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Wednesday, September 16, 2026

«Entweder neutral oder nicht» und «Die Initiative brauchts nicht»

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  • Am 27. September stimmt die Schweiz über die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative ab.
  • In der aktuellen 20-Minuten-Umfrage verlieren beide Vorlagen weiter an Zustimmung.
  • In der Community treffen Befürworter und Gegner mit unterschiedlichen Argumenten aufeinander.
  • Besonders bei der Neutralität und beim staatlichen Einfluss auf die Ernährung gehen die Meinungen auseinander.

Am 27. September stimmt die Schweiz über die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative ab. Laut der neuesten 20-Minuten-Umfrage zeichnet sich bei beiden Vorlagen derzeit ein deutliches Nein ab.

Weitere Infos zur aktuellen Umfrage liest du hier. In diesem Kommentarartikel fassen wir die Stimmen aus der 20-Minuten-Community zusammen.

«Entweder man ist neutral oder nicht»

User SMP300 glaubt, dass viele Nein-Stimmende die Vorlage nicht richtig verstanden hätten: «Die meisten stimmen nur dagegen, weil es sich um die SVP handelt. Sie machen sich aber keine Mühe, den wirklichen Sinn und Zweck der Initiative herauszulesen. Wir bewegen uns immer mehr Richtung EU. Die EU hat jetzt schon zu viel Einfluss auf die Schweiz. Eine flexible Neutralität gibt es nicht. Entweder man ist neutral oder nicht.»

Geissenpeter befürchtet Folgen: «Die Ablehnung der Neutralitätsinitiative wird zwei grosse Gruppen freuen: Die EU und die Nato. Die Berichterstattung nach der Abstimmung im Ausland wird so heftig ausfallen, dass sich alle fragen werden: Wieso? Niemand wird uns als neutral ansehen. Dieses Land demontiert sich direktdemokratisch selbst. Ich frage mich echt, was aus der Schweiz geworden ist.»

«Die Neutralitätsinitiative wird zu einem riesigen Eigentor»

Aison sieht eine Gefahr: «Die Neutralitätsinitiative wird zu einem riesigen Eigentor. Anstatt dass die Neutralität gestärkt wird, was das Anliegen der Initianten ist, wird sie geschwächt werden. Eine Ablehnung könnte im Ausland so gewertet werden, dass die Schweizer die Nase voll haben von der Neutralität.»

Die Umfrage

Hansi75 meint: «Ein Nein zur Neutralitätsinitiative ist kein Nato-Beitritt. Darüber wird nicht abgestimmt. Es werden dadurch auch keine Schweizer Kinder in den Jemen, die Ukraine oder sonst wohin geschickt. Vielleicht zuerst die Vorlage lesen und erst danach den nächsten Weltkrieg erfinden.»

Urs_K spricht sich ebenfalls gegen die Initiative aus: «Einmal mehr wird eine unsinnige, sinnlos steuergeldverschwendende SVP-Initiative zurecht bachab geschickt. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Wir haben bereits eine definierte Neutralität. Als Land, welches von EU-Staaten eingekesselt ist, macht es keinen Sinn, sich vor lauter EU-Phobie von allem abzuwenden, welches den EU-Stempel hat. Eine gewisse Zusammenarbeit ist da nicht nur sinnvoll, sogar dringend vonnöten. Die Partner können wir uns nicht erst im Ernstfall suchen. Dann ist es zu spät.»

Hinweis: Die inhaltliche Auswertung der Kommentare spiegelt die Ansichten der Kommentarschreiber wider. Sie ist nicht repräsentativ. Die grafische Auswertung und Selektion der Kommentare erfolgen mithilfe von Künstlicher Intelligenz, um die grossen Datenmengen zu verarbeiten.

Hinweis: Die inhaltliche Auswertung der Kommentare spiegelt die Ansichten der Kommentarschreiber wider. Sie ist nicht repräsentativ. Die grafische Auswertung und Selektion der Kommentare erfolgen mithilfe von Künstlicher Intelligenz, um die grossen Datenmengen zu verarbeiten.20min

«Ein gefährlicher Eingriff»

Bei der Ernährungsinitiative gehen die Meinungen ebenfalls auseinander. Hansihinterherseher bedauert die geringe Zustimmung zur Vorlage: «Die Ernährungsinitiative ist leider chancenlos. Dabei wissen doch alle, dass wir uns bewegen müssen! Aber wenn man mit «ihr werdet gezwungen, Veganer zu werden» Stimmen sammelt und leider sogar gewinnt kann man den Menschen nicht helfen»

Ganz anders sieht es WilhelmTellAltdorf. Er schreibt: «Diese Initiative trägt den netten Namen ‹sichere Ernährung›, verfolgt aber eine deutlich weitergehende politische Agenda. Ein sofortiges Fleischverbot steht natürlich so nicht im Text. Das macht die Sache aber nicht harmlos. Der Staat soll ausdrücklich Einfluss darauf nehmen, in welche Richtung sich unsere Ernährung und Landwirtschaft entwickeln. Genau darin liegt die Hintertür zur schrittweisen staatlichen Lenkung unserer persönlichen Essvorlieben. Hier geht es um einen gefährlichen Eingriff in die persönliche Freiheit: Der Staat hat nicht darüber zu bestimmen, was Menschen essen sollen.»

Wie stehst du zu den beiden Initiativen, die aktuell an Zustimmung verlieren?

MatGandhi glaubt: «Die Ernährungsinitiative hätte durchaus Chancen gehabt, wenn die Initianten nicht ihre vegane Weltanschauung so stark in den Vordergrund gesetzt und den Weg zum Ziel so starr vorgegeben hätten.»

Deborah Gonzalez

Deborah Gonzalez (dgo) arbeitet seit 2021 bei 20 Minuten. Sie ist Stellvertretende Ressortleiterin Gesellschaft & Community.

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