Auswertung des Bundes – Lage am Schweizer Wohnungsmarkt bleibt angespannt

- Laut dem Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat sich die Lage weiter verschärft.
- Knapp ist Wohnraum vor allem für Haushalte mit geringer Kaufkraft sowie im Grossraum Zürich, in der Zentralschweiz und in Bergregionen, wie eine Auswertung des BWO zeigt.
- Mit einer Verbesserung wird frühestens im kommenden Jahr gerechnet.
Im Jahr 2025 und im ersten Halbjahr von 2026 habe sich das Angebot auf dem Wohnungsmarkt wieder verknappt, schreibt das BWO in seinem Wohnmonitor. Nach wie vor entstehe zu wenig neuer Wohnraum, um mit dem Wachstum der Haushalte Schritt zu halten.
Das Bevölkerungswachstum habe die Nachfrage nach Wohnraum und die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen in die Höhe getrieben. In der Schweiz sei die Bevölkerung in den Jahren 1990 bis 2025 um knapp 37 Prozent gewachsen. Als weiteren Preistreiber nannte das BWO die über die Jahre gestiegenen Einkommen.
Bauland knapper geworden
Das Wohnungsangebot habe derweil mit der steigenden Nachfrage nicht Schritt halten können, so das BWO weiter. Zum Beispiel seien im vergangenen Jahr rund 18 Prozent der neu erstellten Wohnungen Ersatzneubauten gewesen, was den Nettozuwachs an Wohnraum schmälerte. Und in den vergangenen Jahren sei darüber hinaus auch das Bauland knapper geworden.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das BWO weiterhin mit einem zu geringen Wachstum des Wohnungsbestands, um die Nachfrage zu decken. Zwar hätte die seit 2024 gestiegene Zahl der Baugesuche und Baubewilligungen die Perspektiven verbessert. Ein stärkeres Wachstum des Wohnungsbestands werde aber frühestens ab 2027 erwartet, hiess es.
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