Notfall im Luftverkehr: Entwarnung nach Alarm an Flughafen Nürnberg

Wegen einer möglicher Notlage eines aus Griechenland kommenden Flugzeugs stiegen Eurofighter auf. Die Polizei sperrt den Nürnberger Flughafen. Nun wurde Entwarnung gegeben.
Foto: Tizian Gerbing/dpa
dpa | Nach der Sperrung des Nürnberger Flughafens wegen eines möglichen Luftnotfalles hat die Polizei Entwarnung gegeben. „Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht“, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen zur Ursache für den Alarm laufen. Details nannten die Ermittler zunächst nicht.
„Die Passagiere sind noch drin“, sagte ein Polizeisprecher kurz nach der Entwarnung. „In dem Flugzeug ist alles in Ordnung. Den Passagieren geht es gut, den Piloten geht es gut.“
Der Airport in Bayerns zweitgrößter Stadt war gesperrt worden, nachdem eine mögliche Luftnotlage aus einem von der griechischen Insel Korfu kommenden Linienflieger gemeldet worden war. Ein Flughafensprecher sagte, der Flieger sei sicher gelandet. Nach dpa-Informationen hatte es zuvor einen Notfallcode gegeben. Eurofighter waren laut Flughafensprecher im Einsatz, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht.
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung hatten die Kampfjets des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 im bayerischen Neuburg an der Donau das Flugzeug im deutschen Luftraum begleitet. Dort stehen rund um die Uhr täglich zwei Eurofighter als sogenannte Alarmrotte bereit.
Die Passagiere des Flugzeugs befanden sich nach Polizeiangaben nach der Landung zunächst weiter in dem Flieger. „Wir überprüfen, ob an und in dem Flieger alles in Ordnung ist“, erklärte ein Polizeisprecher zum Vorgehen der Einsatzkräfte. Details zu den Einsatzzahlen wollte er nicht nennen, es seien aber Spezialkräfte beteiligt gewesen.
Zuvor Beeinträchtigung wegen möglicher Drohnensichtung
Am frühen Morgen hatte es bereits eine mögliche Drohnensichtung am Flughafen Nürnberg gegeben. Drei Piloten hatten unabhängig voneinander beim Start- oder Landevorgang ein Objekt gemeldet, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte, wie die Polizei mitteilte.
Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete in Abstimmung mit dem Albrecht-Dürer-Airport und der Deutschen Flugsicherung umgehend Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz; allerdings konnte keine Drohne gefunden werden.
Während des ersten Einsatzes kam es zeitweise zu Beeinträchtigungen des Flugbetriebs. Nach Angaben eines Flughafensprechers waren sechs Flüge verspätet – zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zudem mussten zwei ankommende Maschinen vorsorglich nach Köln und Prag ausweichen, konnten ihren Flug nach Nürnberg danach jedoch fortsetzen. Ob die beiden Vorfälle in Zusammenhang stehen, blieb zunächst unklar.
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