Bericht: Apple reduziert iPhone-18-Pro-Nachbestellungen
Läuft das Geschäft mit den neuesten iPhone-Modellen 18 Pro und 18 Pro Max weniger gut als von Apple erhofft? Angaben aus Lieferkettenkreisen, die die japanische Finanznachrichtenagentur Nikkei Asia zusammengetragen hat, sprechen dafür. Apple soll deshalb sogar Order bei seinen Komponentenlieferanten reduziert haben, die eigentlich geplant waren. Betroffen seien davon „einige“ Zulieferer, heiß es. Als direkter Grund wird die Preiserhöhung bei den neuen Modellen genannt, die durch die RAM- und NAND-Inflation begründet wird. Apple hat zuletzt sogar alte iPhone-Modelle deshalb verteuert, die noch im Programm sind.
15 bis 20 Prozent weniger Komponenten?
Nikkei-Asia-Zuflüsterer, die „aus der Chefetage“ von Komponentenproduzenten kommen sollen, sagten, man habe von Apple Lieferabschläge zwischen 15 und 20 Prozent „für beide Premiummodelle“, also iPhone 18 Pro und 18 Pro Max, erhalten. Das führt zur Reduktion der Produktion bei einigen Apple-Zulieferern, allerdings nicht bei allen. Der Grund sind unterschiedliche Lieferzeiten. Zudem sei unklar, ob Apple auch im November reduzieren wird, denn dann steht das wichtige Weihnachtsgeschäft an.
Apple hatte die Preise in Europa um jeweils 150 Euro erhöht. Offenbar reicht dies bereits aus, dass Kunden sensibel reagieren. Hinzu kommt allerdings auch, dass der Konzern in diesem Jahr kein Standard-iPhone im Angebot hat, die Varianten 18 und 18e sollen im kommenden Frühjahr folgen, meinen Beobachter. Weiterhin kommt in diesem Monat auch das erste Foldable des Konzerns, das iPhone Duo, auf den Markt. Es ist mit einem Einstiegspreis von knapp 2300 Euro aber nochmals deutlich teurer als die Pro- und Pro-Max-Modelle dieses Jahrgangs.
iPhone 18 Pro nicht unter 1449 Euro
Ein Supply-Chain-Manager eines ungenannten Unternehmens aus dem Apple-Umfeld sagte gegenüber Nikkei Asia, man sehe im zweiten Halbjahr eine geringere Nachfrage als im vergangenen Jahr, da damals alle neuen Modelle zusammen eingeführt wurden. Das heißt: Das fehlende Standard-Modell sorgt für eine Veränderung. Allerdings scheint das auch Apples Plan zu sein: Der Konzern möchte das iPhone-Geschäft weniger saisonal machen, weshalb das wichtige Standardmodell in eine andere Jahreszeit wandert.
Die Einstiegspreise beim iPhone 18 Pro liegen in Deutschland bei Apple selbst nun deutlich über 1000 Euro – unter 1449 Euro erhält man kein Modell mehr. Ein vollausgestattetes iPhone 18 Pro Max mit 2 TByte kostet satte 3099 Euro, das mittlere Modell mit 1 TByte bereits 2349 Euro und damit deutlich über 2000 Euro. Das sei „einfach zu teuer für ein Smartphone“, so eine weitere Quelle aus Apples Lieferkette. Das könne auch für das iPhone Duo gelten, sobald es lieferbar ist.
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