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Tuesday, October 13, 2026

Warnsignal für Jüngere: Studie liefert Hinweise auf erschwerten Berufseinstieg durch KI

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Warnsignal für JüngereStudie liefert Hinweise auf erschwerten Berufseinstieg durch KI

13.10.2026, 14:26 Uhr

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Der KI-Chatbot ChatGPT wurde 2022 eingeführt. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Viele Menschen befürchten, dass ihr Job bald von Künstlicher Intelligenz erledigt werden könnte. Daten zum Arbeitsmarkt belegen das aktuell noch nicht - zumindest für die meisten Altersgruppen.

Künstliche Intelligenz (KI) hat einer Studie zufolge bislang nicht zu einem breiten Beschäftigungsabbau in Deutschland geführt. Allerdings gibt es erste Hinweise darauf, dass die Technologie jungen Menschen den Berufseinstieg erschweren könnte. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach entwickelte sich die Beschäftigung in Berufen, in denen KI besonders viele Tätigkeiten übernehmen könnte, zwischen 2022 und 2025 insgesamt sogar günstiger als in weniger stark betroffenen Berufen. Bei den 20- bis 29-Jährigen zeigt sich dagegen ein anderes Bild.

Die Forscher sehen darin erste Warnsignale, betonen aber, dass die schwache Konjunktur die Beschäftigungschancen junger Menschen bislang deutlich stärker beeinträchtigt habe. Eine mögliche Erklärung für die unterschiedlichen Entwicklungen liegt nach Einschätzung der Forscher darin, dass ältere Beschäftigte über mehr berufliches Erfahrungswissen und ein stärkeres berufliches Urteilsvermögen verfügen, was ihnen beim Einsatz von KI zugutekommen könnte. Zudem seien Berufe mit hohem KI-Potenzial häufig für das Homeoffice geeignet. Die räumliche Distanz könne Einarbeitung und informelles Lernen erschweren, weshalb Unternehmen möglicherweise eher erfahrene Arbeitskräfte einstellten.

Als stark von KI betroffene Berufe führt die Studie vor allem die Bereiche der Unternehmensorganisation, des Rechnungswesens und des Rechts, der Geistes- und Naturwissenschaften, der Informatik, der Medien, der Kunst und der Gestaltung an. Weniger von KI betroffen sind hingegen Jobs mit körperlicher Arbeit, wie im Bauwesen, in der Land- und Forstwirtschaft oder auch im Bereich Gesundheit, Soziales und Bildung.

Die Studie beruht auf monatlichen Daten von durchschnittlich 22,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten. Die Wissenschaftler betonen, dass ihre Ergebnisse keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von KI und dem Rückgang der Beschäftigung belegen. Untersucht wurde lediglich, in welchen Berufen KI grundsätzlich eingesetzt werden könnte. Ob Unternehmen die Technologie tatsächlich nutzen und deshalb weniger Berufseinsteiger beschäftigen, bleibt offen.

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