Mehrheit will Änderungen: Fast zwei Drittel der Deutschen lehnen schwarz-rotes Reformpaket ab

Mehrheit will ÄnderungenFast zwei Drittel der Deutschen lehnen schwarz-rotes Reformpaket ab
15.09.2026, 14:02 Uhr
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Die Reformvorschläge der Regierung zu Steuern, Rente und Arbeitsmarkt werden von der Bevölkerung kritisch aufgenommen. Die aktuell diskutierte Fassung der Veränderungen lehnen laut RTL/ntv-Trendbarometer über zwei Drittel der Deutschen ab.
Die von Union und SPD vereinbarten Reformen stoßen bei der Bevölkerung in ihrer aktuellen Form auf große Ablehnung. Laut RTL/ntv-Trendbarometer lehnen bundesweit 70 Prozent der befragten die Veränderungen im Bereich Arbeitsmarkt, Steuern und Rente ab. Nur 24 Prozent votieren für eine unveränderte Verabschiedung der Reformpakete im Bundestag.
Bei Anhängern der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD gibt es ebenfalls den Wunsch nach Anpassung der Beschlüsse. Bei der Union wollen 50 Prozent ein erneutes Aufschnüren der Pakete, bei den Sozialdemokraten sprechen sich sogar 62 Prozent der Befragten dafür aus.
Im Bereich Steuern will die schwarz-rote Koalition vor allem kleine und mittlere Einkommen und insbesondere Familien entlasten. In zwei Stufen soll die Entlastung ab 2028 rund zehn Milliarden Euro betragen. Aus der Unionsfraktion kommen schon länger Rufe nach einem größeren Volumen und Kritik daran, dass die Reform nicht die sogenannte kalte Progression ausgleicht.
Ostdeutschland etwas kritischer
In der Bundesregierung beschlossen wurde zudem bereits die Abschaffung der "Rente mit 63", die vorzeitige Verrentung nach 45 Beitragsjahren. Diese ist Teil eines Maßnahmenkatalogs, welcher von einer durch die Regierung eingesetzten Kommission vorgeschlagen worden war. Besonders an diesem Schritt hatte es erhebliche Kritik von Vertretern von Union und SPD gegeben. Speziell alle ostdeutschen Ministerpräsidenten sprachen sich gegen die Abschaffung der "Rente mit 63".
In der Bevölkerung gibt es bei der Ablehnung aller Regierungsvorschläge jedoch kaum Unterschiede zwischen Ost- (72 Prozent) und Westdeutschland (70 Prozent). 25 Prozent der Befragten im Westen votieren für einen unveränderten Beschluss, im Osten sprechen sich 20 Prozent für einen solchen Schritt aus.
Bei Anhängern der Oppositionsparteien im Bundestag stoßen die Vorschläge ebenfalls auf überwiegende Ablehnung. Unter den Grünen sprechen sich 73 Prozent, bei der AfD 78 und unter Linken 85 Prozent der befragten Unterstützer gegen die aktuelle Fassung der Reformen aus.
Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 11. und 14. September erhoben. Datenbasis: 1001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.
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