Google Workspace: E-Mail-Import aus IMAP-Postfächern vereinfacht
Google hat den Import bestehender E-Mails aus IMAP-Postfächern in die erstmalige Einrichtung eines Workspace aufgenommen. Administratoren können damit Nachrichten eines Nutzers aus seinem bisherigen Mailkonto nach Gmail übernehmen. Die Funktion ist laut Google ab sofort für alle Workspace-Kunden verfügbar. Sie richtet sich ausschließlich an Administratoren, nicht Endanwender.
Der neue Weg soll lediglich den Umstieg vereinfachen, nicht den bisherigen IMAP-Import ersetzen. Als mögliche Quellen nennt Google unter anderem Hostinger, Zoho, Yahoo und iCloud. Ferner macht die Ankündigung im Google-Workspace-Blog ausdrücklich klar, dass es sich um einen Import älterer Nachrichten handelt. Die Funktion ist nicht für den dauerhaften Abruf neuer E-Mails aus dem alten Postfach gedacht.
Ein Postfach direkt während der Einrichtung
Die Option erscheint, nachdem Administratoren ihre Domain bestätigt und E-Mail für Workspace aktiviert haben. Anschließend verbinden sie den IMAP-Server und geben die E-Mail-Adresse sowie das Passwort des Quellkontos ein. Der Import läuft im Hintergrund ab, die weitere Workspace-Einrichtung kann währenddessen fortgesetzt werden.
Über diesen vereinfachten Einrichtungsweg lässt sich derzeit nur das Postfach eines einzigen Nutzers importieren. Für mehrere IMAP-Konten verweist Google auf sein separates Importwerkzeug. Die Workspace-Hilfe zum IMAP-Import beschreibt dafür die Zuordnung von Quell- und Zielkonten sowie die erforderlichen Zugangsdaten.
IMAP-Migration war bereits möglich
Ein IMAP-Import in Workspace ist prinzipiell keine neue Funktion: Google bot dafür schon zuvor ein Werkzeug in der Admin-Konsole an. 2024 kam die E-Mail-Migration von IMAP-Servern, anderen Workspace-Konten und privaten Gmail-Konten hinzu. Neu ist hingegen der direkte, auf ein Postfach begrenzte Weg während der Ersteinrichtung.
Entsprechend bleibt das bisherige Importwerkzeug für größere Umzüge erhalten. Laut Googles Dokumentation zum Datenimport unterstützt es IMAP-Importe für bis zu 100 Nutzer. Wer beide Wege nutzt, sollte bereits während der Einrichtung importierte E-Mails nicht erneut mit dem Datenimport-Tool übertragen. Google warnt, dass sonst Duplikate entstehen.
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