EU und Kanada rücken enger zusammen - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Die Europäische Union und Kanada wollen ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen. Die gegenseitigen Beziehungen sollten auf die höchstmögliche Ebene gehoben werden, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zum Auftakt des EU-Kanada-Gipfels in Montreal. Man könne eine Partnerschaft aufbauen, die einer Mitgliedschaft näher komme als jemals zuvor. Von der Leyen hatte im September vorgeschlagen, Kanada zum ersten assoziierten EU-Mitglied zu machen. Eine entsprechende Formulierung wurde allerdings auf Druck mehrerer Staaten aus dem Entwurf für die gemeinsame Gipfel-Erklärung gestrichen. Der EU-Kanada-Gipfel geht an diesem Freitag zu Ende.

An dem Treffen in Montreal nehmen auch der kanadische Premierminister Mark Carney und EU-Ratspräsident António Costa teil. Berichten zufolge soll die Politik beider Seiten in Bereichen wie Klima, Energie und Künstlicher Intelligenz angeglichen werden. Kanada soll offenbar auch die Teilnahme an bestimmten EU-Programmen ermöglicht werden, wie etwa am Studierenden-Austauschprogramm Erasmus.
Regierungsbildung in Israel dürfte langwierig werden
In Israel hat sich nach Auszählung aller Stimmen der Parlamentswahl vom Dienstag das politische Patt bestätigt. Wie die Wahlkommission des Landes mitteilte, verfehlten sowohl die Koalition von Regierungschef Benjamin Netanjahu als auch das Oppositionslager von Herausforderer Gadi Eisenkot eine absolute Mehrheit.

Laut Endergebnis kommt Netanjahus rechtskonservativer Block auf 53 Mandate, Eisenkots Lager verfügt über insgesamt 48 Sitze. Für eine Mehrheit in der Knesset sind 61 Abgeordnete erforderlich. Eine Schlüsselrolle könnte nun den arabischen Parteien zukommen, die sich 19 Mandate sicherten. Politische Beobachter erwarten eine äußerst schwierige Regierungsbildung. Wen Staatspräsident Izchak Herzog damit beauftragen wird, ist noch unklar.
Steinmeier trifft chinesischen Staatschef Xi
Zum Abschluss seines Besuchs in China wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an diesem Freitag von Staats- und Parteichef Xi Jinping empfangen. Xi wird Steinmeier in der Großen Halle des Volkes in der Hauptstadt Peking mit militärischen Ehren begrüßen. Im Anschluss ist ein gemeinsames Essen zu Ehren des deutschen Staatsoberhauptes geplant.

Den inhaltlichen Rahmen für die Gespräche mit Xi hat Steinmeier bereits am Donnerstag in einer Rede an der Pekinger Universität skizziert. Dabei rief er China auf, entsprechend seiner Rolle als Weltmacht Verantwortung in den internationalen Beziehungen zu übernehmen. Unter anderem sollte Peking seine guten Verbindungen zu Russland nutzen, um Moskau zu einem Ende des Ukraine-Kriegs zu bewegen, so Steinmeier.
Litauen will 2032 allgemeine Wehrpflicht einführen
In Litauen nehmen Pläne für eine Ausweitung des Wehrdienstes zunehmend Form an. Wie Staatspräsident Gitanas Nauseda nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates mitteilte, will das baltische NATO- und EU-Land 2032 zur allgemeinen Wehrpflicht zurückkehren. Das Zieldatum begründete er mit nötigen Vorbereitungen, darunter die Bereitstellung von genügend Unterkünften und das Training künftiger Ausbilder.

Schon 2015 hatte Litauen eine Wehrpflicht mit Blick auf die Sicherheitslage nach der Annexion der Krim durch Russland teilweise wieder eingeführt. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die gesamte Ukraine nahm die Diskussion über einen Wehrdienst für alle Männer dann an Fahrt auf. Litauens Parlament muss den Plänen noch zustimmen. Das Land grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und an das mit Moskau verbündete Belarus.
Trauer um "Star Trek"-Legende Patrick Stewart
Der britische Schauspieler, Filmproduzent und Regisseur Sir Patrick Stewart ist tot. Der als Captain Jean-Luc Picard in der Serie "Star Trek" weltbekannt gewordene Darsteller starb im Alter von 86 Jahren im kalifornischen Los Angeles, wie seine langjährige Sprecherin bestätigte. Vorangegangen sei "eine kurze und heftige" Demenz-Erkrankung, hieß es. In jüngerer Vergangenheit hatte er Millionen Fans mit der Rolle eines Professors in den Comic-Verfilmungen der "X-Men"-Reihe begeistert.

Bereits 1966 wurde Stewart Mitglied der renommierten Theatergruppe Royal Shakespeare Company, der er lange Zeit treu blieb. 2010 war er von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden. Stewarts letzter Film - der neue "Avengers: Doomsday" - soll im Dezember in die Kinos kommen.
Zverev krönt sich zur Nummer 1 der Tenniswelt
Alexander Zverev hat den Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste perfekt gemacht. Durch seinen Viertelfinaleinzug beim ATP-Turnier in Wien löst der 29-jährige Deutsche am kommenden Montag den Italiener Jannik Sinner ab. Zverev ist erst der 30. Tennisspieler, der das 1973 eingeführte Ranking anführen wird. Zuletzt hatte mit Boris Becker vor gut 35 Jahren ein deutscher Tennisspieler die Topposition inne. Von den deutschen Tennisspielerinnen standen lediglich Steffi Graf und Angelique Kerber jemals auf Platz eins der Weltrangliste.

Er habe - so Zverev - "keine Worte" für das Jahr 2026, in dem er seine ersten beiden Grand-Slam-Titel gewann. "Ich bin einfach nur dankbar und glücklich", sagte der Hamburger Profi.
wa/gri/pg (dpa, afp, rtr, kna)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.
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