iPhone-Anti-Diebstahl-Funktion immer noch nicht fertig
Beim Klau von Smartphones setzt sich derzeit eine besondere „Technik“ durch: Die Geräte werden von Dieben auf Fahrrädern oder Motorrädern entwendet, während sie noch entsperrt sind, etwa wenn man an einer Straßenecke steht und auf das Handy schaut. Damit ist es deutlich leichter, sensible Daten einzusehen und das Gerät – gegebenenfalls mithilfe von Spezialsoftware – zu übernehmen. Zwar hat Apple hiergegen unter anderem den „Stolen Device Mode“ implementiert, der mittlerweile standardmäßig aktiv ist. Es wäre aber wesentlich sicherer, wenn sich die Geräte im Diebstahlfall selbst sperren würden. Eine ähnliche Funktion hat Google im Jahr 2024 für Android 10 und neuer eingeführt. Doch Apple hat sie noch nicht implementiert. Nun gibt es Neuigkeiten zu entsprechenden Versuchen des Konzerns: Offenbar wird weiter an dem Feature gearbeitet, doch vor iOS 27.2 (oder später) wird es wohl nichts mehr.
„AutoLock“ sperrt das Gerät
Wie ein Blick in den Code der zweiten Entwicklerbeta von iOS 27.2 zeigt, wird an der intern „AutoLock“ genannten Möglichkeit weiter geforscht. Laut einer Analyse des Apple-Blogs 9to5Mac soll der Schutz unter bestimmten Umständen automatisch aktiv werden. Dazu gehört nicht nur eine schnelle Beschleunigung des Gerätes (gemessen am integrierten Beschleunigungssensor), die mit einem Klau einhergeht, sondern auch der Verlust des Kontaktes zu einer mit dem iPhone verbundenen Apple Watch, respektive deren Unerreichbarkeit (weil kein Kontakt mehr zum iPhone besteht).
Weiterhin soll „AutoLock“ auch greifen, wenn das iPhone über einen längeren Zeitraum keine Netzwerkverbindung hat oder vergleichsweise lange entsperrt bleibt – ebenfalls ein Zeichen für potenziell problematische Aktivitäten, da ein Dieb versucht, die Entsperrung möglichst dauerhaft aufrechtzuhalten.
Was gegen eine Sperrung spricht
Apple ist sich zudem bewusst, dass die Funktion auch über die Stränge schlagen könnte und baut offenbar eine Erkennung von falsch positiven Resultaten ein. Gibt es biometrische Entsperrvorgänge (etwa von Apps oder Apple Pay) oder Aktivitäten in Apps, aktiviert sich „AutoLock“ nicht. Auch bekannte Orte gelten als Merkmal. Wird ein Diebstahl erkannt, sperrt sich das Gerät und aktiviert – falls nicht ohnehin eingeschaltet – den Stolen Device Mode. Ob und wann Apple die Funktion final freigibt, ist noch unklar.
Eine automatische Sperrung oder gar ein Reboot ist bei iPhones indes nichts Neues: Seit 2024 starten sich Geräte nach 72 Stunden Inaktivität automatisch neu, wenn sie in diesem Zeitraum nicht entsperrt wurden. Nach dem Reboot befindet sich das iPhone in der jeweils höchsten Sicherheitsstufe, was ein Auslesen von Informationen etwa über USB-C unmöglich macht.
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