf frühere Entscheidungen der Richter. Der Supreme Court hatte in diesem Jahr sowohl den Großteil von Trumps Zöllen für rechtswidrig erklärt als auch seinen Plan, die Staatsbürgerschaft per Geburt einzuschränken.

Die Kongresswahlen am 3. November zur Hälfte von Trumps zweiter Amtszeit gelten als der bisher wichtigste Stimmungstest für den 80-Jährigen. Seinen Republikanern droht im Repräsentantenhaus eine Niederlage, im Senat könnte es ein Patt geben. Sollten die Demokraten gewinnen, wollen sie zahlreiche Vorhaben des Präsidenten blockieren. Sie könnten zudem ein weiteres Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einleiten.

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