Stadionname wegen Etihad: Man-City-Sponsor erwägt rechtliche Schritte gegen Premier League

Man-City-Sponsor erwägt rechtliche Schritte gegen Premier League
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01.10.2026 | 07:27 Uhr
Noch sind die Konsequenzen für Manchester City im Finanzskandal nicht klar. Der Hauptsponsor Etihad Airways aber fürchtet einen Schaden auch für sich - das Unternehmen werde mitbeschuldigt, so die Klage. Für die Premier League gibt es eine Drohung.
Der Hauptsponsor von Manchester City erwägt laut Medien rechtliche Schritte gegen die Premier League. Etihad Airways fühlt sich laut Berichten durch die Begründung des Urteils mitbeschuldigt, dabei sei das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht befragt worden.
Die Fluggesellschaft wehrt sich dagegen, durch das Urteil selbst in die Nähe eines Fehlverhaltens gerückt zu werden. Sie weist die entsprechende Darstellung kategorisch zurück. Die Airline will an ihrer langjährigen Partnerschaft mit Manchester City festhalten.
Die Premier League müsse Verantwortung für die Folgen der Art und Weise übernehmen, wie die Ergebnisse dargestellt wurden, hieß es. Man werde juristisch prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten und Rechtsmittel zur Verfügung stehen, um die eigenen Interessen zu schützen.
Etihad ist seit 2009 Haupttrikotsponsor des Klubs. 2011 schloss das Unternehmen mit Man City einen Zehn-Jahres-Vertrag über die Namensrechte des seither Etihad-Stadium genannten Stadions ab, der dem Klub Berichten zufolge 400 Millionen Pfund (etwa 468 Mio. Euro) brachte. Dieser wurde 2021 zu verbesserten Konditionen verlängert. Etihad gehört zu den größten Fluggesellschaften der Welt mit einem Wert von etwa vier Milliarden Pfund (rund 4,7 Mrd. Euro).
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Mehr als eine Milliarde Euro Schaden
Die Ergebnisse der Kommission beziehen sich im Kern auf die Jahre 2009 bis 2018. In dieser Zeit wurde Man City dreimal englischer Meister. Die Vorwürfe reichen von falschen Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter.

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Man City soll seine Einnahmen unter anderem mithilfe von Scheinverträgen mit Sponsoren künstlich erhöht und zugleich seine Kosten gedrückt haben. Dies verstößt gegen die Regeln der englischen Spitzenliga. Die Kommission bezifferte den Effekt des Modells im betroffenen Zeitraum auf mehr als 900 Millionen Pfund (umgerechnet rund 1,05 Milliarden Euro). Die Premier League wirft City zusätzlich mangelnde Kooperation bei der Aufklärung vor.

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Ausgelöst worden waren die Ermittlungen durch die Enthüllungen der "Football Leaks" im "Spiegel". Nach mehrjährigen Ermittlungen hatte die Premier League den Klub im Februar 2023 angeklagt. Abgesehen von einem jetzt schon riesigen Image-Schaden sind die Konsequenzen für den Champions-League-Sieger von 2023 noch nicht abzusehen. Über die Strafen soll in einer weiteren Anhörung vor der unabhängigen Kommission gesondert entschieden werden. Sogar der Ausschluss aus der Premier League wäre möglich. Dass Man City nachträglich Titel aberkannt werden, ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich. Der zehnmalige englische Meister beteuert seine Unschuld.
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