The Jerusalem PostIRGC labels Trump 'big liar,' says US must admit failure in campaign against IranPunchZuckerberg, Pichai, others to meet Trump as AI safety pressure buildsRTP DesportoJaime Faria falha acesso ao quadro principal do torneio de TóquioBollywood HungamaEXCLUSIVE: Karan Tacker to return as Gaurav Tiwari? Bhay Season 2 likely to go on floors in January 2027NOSBoa's in het ov krijgen toegang tot rijbewijzenregister7sur7Frappé par un cancer du sein, il découvre avoir transmis le gène en cause à son enfant: “Pire que mon propre diagnostic”Het Laatste NieuwsInflatie stijgt in september naar 4,69 procent, gezondheidsindex blijft achter: “Doorsneegezinnen verliezen koopkracht”Hong Kong Free PressHong Kong authorities hail scheme for reducing sodium levels in bread by average of up to 17%Wirtualna PolskaKoniec jesiennej sielanki. Nadciąga gwałtowne załamanie pogodyLa PresseTransports en direct | Rien à signalerChannel News AsiaNepal suspends search after 16 swept away by avalancheynetשליחת "וולט" הותקפה מינית ונותרה לבד: "הם הפנו לי עורף"
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 29, 2026

Nobelpreis-Vorhersage per KI: Wo ChatGPT, Gemini und Claude übereinstimmen

Translate

KI-Systeme werden immer leistungsfähiger - und damit wächst die Frage, was sie tatsächlich vorhersagen können. Also haben wir neun Chatbots gefragt: Wer bekommt 2026 die Nobelpreise? Die höchste wissenschaftliche Auszeichnung bietet neben Ruhm auch je rund eine Million Euro und eine Goldmedaille mit dem Abbild von Alfred Nobel. 

"Sichere Wette" beim Medizin-Nobelpreis

So viel vorweg: Die klassischen Nobelpreise werden in fünf Kategorien verliehen - Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden. In dem Zusammenhang wird auch häufig der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften genannt, der kein ursprünglicher Nobelpreis ist. 

Wir haben neun* KIs vor allem aus den USA aber auch eine aus China, Europa und Afrika gefragt, wem sie dieses Jahr die Nobelpreise verleihen würden und wofür. In einigen Bereichen sind sich die Maschinen ziemlich einig. 

So zum Beispiel beim Nobelpreis für Medizin: Hier entscheiden sich die künstlichen neuronalen Netze mehrheitlich für die Entdeckung und Forschung rund um GLP-1.

Das Kürzel steht für ein körpereigenes Darmhormon, das uns Menschen signalisiert, dass wir satt sind. Daraus hervorgegangen sind Medikamente gegen Diabetes und Adipositas – etwa Semaglutid, bekannt durch die sogenannte Abnehmspritze von Ozempic. 

Indien: Abnehmspritzen vor Hochzeiten boomen

Sechs der befragten KIs nennen übereinstimmend das Thema als preiswürdig. Fünf davon entscheiden sich, den Nobelpreis an drei Personen für ihre Forschung rund um GLP-1 zu vergeben: Daniel J. Drucker von der Universität Toronto, Jens Juul Holst von der Universität Kopenhagen und Svetlana Mojsov von der Rockefeller University in New York. 

Eine KI schreibt: "Das ist der offensichtlichste Preis seit der mRNA-Impfung. Adipositas und Typ-2-Diabetes haben mehr Menschen getötet als die meisten Kriege." Eine weitere meint, die drei Wissenschaftler seien der "sicherste Tipp seit Jahren".

KI mit klaren Favoriten auch in Literatur und Chemie

Nobelpreise können an bis zu drei Personen gehen. In der Literatur wird der Preis dagegen traditionell an eine Einzelperson vergeben.

Hier sehen fünf der acht befragten KIs in der chinesischen Autorin Deng Xiaohua, die unter dem Pseudonym Can Xue schreibt, als die nächste Literaturnobelpreisträgerin. Die 1953 geborene Schriftstellerin wurde bereits in den vergangenen Jahren als Kandidatin gehandelt.

Großbritannien Edinburgh 2019 | Chinesische Autorin Can Xue beim Book Festival
Schon mehrmals Topfavoritin - die KIs sehen für Can Xue gute Chancen auf den Literaturnobelpreis 2026 Bild: Dave Johnston/EEm/picture alliance

In Chemie setzen fünf der KIs auf den Forscher David R. Liu von der Harvard University. Der 53-Jährige hat mit seinem Team Verfahren entwickelt, mit denen einzelne DNA-Buchstaben gezielt umgeschrieben werden können.

Mit sogenanntem Base Editing und Prime Editing könnte perspektivisch das Erbgut von Pflanzen, aber auch von Menschen verändert werden. 

In der Physik fällt das Votum weniger eindeutig aus: Mit vier Stimmen führt allerdings die britische Forscherin Nicola A. Spaldin von der ETH Zürich. Die Materialforscherin arbeitet an den Grundlagen sogenannter Multiferroika. Dabei handelt es sich um Materialien, die beispielsweise sowohl magnetische als auch elektrische Eigenschaften besitzen.

Was sind die Aussagen der KI wert? 

Überhaupt nicht einig waren sich die Maschinen bei der Vorhersage des Friedensnobelpreises. Die Vorschläge reichen von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) über die russische Menschenrechtsorganisation Memorial bis hin zur Klimaaktivistin Greta Thunberg.

USA Santa Monica 2026 | David R. Liu bei der 12. Breakthrough Prize Ceremony
David Liu könnte laut gesammelter künstlicher Intelligenz den Nobelpreis in Chemie erhaltenBild: Jordan Strauss/Invision/AP Photo/picture alliance

Daran zeigt sich aber auch, wo die Grenzen liegen und wie die KIs ihre Informationen bekommen. So haben ICAN und Memorial bereits den Nobelpreis bekommen. Greta Thunberg hingegen wurde mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. 

Das alles zeigt, wie KI nach Erbnissen sucht und wie unzuverlässig sie doch manchmal ist. Denn bei den Antworten orientiert sich die KI häufig an öffentlich verfügbaren Hinweisen - etwa an Zitationszahlen, Fachpreisen, Medienberichten oder Prognoselisten.  

Während es dazu zum Friedensnobelpreis 2026 wenig gibt, sind die Naturwissenschaften sehr präsent. Eine wichtige Quelle ist beispielsweise die Clarivate-Liste, die jährlich viel zitierte Forschende als mögliche Nobelpreiskandidaten nennt. Viele der KI-Favoriten stehen auch dort.

KI macht weiter viele Fehler

Die Chatbots der unterschiedlichen KIs haben sich teilweise auch vertan. So listet ChatGPT beispielsweise auch einen Nobelpreisträger für Mathematik auf – dabei gibt es keinen Nobelpreis für Mathematik.

Die KI Copilot wollte den Preis an einen bereits verstorbenen Kandidaten vergeben. Nach den Nobelstatuten ist das nur in Ausnahmefällen möglich – nämlich dann, wenn ein Preisträger oder eine Preisträgerin nach der Bekanntgabe, aber vor der Verleihung stirbt. 

Schweiz 2024 | Andrea Ablasser, Preisträgerin des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preises 2025
Favorit der KI Mistral bei Medizin: die deutsche Immunologin Andrea AblasserBild: Titouan Veuillet/EPFL/dpa/picture alliance

Angesichts solcher Fehler ist es umso besser, dass die Nobelpreise von echten Menschen vergeben werden. Wer am Ende in den exklusiven Kreis bekannter Preisträgerinnen und Preisträger wie Marie Curie, Mutter Teresa, Albert Einstein, Barack Obama, Robert Koch oder Max Planck aufgenommen wird, wird ab dem 5. Oktober bekannt gegeben. 

Apropos deutsche Preisträger: Nur die französische KI Mistral sieht eine Deutsche unter den Preisträgern 2026. Ihr zufolge bekommt Andrea Ablasser einen Nobelpreis in Medizin. Mit 43 Jahren wäre die Immunologin eine sehr junge Preisträgerin, denn das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren. 

*Die befragten Chatbots waren Africa GPT, ChatGPT, Claude, Copilot, DeepSeek, Gemini, Grok, Meta AI, Mistral

View the original on DW Deutsch →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.