וואלהאיראן: העברנו לארה"ב את התנאים לחידוש המו"מ - ממתינים לתשובת טראמפESPN DeportesAmérica vs Chivas, ¿el clásico más valioso de la Liga MX?The Jerusalem PostIran reportedly expands influence on Yemen’s Red Sea coast after Houthi takeover - reportESPNRams' Nacua again misses practice, questionable for MNFRTP DesportoNuno Tavares ajuda Lazio a apanhar Inter e Roma no topo da Serie AInquirerNo jackpot winners in Sept. 19 PCSO lotto drawsInquirer EntertainmentPampanga bet succeeds PH queen in Egypt pageantColliderNetflix Is Removing Taylor Kitsch’s Forgotten ‘Sicario’ ReplacementBBC NewsMatch of the DaySouth China Morning PostWhat China really means when it says it’s being ‘strategic’VanguardRaphinha hat-trick fires perfect Barcelona to win at SevillaABC NewsWATCH: Born without a right hand, now she's a pro baseball player in the championship series
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, September 19, 2026

El Niño im Klimawandel: Wenn das Christkind noch mehr Dürre, Flut und Hunger bringt

Translate

Anhand von Korallen haben Forscher untersucht, wie die Erderhitzung das Klimaphänomen El Niño beeinflusst. Die globalen Aussichten sind eher düster.

Nick Reimer

Um den Pazifik und das Wetterphänomen „El Niño“. Das Meer vor der südamerikanischen Küste ist sehr fischreich. Eigentlich. Alle vier bis sieben Jahre aber bleiben die Fischernetze in der Weihnachtszeit plötzlich leer. Und auch sonst geschehen in der Folge merkwürdige Dinge, in der Pazifikregion und weltweit: Fluten, Erdrutsche, Dürren, Ernteausfälle. Nachweislich seit dem 17. Jahrhundert nennen peruanische Bauern diese Misere „El Niño de Navidad“ – wie das neugeborene Christkind. Denn auch beim Wetterphänomen El Niño hofften sie, das Beten hilft. Möge es diesmal bloß nicht so heftig werden.

Den Grund für den plötzlichen Fischmangel liefern die Passatwinde. Normalerweise treiben sie warmes Ozeanwasser von Südamerikas Küsten Richtung Indonesien und Australien, wodurch kaltes, nährstoffreiches Wasser aus den Tiefen des Pazifiks nach oben strömt, deshalb der Fischreichtum. In El-Niño-Jahren schwächeln die Passatwinde aber, dann erwärmt sich der Ozean vor Südamerika so stark, dass das Plankton, die Fischnahrung, abstirbt. Und weil die Passatwinde im weltweiten Wettersystem ein wichtiger Baustein sind, sorgen ihre Anomalien auch noch weit entfernt vom Pazifik für schwere Verwerfungen: Dürren in Ostafrika, überflutete Wüsten auf der Arabischen Halbinsel, Trockenstress im Amazonas-Regenwald, Überschwemmungen in Indien. Zwar ist El Niño ein natürliches Wetterphänomen. Die Frage aber ist: Macht der Klimawandel das „Christkind“ heftiger?

Die Studie

Um das zu beantworten, untersuchte ein US-amerikanisches Team die Korallen rund um die Galapagos-Inseln im Ostpazifik – lebende und versteinerte. Das Wasser im Archipel am Äquator heizt sich in El-Niño-Jahren besonders stark auf, die Kalkskelette der toten Korallen speichern chemische Spuren der Wassertemperatur. Mithilfe lebender Korallen rekonstruierte das Team der University of Michigan die Entwicklung der Wassertemperaturen und El-Niño-Ereignisse in den vergangenen rund 1.000 Jahren. Und stellte dabei fest, dass El Niño gegenüber der vorindustriellen Zeit um 36,5 Prozent heftiger geworden ist.

Team Zukunft – der Newsletter zu Klima, Wissen, Utopien

Du liest einen Text aus unserem Zukunfts-Ressort. Wenn du Lust auf mehr positive Perspektiven hast, abonnier TEAM ZUKUNFT, den konstruktiven Newsletter zu Klima, Wissen, Utopien. Jeden Donnerstag bekommst du von uns eine Mail mit starken Gedanken für dich und den Planeten.

Was bringt’s?

Wichtige Erkenntnisse für den Katastrophenschutz. Die werden aktuell besonders benötigt. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hatte im August „mit außergewöhnlich hoher Wahrscheinlichkeit von nahezu 100 Prozent“ davor gewarnt, dass sich dieses Jahr im Winter wieder der Pazifik aufwärmt. Bis zum Februar 2027 sei mit dem stärksten je beobachteten El Niño zu rechnen, sagte die WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. Die Heftigkeit habe das Potenzial, Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt einen massiven Schlag zu versetzen. Saulo fordert „außergewöhnliche Vorbereitungs- und Reaktionsmaßnahmen“. Dass diese notwendig sind, ist nun auch wissenschaftlich untermauert.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

View the original on taz

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.

El Niño im Klimawandel: Wenn das Christkind noch mehr Dürre, Flut und Hunger bringt — KioskNews