Transfer-Ticker: Nach Pilawas Blitz-Abgang: So plant Werder weiter

12.10.2026 | 18:45 Uhr
Der überraschende Abschied von Markus Pilawa stellt den SV Werder Bremen nach nur wenigen Monaten vor die nächste personelle Aufgabe in seinem sportlichen Bereich. Der bisherige Leiter Kaderplanung und Transferstrategie hatte den Verein aus persönlichen Gründen um die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit gebeten. Werder entsprach diesem Wunsch und bestätigte die Trennung bereits Ende September. Pilawa war erst im Mai als Nachfolger von Johannes Jahns an die Weser gewechselt und sollte mit seiner Erfahrung, seinem Netzwerk und neuen Impulsen an der weiteren Entwicklung des Bremer Kaders mitwirken. Zuvor hatte er unter anderem als Chefscout für Borussia Dortmund und den FC Bayern gearbeitet. Während seiner kurzen Zeit bei den Grün-Weißen war Pilawa nach Sky-Informationen unter anderem in die Verpflichtungen von Oskar Wójcik und Ludovit Reis eingebunden. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz bedauerte den vorzeitigen Abschied und würdigte Pilawas Engagement sowie dessen Impulse für die sportliche Arbeit. Auch Pilawa selbst sprach von intensiven Monaten und betonte, dass ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen sei.
Nach Sky-Informationen will Werder die entstandene Lücke zunächst mit den vorhandenen personellen Strukturen schließen. Pilawas Aufgaben werden intern verteilt, damit die laufende Kaderbeobachtung und die Vorbereitung auf die kommenden Transferperioden ohne größere Unterbrechung fortgesetzt werden können. Diese Lösung ist allerdings lediglich für den Übergang vorgesehen. Die Bremer planen, die Position wieder eigenständig zu besetzen und einen Nachfolger für Pilawa zu verpflichten. Ein konkreter Kandidat zeichnet sich derzeit noch nicht ab, auch einen festen Zeitplan für die Neubesetzung gibt es bislang nicht. Bei der Suche dürfte für Werder entscheidend sein, erneut einen Fachmann zu finden, der Kaderplanung, Scouting und Transferstrategie zusammenführt und über ein belastbares Netzwerk im nationalen und internationalen Markt verfügt. Bis dahin wird die Verantwortung innerhalb der sportlichen Leitung und der bestehenden Scouting-Abteilung auf mehrere Schultern verteilt. Werder gerät dadurch nicht unter unmittelbaren Zeitdruck, möchte die wichtige Schnittstellenposition auf Dauer aber nicht unbesetzt lassen. Die Suche nach einer nachhaltigen Lösung soll deshalb mit der nötigen Sorgfalt vorangetrieben werden.
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