Spotify: Kindermusik lässt sich aus dem eigenen Geschmacksprofil ausklammern
Spotify-Nutzer können Kinder- und Familienmusik künftig pauschal aus ihrem Geschmacksprofil ausklammern. Entsprechende Wiedergaben fließen dann nicht mehr in personalisierte Empfehlungen und den Jahresrückblick Wrapped ein. Die Einstellung wird weltweit in den Mobil-Apps verteilt, sowohl für Gratis-Nutzer als auch für Premium-Abonnenten.
Zum Genre „Kinder & Familie“ zählt Spotify demnach etwa Songs aus Animationsfilmen, Titelmelodien von Familienserien und Kinderlieder, schreibt Spotify in einem Blog-Eintrag. Wer den Schalter umlegt, kann solche Musik weiterhin suchen, hören und in Playlists packen. Die Streams beeinflussen dann aber nicht mehr, was Spotify vorschlägt – etwa in den personalisierten Playlists „Dein Mix der Woche“ und „Dein Mixtape“.
Gilt auch rückwirkend
Die Änderung wirkt sich auch auf bereits gehörte Musik aus. Kinderlieder, die in den vergangenen Monaten in Dauerschleife liefen, landen dann nicht mehr unter den Top-Songs oder Top-Künstlern im Wrapped-Rückblick. Standardmäßig bleibt Kindermusik Teil des Geschmacksprofils – der Schalter muss also aktiv umgelegt werden.
In der Spotify-App gelangt man über das Profilbild oben links in die „Einstellungen und Datenschutz“. Unter „Inhalte und Darstellung“ findet sich der Schalter „Musik für Kinder und Familien in Geschmacksprofil aufnehmen“, der deaktiviert werden kann. Laut Spotify kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis sich die Änderung in den Empfehlungen niederschlägt. Die Funktion wird schrittweise verteilt und steht möglicherweise noch nicht allen Nutzern bereit.
Einzelne Songs und Playlists ließen sich schon bislang aus dem Geschmacksprofil ausschließen. Spotify versteht die neue Funktion als Ergänzung zu den verwalteten Konten für Kinder. Mitte Juli hat das Unternehmen verwaltete Kinderkonten auch ohne Abo freigegeben. Mit einem verwalteten Konto bekommen Kinder ein eigenes, von den Eltern kontrolliertes Profil mit eigener Musikbibliothek und eigenem Wrapped-Rückblick. Wer Kindermusik dagegen über das eigene Konto abspielt, kann nervtötende Ohrwürmer nun zumindest aus den eigenen Empfehlungen ausschließen. (dahe)
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