heise+ | Effizienz-Test: Wie viel Leistung die RTX Pro 6000 bei reduzierter TDP verliert
Der zunehmende Stromdurst von Grafikkarten scheint kaum Grenzen zu kennen. Die neuesten (und teuersten) schlucken bereits bis zu 600 Watt und schmoren im Einzelfall sogar ihre Stromanschlüsse. Allein der Schritt von der vorigen zur aktuellen Grafikkartengeneration bescherte in der Spitze ein rundes Drittel höhere Leistungsaufnahme. Und bereits Einsteigergrafikkarten benötigen oftmals noch eine Strippe vom Netzteil, weil sie mehr als die 75 Watt des PCI-Express-Steckplatzes erfordern.
Grafikkarten einer Architekturfamilie können entweder über mehr Taktfrequenz oder mehr Einheiten schneller werden. Höherer Takt geht fast immer mit höherer Versorgungsspannung einher und diese Spannung fließt quadratisch in die Berechnung der Leistungsaufnahme ein. Eine Grafikkarte mit 24.000 Shader-Rechenkernen und 2,5 GHz Taktfrequenz ist also weitaus sparsamer als eine fiktive mit 12.000 Kernchen und 5 GHz.
Wir schauen uns diesen Effekt anhand der von uns bereits getesteten Workstation- und KI-Grafikkarte RTX Pro 6000 von Nvidia genauer an. Dazu messen wir sie auf verschiedenen Energiestufen durch: 450 Watt im Gleichstand mit der GeForce RTX 4090 aus der Vorgängergeneration und 300 Watt im Vergleich zum langjährigen Maximum früherer Grafikkartentopmodelle. Außerdem schauen wir auf 156 Watt als geringstem, sinnvoll möglichem Wert, den bereits Grafikkarten der unteren Mittelklasse wie die GeForce RTX 5060 oder die Radeon RX 9060 XT erreichen.
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