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Monday, October 12, 2026

Huthi-Attacken auf Riad: Kann nur Trump den Saudi-Prinzen retten?

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Huthi-Attacken auf RiadKann nur Trump den Saudi-Prinzen retten?

12.10.2026, 15:13 Uhr

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Erst nach dem dritten Angriff auf den Flughafen in Riad wurde der Flugverkehr eingestellt. (Foto: IMAGO/Xinhua)

Militärisch kann Saudi-Arabien die Huthi-Miliz kaum entscheidend treffen, zugleich gefährden die jüngsten Attacken auf den Flughafen in Riad die Reformpläne des Königreichs. Die aussichtsreichste Lösung hängt ausgerechnet von einem Partner ab, dessen Rückhalt keineswegs sicher ist.

Bei Huthi-Angriffen auf den internationalen Flughafen in Riad sterben mehr als ein Dutzend Menschen, Hunderte werden verletzt. In dem seit mehr als einem Jahrzehnt schwelenden Konflikt mit Saudi-Arabien zielen die jüngsten Attacken der jemenitischen Miliz nicht nur auf die Infrastruktur des Landes, sondern auch auf die Zukunftspläne des Königreichs. De-facto-Herrscher Prinz Mohammed bin Salman hat dabei erschreckend wenig Optionen - die vielversprechendste ist US-Präsident Donald Trump.

Saudi-Arabien will sich eigentlich von einem lange abgeschotteten, vom Öl abhängigen Land zu einem globalen Knotenpunkt für Wirtschaft und Tourismus entwickeln. Im Rahmen des Reformprogramms "Vision 2030" hatte das Königreich in neue Branchen, wie Urlaubsresorts und Verkehrsinfrastruktur investiert, um ausländische Unternehmen geworben und internationale Sport- und Großveranstaltungen ins Land geholt. Die Angriffe auf einen zentralen Flughafen könnten nun das Vertrauen erschüttern, auf dem diese Pläne beruhen.

Nachdem die Huthi 2014 die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen hatten, begann Saudi-Arabien unter dem damaligen Verteidigungsminister Mohammed bin Salman eine Militärintervention, um die international anerkannte jemenitische Regierung wieder an die Macht zu bringen. Der Krieg löste eine verheerende humanitäre Krise aus, in der Hunderttausende Menschen durch Gewalt, Hunger und Krankheiten starben; Menschenrechtsorganisationen kritisierten die zahlreichen zivilen Opfer saudischer Luftangriffe.

Ein Waffenstillstand im Jahr 2022 brachte dem Land nur einen fragilen Frieden, bis die Vereinigten Staaten und Israel vor mehr als sieben Monaten den Iran angriffen und damit einen regionalen Krieg auslösten. Seitdem kommt es auch zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz und Saudi-Arabien immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.

"Die einzige realistische Lösung"

Saudi-Arabiens beste Option, den Konflikt mit den Huthi beizulegen soll laut F. Gregory Gause, Saudi-Arabien-Experte beim Middle East Institute, einer in Washington ansässigen Forschungsgruppe, ausgerechnet Donald Trump sein. "Die einzige realistische Lösung für die Saudis ist ein Ende des iranisch-amerikanischen Krieges, bei dem die USA die Iraner dazu bringen, die Huthis im Rahmen eines Gesamtabkommens zu einer Beendigung der Feindseligkeiten zu verpflichten", sagte Gause der "New York Times". "Zum Leidwesen der Saudis ist jedoch unklar, inwieweit Präsident Trump ihnen in dieser Frage Gehör schenkt."

Trump hatte nach dem Angriff erklärt, er erwäge, sich Saudi-Arabien bei dessen Vergeltungsmaßnahmen anzuschließen. "Das könnten wir tun. Wir werden das prüfen", so der US-Präsident. Der Schritt würde die USA noch tiefer in eine zweite Front im Krieg gegen den Iran hineinziehen.

"Das Problem für die Saudis ist, dass sie durch die Angriffe der Huthis auf ihre Infrastruktur mehr Schaden erleiden als umgekehrt", so Gause. Ein Angriff auf den Flughafen von Riad könne jemanden, der über eine Investition in das Land nachdenke, dazu bewegen, es sich noch einmal zu überlegen. Zwar rechnen Experten zunächst mit einer militärischen Antwort Saudi-Arabiens auf die Angriffe in Riad, viel ausrichten können sie wohl nicht. Im Gegensatz zu Riad ist ein Großteil von Sanaa, das von den Huthis kontrolliert wird, bereits zerstört worden.

Auch der Iran rät Saudi-Arabien - nicht ganz uneigennützig - nun zu einer diplomatischen Lösung. "Das Beharren auf einem militärischen Ansatz und die Missachtung einer politischen Lösung würden dazu führen, dass die bestehende Situation noch komplizierter wird", sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi laut einer Mitteilung in einem Telefonat mit seinem saudischen Kollegen Faisal bin Farhan. Der Iran sei bereit, "jede Art von Unterstützung zu leisten", um zur Aufnahme von Gesprächen beizutragen und bei der Erreichung einer politischen Lösung zu helfen. Teheran könnte künftig seinen Einfluss auf die Huthi nutzen, um die Aussicht auf eine Entspannung für Saudi-Arabien als Verhandlungsmasse in Gespräche mit den USA einzubringen.

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