News kompakt: Neuseeland vor knappem Wahlausgang
In Neuseelands Hauptstadt Wellington zeichnet sich nach Abschluss der Parlamentswahl eine schwierige Regierungsbildung ab. Nach ersten Hochrechnungen erhielt die regierende National Party von Ministerpräsident Christopher Luxon gut 29 Prozent der Stimmen. Die oppositionelle Labour Party unter Führung seines Amtsvorgängers Chris Hipkins liegt etwa gleichauf.
Demnach wären sowohl der konservative Luxon als auch sein sozialdemokratischer Herausforderer Hipkins auf Koalitionspartner angewiesen. Eine Schlüsselrolle dürfte damit kleineren politischen Kräften zukommen. Den neuseeländischen Wahlkampf dominiert hatten hohe Lebenshaltungskosten, Inflation und steigende Benzinpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.
Demonstrationen wegen Preisverleihung an Schah-Sohn
Anlässlich der Vergabe des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung an das iranische Volk wird es an diesem Samstag in Frankfurt am Main eine Großkundgebung und mehrere Gegendemonstrationen geben. Grund ist die Übergabe der Auszeichnung in der westdeutschen Metropole an den Exilpolitiker und Schah-Sohn Reza Pahlavi. Der 66-Jährige soll den Preis treuhänderisch und stellvertretend entgegennehmen.

Die Ankündigung hat eine Kontroverse ausgelöst. Kritiker aus der Community der Exil-Iraner werfen Pahlavi vor, er sei kein gewählter Repräsentant des iranischen Volkes und habe sich nicht eindeutig von der früheren Diktatur seines Vaters im Iran distanziert. Mit dem Freiheitspreis zeichnet die der FDP nahestehende Friedrich-Naumann-Stiftung seit 2006 alle zwei Jahre herausragendes Engagement für die Entwicklung der liberalen Bürgergesellschaft aus.
DW verurteilt belarussisches Vorgehen
Die Behörden von Belarus haben eine Fahndung nach vier Journalistinnen der Deutschen Welle eingeleitet. Es handelt sich um die DW-Mitarbeiterinnen Olga Kapustina, Alexandra Boguslawskaja, Ulyana Babayed und Katsiaryna Kryzhanouskaya. Auch in Russland wird nach ihnen gefahndet. Der deutsche Auslandssender verurteilte das Vorgehen scharf. DW-Intendantin Barbara Massing sagte, der Fahndungsbefehl sei ein "inakzeptabler Versuch, unabhängigen Journalismus zu kriminalisieren und Journalistinnen einzuschüchtern, nur weil sie ihrer Arbeit nachgehen".

Das belarussische Angebot der Deutschen Welle ist seit April 2024 in Belarus verboten. Damals hatte das Innenministerium des autoritär regierten osteuropäischen Landes DW Belarus als "extremistische Organisation" eingestuft. Belarus steht auf der Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" derzeit auf Rang 165 von 180.
Konservative wollen Aigner als Bundespräsidentin nominieren
Die Landtagspräsidentin des Bundeslandes Bayern, Ilse Aigner, soll offenbar für die konservativen Schwesterparteien CDU und CSU als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin in Deutschland antreten. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung auf CDU-Kreise. Die offizielle Bekanntgabe ist demnach für Montag geplant. Die 61-jährige CSU-Politikerin könnte die erste Frau an der Spitze des deutschen Staates werden.

Aigner war unter anderem Bundeslandwirtschaftsministerin und genießt auch über Parteigrenzen hinweg Unterstützung. Zuletzt hatten sich führende Politiker von Sozialdemokraten und Grünen für sie ausgesprochen. Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Weitere Anschlagsdrohungen im europäischen Luftverkehr
Die Serie von Bombendrohungen gegen Flugzeuge in Europa hält an. Am Freitag waren mindestens 16 Flüge betroffen. Vier Maschinen mussten außerplanmäßig in Frankreich landen. In Irland gab es zudem Drohungen auch gegen mehrere Radio- und Fernsehsender sowie Zeitungsredaktionen. Die Gebäude der Medien wurden evakuiert. Sprengsätze wurden nicht gefunden.

Bereits am Donnerstag waren fast 30 Flüge in Europa betroffen. Wer hinter den Drohungen steckt, ist unklar. Die Regierungen in Deutschland und Irland vermuten ein koordiniertes Vorgehen. In einigen Fällen gab es Bekennerschreiben mit Bezug zu einer rechtsextremen Gruppierung aus Russland. Ein Zusammenhang ist bislang nicht belegt.
Missbrauchsvorwüfe gegen Meghan Markles Vater
In den USA ist der Vater der britischen Herzogin Meghan, Thomas Markle, festgenommen worden. Dem 82-Jährigen wird der Besitz von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs vorgeworfen. Laut den Zeitungen "Daily Mail" und "New York Post" führten FBI-Beamte ihn aus einem Seniorenheim in Florida ab.
Die Polizei der Philippinen hatte zuvor mitgeteilt, auf Datenträgern Markles entsprechendes Material gefunden zu haben. Auch in Mexiko laufen Ermittlungen. Thomas Markle weist die Vorwürfe zurück. Seine Tochter Meghan teite mit, sie habe bereits 2018 von ähnlichen Anschuldigungen erfahren und deshalb den Kontakt zwischen ihrem Vater und ihren Kindern verhindert.
AR/pgr/jj (afp, dpa, rtr, kna, epd)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.
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