PunchAsian Games: South Korea captain apologises over military exemption remarkThe Jerusalem PostThe US and Israel must come to Saudi Arabia’s aid - opinionDaily MaverickGOING PLACES: On a borrowed bike, Siya Ntsele shows what grit and talent can achieveInquirerTyphoon Choi-wan’s trough to bring scattered rains to Visayas, MindanaoESPNAlabama looks like, well, Alabama; Jeremiah Smith is undeniableCNN TürkYunanistan elçisini BM'de terleten soru한겨레‘31살 신인’ 왕정훈, 현대해상 최경주 인비테이셔널서 KPGA 투어 첫 승Straits Times SportTeam Singapore have to ‘keep pressing on’ against mounting Asian competition20 Minuten20 Verletzte – News-Scout erlebt Camping-Inferno hautnah mitMalay MailFrom 3pm to 4.33pm: Bahrain Grand Prix finally gets new start time after Sepang downpourSouth China Morning PostChina’s hospital ships project a different kind of naval power in AfricaZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-Nachrichtenstudio
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, October 4, 2026

Sehr spezielle Rückrufaktionen : Verliebte Spinnen, Schmierseife und Phantomautos

Translate

Sehr spezielle Rückrufaktionen Verliebte Spinnen, Schmierseife und Phantomautos

04.10.2026, 08:24 Uhr

2011MAZDA6_03Hi
Die Gelbe Sackspinne mochte Mazdas Tankstutzen. (Foto: Mazda US)

Über Rückrufaktionen können normalerweise weder Autohersteller noch ihre Kundschaft lachen. In einigen Fällen aber vielleicht doch. Sieben besondere Auslöser - von der Spinne bis zum Linkslenker-Rechtslenker-Problem.

Vielen VW-, Audi-, Seat- und Skoda-Kunden ist aktuell wahrscheinlich eher nicht zum Lachen zumute. Mindestens eine Million Fahrzeuge, darunter Golf und Tiguan, rufen die Konzernmarken allein in Deutschland wegen möglicher Lenkausfälle zum Service, weltweit sind es vier Millionen. Ersatzteile sind knapp, Werkstatttermine auch. Und viele Gebrauchtwagen auf den Höfen der Händler nur schwer verkäuflich.

Doch nicht immer sind Rückrufaktionen derart katastrophal. Manchmal können sie sogar ein bisschen lustig sein. Sieben besondere, skurrile, merkwürdige Auslöser für den Werkstattbesuch.

Angriff der Gelben Sackspinne auf den Mazda6

Zu den ungewöhnlichsten Fällen in der Geschichte der Pkw-Rückrufe zählte der Angriff der Gelben Sackspinne auf den Mazda6. Die Japaner mussten 2011 und 2014 in den USA ihr Mittelklassemodell zurückrufen, weil die Krabbeltierchen ihre Netze mit Vorliebe in der Tankentlüftung webten. Dadurch verstopfte das Ventil, der Tank konnte in der Folge Risse bekommen und schlimmstenfalls bersten.

Was genau die Spinnen am Mazda6 so anziehend fand, ist bis heute ein Rätsel. Bekannt ist, dass die Tiere den Geruch von Kohlenwasserstoffen - also auch Benzin - gerne mögen. Bei anderen Herstellern sind ähnliche Probleme allerdings nicht bekannt. Während des ersten Rückrufs vermutete ein Mazda-Ingenieur, dass die Spinnen den Motorsound des 2,5-Liter-Vierzylinders goutierten. Allerdings war diese Motorbauart auch bei der Konkurrenz relativ gängig.

Sehr potente Sitzheizung beim Jeep Cherokee

Zu den Klassikern der Rückruf-Geschichte zählt auch der Jeep Cherokee, der Anfang des Jahrtausends nicht nur mit einem leistungsfähigen Allradantrieb, sondern auch mit einer besonders potenten Sitzheizung auffiel. Ein Fehler in der Temperaturregelung führte bei Modellen von 2002 und 2003 zu extremer Hitzeentwicklung auf den lederbezogenen Vordersitzen. Das war nicht nur unangenehm für den Po der Insassen, sondern hätte im Extremfall sogar zu einem Fahrzeugbrand führen können.

Schmierseife beim Tesla Cybertruck

Einen eher glitschigen Produktionsfehler leistete sich Tesla 2024 beim Cybertruck. Bei knapp 3900 Exemplaren konnte sich die Auflage des Fahrpedals lösen und zwischen Pedal und Innenraumverkleidung verklemmen. Im ungünstigsten Fall blieb das Gaspedal dadurch dauerhaft gedrückt. Ursache war ausgerechnet Seife: Bei der Montage hatte man sie als Schmiermittel verwendet, um die Pedalauflage leichter aufziehen zu können. Tesla stoppte die Auslieferung zeitweise.

Problematische Farbe beim Genesis G90

Nicht weniger kurios ist ein Rückruf des Genesis G90. Bei einigen Exemplaren der Luxuslimousine genügte die falsche Außenfarbe, um die Assistenzsysteme aus dem Tritt zu bringen. Betroffen waren 2025 in den USA Fahrzeuge in "Savile Silver". Der Aluminiumanteil im Lack konnte die Signale der seitlichen Radarsensoren reflektieren. Die Elektronik interpretierte diese Echos unter Umständen als entgegenkommendes Fahrzeug und konnte daraufhin unnötig bremsen. Andere Farben bereiteten keine Probleme - selten war die Wahl des Autolacks für die Verkehrssicherheit so unmittelbar relevant.

Bentley mit gefährlichem Rostproblem

Dass auch Luxus-Hersteller vor Problemen nicht gefeit sind, musste 2010 die VW-Tochter Bentley erkennen. Peinlich genug, dass es beim damaligen Marken-Flaggschiff Arnage sowie seinen Coupé- und Cabrio-Ablegern Brooklands und Azure ausgerechnet an der prominent platzierten Kühlergrillfigur zu Korrosion kommen konnte. Noch schlimmer, dass dadurch auch der Einklapp-Mechanismus beschädigt wurde, der das hervorstehende "Flying B" bei einem Fußgängerunfall entschärfen soll. Was folgte, war ein Rückruf von knapp 600 Autos allein in den USA.

Türen mit Tücken bei Lamborghini

Lamborghini musste lernen, dass spektakuläre Türen ihre ganz eigenen Tücken haben. Beim Supersportwagen Revuelto konnten sich 2025 Befestigungsbolzen der Gasfedern lösen, die die nach oben schwingenden Türen offenhalten. Im schlimmsten Fall sank eine geöffnete Tür unter ihrem eigenen Gewicht wieder ab und ließ sich von innen nur schwer öffnen. Betroffen waren gut 100 Fahrzeuge. Bei einem Auto, dessen Scherentüren eigentlich für einen großen Auftritt sorgen sollen, geriet damit ausgerechnet das Aussteigen zum Problemfall.

Linkslenker-Rechtslenker-Problem bei Citroen

Aber auch am anderen Ende der Preisskala wird mal am falschen Ende gespart. So etwa 2011 bei Citroen. Weil die Franzosen bei der Umrüstung ihrer Linkslenker-Autos für den britischen Markt nicht aufgepasst haben, mussten damals 20.000 Fahrzeuge in die Werkstatt. Zwar wurden dort die Pedale korrekt vom linken in den rechten Fußraum verlegt, die Mechanik und Elektronik blieben aber offenbar an Ort und Stelle und wurden nur von einem dünnen Stück Filz verdeckt. Traf der Fuß des Beifahrers diese Schwachstelle, konnte die Bremse ausgelöst werden.

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.