Volkswagen kündigt zum Jahresende fast alle Tarifverträge
Eilmeldung
Schärfere Sparmaßnahmen Volkswagen kündigt Großteil der Tarifverträge
Stand: 30.09.2026 • 15:36 Uhr
Der Autobauer Volkswagen hat zum Jahresende eine Reihe von Tarifverträgen gekündigt. Das sei mit Blick auf den aktuellen Kostendruck nötig, erklärte Volkswagen. Der IG Metall zufolge soll sogar der Manteltarifvertrag betroffen sein.
Im Ringen um schärfere Sparmaßnahmen hat der Autobauer Volkswagen einen Großteil seiner Tarifverträge gekündigt - auch den wichtigen Manteltarifvertrag. Aus Sicht des Unternehmens seien verschiedene Regelungen in diesen Verträgen mit Blick auf den aktuellen Kostendruck anzupassen. Das teilte VW nach einem Gespräch mit Arbeitnehmervertretern in Hannover mit. Ein Sprecher wollte sich zur genauen Zahl der gekündigten Verträge nicht äußern. Der IG Metall zufolge handelt es sich um zehn Verträge.
Hoher Preis- und Wettbewerbsdruck
Das wirtschaftliche Umfeld hat sich nach Angaben des Personalvorstands der Marke Volkswagen, Arne Meiswinkel, für die Autoindustrie und damit auch für Volkswagen gravierend verschärft. Die Marktveränderungen seien "strukturell und tiefgreifend", hieß es. "Unter anderem drängen chinesische Hersteller mit günstigen Exporten nach Europa", so Meiswinkel. Das erhöhe den Preis- und Wettbewerbsdruck enorm. Die Maßnahmen aus dem Zukunftsplan 2030 müssten daher schnell und konsequent umgesetzt werden.
Mit der fristgerechten Kündigung zum 31. Dezember 2026 will das Unternehmen einen Verhandlungsraum öffnen. Der Manteltarifvertrag bündelt zahlreiche grundlegende Regelungen für die mehr als 100.000 Beschäftigten in Deutschland.
Insgesamt besteht der VW-Haustarif aus 13 einzelnen Verträgen. Sie regeln unter anderem Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und Zulagen. Nicht betroffen ist der Zukunftstarifvertrag 2024 und die darin vereinbarte Beschäftigungssicherung bis Ende 2030.
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