Midterms 2026 – Machtwechsel im US-Kongress – die Reaktionen

Die Demokraten jubeln, die Republikaner wirken ratlos. Das sagen die Politikerinnen und Politiker.
Die USA wurden von einer blauen Welle überrollt: Die Demokraten holen sich die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat.
Trump will Resultat akzeptieren – aber sieht sich nicht in der Schuld
Eine Schlappe für US-Präsident Donald Trump. Trump erklärte gegenüber Fox News, er wolle die Resultate akzeptieren. «Nun, ich sage Folgendes: Herzlichen Glückwunsch an die Demokraten. Sie haben gute Arbeit geleistet», sagte Trump dem TV‑Sender. Die Demokraten hätten lange auf diesen Moment hingearbeitet.
Als persönliche Niederlage sieht Trump die Schlappe bei den Midterms allerdings nicht. «Ich stand nicht auf dem Wahlzettel», sagte er. Auch postete er auf seiner Plattform Truth Social ein rotes Cap mit der Aufschrift «Veto»: Der US-Präsident kann bei Gesetzesvorlagen des Kongresses das Veto einlegen.
Zuerst wurde klar, dass sich die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus holen. Der Fraktionschef der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, findet klare Worte: «Wir haben das Gerrymandering der Republikaner in ganzen Land zerstört», schreibt er auf der Plattform X. Dabei spielt er darauf an, dass die Demokraten auch in mehreren Wahlkreisen gewannen, welche die Republikaner zu ihren Gunsten neu gezeichnet haben. So geschehen etwa in drei Wahlkreisen in Florida.
«Wir haben Geschichte geschrieben», sagt auch Denise Powell bei ihrer Siegesrede in Nebraska. Sie zieht als Abgeordnete ins Repräsentantenhaus ein und schreibt damit Geschichte – es ist der erste Sieg der Partei seit zwölf Jahren.
Demgegenüber stand die Reaktion vom Republikaner und Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Mike Johnson. Er gratulierte jeweils den Republikanern zu einzelnen Wahlkreis-Siegen auf X. Zum Verlieren der Republikaner meinte er: «Auch wenn der Ausgang dieser Midterms nicht das ist, worauf wir gehofft und wofür wir gekämpft haben, beginnt gerade ein neuer Kampf.»
Reaktionen zum Machtwechsel im Senat
Die Demokraten haben auch im Senat allen Grund zum Jubeln. Hier war es zuvor offener, welche Partei die Mehrheit gewinnt. In Texas, ursprünglich einer republikanischen Hochburg, sichert sich der Demokrat James Talarico den Senatssitz.
Zu einer kleinen Sensation kam es in South Carolina. Seit über 20 Jahren schickt der Bundesstaat Republikaner in den Senat. Nun holt sich die Kinderärztin Annie Andrews den Posten. «South Carolina, du hast der Nation gezeigt, dass wir uns in Zeiten von parteiischer Spaltung (...) nicht beugen», erklärte die noch politisch wenig erfahrene Andrews.
Kurz hielt sich Adam Hamilton auf Social Media, der für Kansas in den Senat einzieht. Er bedankt sich und erklärt: «Ihr werdet bald von mir hören.» Dabei ist es ein historischer Sieg für die Demokraten: Sie gewinnen erstmals seit fast einem Jahrhundert einen Senatssitz in Kansas.
Angriffslustig zeigte sich John Thune, der republikanische Fraktionschef im Senat: «Zum Glück haben wir noch Präsident Trump. Wir werden mit ihm zusammenarbeiten, um die schlimmsten Impulse von demokratischem Extremismus zu stoppen», erklärt er auf X.
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