Insider: Zweifel an Werbetour: Börsengang von Anthropic wackelt

Insider: Zweifel an WerbetourBörsengang von Anthropic wackelt
06.11.2026, 09:54 Uhr
Nach dem Sieg der Demokraten bei den Midterms stürzen die Tech-Aktien ab. Die Unsicherheit ist groß. Nun soll sich auch der geplante Börsengang der für seinen Chatbot Claude bekannten KI-Firma Anthropic verzögern.
Potenzielle Investoren zweifeln Insidern zufolge an dem Zeitplan für den mit Spannung erwarteten Börsengang des KI-Startups Anthropic. Die für kommende Woche geplante Werbetour bei Geldgebern für eine Erstnotiz im November stehe auf der Kippe, sagten vier mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Investoren dringen demnach auf eine niedrigere Bewertung als die zuletzt diskutierten 1,5 Billionen Dollar.
Anthropic müsse möglicherweise einen größeren Preisnachlass gewähren, um sich Zusagen zu sichern. Die Anleger verwiesen dabei auf die anhaltenden Quartalsverluste des Unternehmens und dessen hohe finanzielle Verpflichtungen beim Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI). Anthropic lehnte eine Stellungnahme ab.
Blutbad bei Tech-Aktien
Hintergrund der Zurückhaltung ist der stärkste Ausverkauf bei Technologiewerten seit einem Jahr sowie Unsicherheiten nach den US-Kongresswahlen. Zudem warten die Investoren auf die Umsatzzahlen von Anthropic für Oktober, die das Unternehmen in seinem aktualisierten Börsenprospekt zunächst offengelassen hatte. Erschwerend kommt hinzu, dass in mehreren US-Bundesstaaten bei Abstimmungen Initiativen zur Beschränkung von Rechenzentren erfolgreich waren.
Eine Verschiebung der voraussichtlich 100 Milliarden Dollar schweren Emission könnte die Sorgen um die gesamte KI-Branche anfachen und den breiteren Aktienmarkt belasten. Noch vor einiger Zeit hatten Investoren mit einem Börsengang von Anthropic im Oktober und einer Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar gerechnet. Anthropic ist vor allem für seinen Chatbot Claude bekannt. Sein größter Konkurrent, Chatentwickler OpenAI plant für dieses Jahr keinen Börsengang.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.