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Saturday, September 19, 2026

Italienischer Superstar von 1966: Fiat 124 - der vergessene Volksheld

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Italienischer Superstar von 1966Fiat 124 - der vergessene Volksheld

19.09.2026, 07:13 Uhr

Mit dem Grizzly kehrt Fiat heute in größere Klassen zurück. Dorthin, wo Italiens älteste Autofirma ab 1966 Geschichte schrieb mit einem Volksauto, das fast weltweit erfolgreich war: Der Fiat 124 wurde unter vielen Marken gebaut - in größerer Auflage als der VW Käfer. Dennoch zählt dieser Fiat zu den vergessenen Helden.

Ein italienischer Superstar feiert Geburtstag - und kaum jemand kennt ihn noch. Der Fiat 124 wurde vor 60 Jahren als Inkarnation der praktischen, preiswerten und dennoch verführerisch attraktiven "bella macchina" vorgestellt. Über 23 Millionen Menschen motorisierte dieses fast ein halbes Jahrhundert lang gebaute Kompaktklassemodell - damit übertraf der Fiat 124 sogar den VW Käfer.

Wie schon der Wolfsburger Käfer war der in kantige Konturen gekleidete Italiener ein früher Welteroberer, allerdings wurde er dazu unter vielen Marken produziert. Zunächst rollte der Fiat 124 in Turin als 4,03 Meter kurze und kantige viertürige Limousine vom Band, aber schon bald folgten die Varianten Kombi und Coupé und ein von Pininfarina kreierter Spider. Ein Portfolio, mit dem Fiat schon 1967 zu ungeahnter Größe aufstieg, zuerst VW als europäischen Neuzulassungschampion überholte und sich dann global hinter den Detroiter Giganten General Motors (GM), Ford und Chrysler als viertgrößter Autobauer positionierte.

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Sehnsucht nach südlicher Sonne: Als Sport Spider avancierte der Fiat 124 vor 60 Jahren zum schönsten Rivalen des Alfa Romeo Spider. (Foto: Fiat)

1970 Geburtsstunde des Lada/Shiguli in Sowjetunion

Die eigentliche Sensation gelang dem unter Chefingenieur Dante Giacosa entwickelten Fiat aber 1970: Damals lief der Typ 124 erstmals in der Sowjetunion vom Band, die Geburtsstunde des Volksautos Lada/Shiguli, von dem in 44 Jahren über 17,3 Millionen Einheiten entstanden. In Spanien machten der in Lizenz gebaute 124 sowie das Schwestermodell 1430 die Marke Seat zum Vollsortimenter, in Korea zählte der Fiat 124 unter der Marke Kia-Asia zu den ersten Autos aus nationaler Fertigung, in Indien erlangte er als Premier 124 Kultstatus und die Türkei kennt ihn unter dem Namen Tofas. Und in Deutschland wurde der Fiat als "Neckar" in Heilbronn gebaut.

Ein Fiat made in Germany? Ja, das gab es seit 1929, denn damals erwarb die Deutsche Fiat AG die Heilbronner NSU Automobil AG und baute fortan im Werk Heilbronn teils eigenständige NSU/Fiat- und Neckar-Modelle. Im Januar 1967 ergänzte der Fiat 124 mit Schiebedach das Neckar-Produktprogramm, was den Absatz des damals gerade von Fachmedien zum "Auto des Jahres" gewählten Fiat-Modells beschleunigte. Die Italiener zeigten, welches Miracolo Economico bezahlbare Fahrspaßmodelle in einem Krisenjahr ermöglichten, denn 1967 ging das deutsche Wirtschaftswunder mit einer Absatzflaute zu Ende.

Popstar und preiswerter Familienflitzer

Während die Beatles damals mit "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" eines der weltweit meistverkauften Musikalben aller Zeiten veröffentlichten und Adriano Celentano mit "Una Festa Sui Prati" einen der erfolgreichsten Sommerhits veröffentlichte, platzierte Fiat mit dem anfangs nur 44 kW/60 PS starken, aber 855 Kilogramm leichten Typ 124 einen automobilen Popstar, der allen Rezessionen trotzte.

Mehr als 37.000 Einheiten seines preiswerten Familienflitzers konnte Fiat 1967 zwischen Flensburg und München absetzen - mehr als Audi oder NSU von ihrem kompletten Modellprogramm - und fast so viele wie VW von der 40 kW/54 PS leistenden Mittelklasse 1600 Typ 3 verkaufte.

Hinzu kam der bis 1985 bei Pininfarina gebaute Fiat Sport Spider als preiswerte Alternative zum Alfa Spider. Dagegen empfahl sich das schnelle 124 Sport Coupé ab 1967 als gerade noch erschwingliches Traumcoupé für junge Familien, die nicht auf die anfangs weniger agilen und erst 1969/70 gestarteten europäischen Ponycars Ford Capri oder Opel Manta warten oder aber gut 20 Prozent an Kosten gegenüber dem Alfa Giulia GT ("Bertone"-Coupé) sparen wollten.

Der auf pannenfreie und langlebige Technik - dazu trug der hochmoderne, fünffach gelagerte 1,2-Liter-Vierzylinder entscheidend bei - getrimmte 124 festigte aber vor allem Fiats Ruf als Hersteller feiner Sportlimousinen und -kombis.

Der 124 Familiare war der schnellste fünftürige Kombi im 1,2-Liter-Hubraum-Segment, und scharfe Special-Versionen mit bis zu 70 kW/95 PS Leistung, erkennbar an auffälligen Doppelscheinwerfern, verscheuchten sogar Alfa Giulia oder BMW 02 von der linken Autobahnspur.

Karriere als als in Lizenz gebautes Weltauto geplant

Wer das Designkonzept des Fiat 124 in etwas größerem Format bevorzugte, konnte ab 1967 den um 19 Zentimeter gestreckten Fiat 125 bestellen. Als weitere Möglichkeit empfahl sich ab 1970 der feine viertürige A111 von der Fiat-Tochtermarke Autobianchi, die auf Frontantrieb und Quermotor setzte. Ein Antriebslayout, das ursprünglich auch für den Fiat 124 erwogen wurde, dann aber zugunsten des konventionellen und robusten Konzepts aus Frontmotor und Hinterradantrieb aufgegeben wurde. Schließlich sollte der Fiat 124 als in Lizenz gebautes Weltauto Karriere machen. Eine Mission, die den von der Fachwelt hochgelobten Fiat 124 auf Rekordstückzahlen brachte - aber den Ruf des Turiner Traditionsherstellers fast ruinierte.

Zunächst aber sah am 15. August 1966 alles danach aus, als wäre Fiat der größte Verkaufscoup der Automobilgeschichte gelungen. Die Sowjetunion einigte sich in Moskau mit den Italienern über eine Lizenzfertigung des Fiat 124. Als geringfügig modifizierter Lada/Shiguli aus einem neuen Werk in Togliatti an der Wolga - die südrussische Stadt Stawropol ehrte dazu mit dem Namen den italienischen Kommunisten Palmiro Togliatti - entwickelte sich der Fiat 124 ab 1970 zum Volksauto des flächenmäßig größten Landes der Erde.

Lada als Discountmarke

Aber auch in Osteuropa und in Finnland erzielten die Lada/Shiguli-Typen große Popularität. In Westeuropa, speziell in Benelux, Großbritannien und in der Bundesrepublik, fungierte Lada als Discountmarke, eine Rolle, die im 21. Jahrhundert Dacia übernahm. Wer über die etwas lieblose Detailverarbeitung der Lada-Typen hinwegsah, erhielt einen robusten Langstreckenläufer: Die Lebenserwartung eines Lada bis zur ersten großen Instandsetzung sollte mindestens zehn Fahrten Moskau-Wladiwostok und retour entsprechen, also 200.000 Kilometer.

Zur Einordnung: Für Fiat-Pkw wiesen Handbücher damals nur rund 60.000 Kilometer bis zu einer Revision aus. Tatsächlich erzielten Lada-Modelle mit verstärkten Blechen bei Hauptuntersuchungen zeitweise geringere Mängelquoten als der Fiat 124, der ab 1970 rekordverdächtig rasch vom Rost gekillt wurde. Die sowjetischen Lizenznehmer bezahlten Fiat mit recyceltem, kupferhaltigem Karosseriestahl - und Fiat musste den Ruf eines Schnellrosters mühevoll abschütteln. Der 1974 vorgestellte Fiat 131 Mirafiori erhielt deshalb als designierter Nachfolger des Modells 124 eine damals ungewöhnliche, zweijährige Garantie gegen Durchrostungsschäden.

Was den Lada, aber auch den in Korea, Ägypten, Südafrika, Malaysia oder in der Türkei gebauten Lizenz-Fiat fehlte, war das Temperament des Originals. Dieses bot aber ein spanisches Duo: Die Modelle Seat 124 und Seat 1430 erzielten das Image von Alfa Giulia oder Lancia Fulvia und wurden deshalb nach dem Produktionsende des Fiat 124 in Turin sogar nach Italien exportiert.

Erfolgskapitel 124 Spider

Ein Erfolgskapitel für sich ist die Karriere des bis 1985 gebauten 124 Spider. Dieser Sonnenkönig erlebte 2016 sogar ein kurzlebiges Revival, nun als Klon des Mazda MX-5. Italo-Fans feiern allerdings bis heute nur den echten Fiat 124, als Limousine ist er eine fast vergessene Legende und längst seltener als mancher Ferrari.

Chronik

1966: Nachdem Fiat wenige Jahre zuvor unter der Leitung des genialen Chefkonstrukteurs Dante Giacosa die Entwicklung einer modernen Fahrzeugfamilie startete, die die Nachfolge der Modellreihen Fiat 1100 und 1300 antreten soll, debütiert auf dem Genfer Salon als erste Variante die 855 Kilogramm leichte (Trockengewicht), 4,04 Meter kurze, viertürige und fünfsitzige Limousine Fiat 124. Der Fiat 124 ist in kantigen Trapezformen designt und basiert auf einem konservativen Antriebslayout mit Hinterradantrieb. Anfangs dachte Fiat an fortschrittlichen Vorderradantrieb, überließ dieses Konzept dann aber der Konzerntochter Autobianchi, die von 1969 bis 1972 den viertürigen Autobianchi A111 als Alternative zum Fiat 124 auflegt, dies mit modernem Quermotor und Vorderradantrieb.

Der Fiat 124 wird von einem 44 kW/60 PS leistenden Vierzylinder mit 1.197 Kubikzentimeter Hubraum und einer seitlichen Nockenwelle und über Stößel und Kipphebel betätigten Ventilen angetrieben. Chefingenieur Lampredi legt Wert auf fünf Hauptlager, auf denen die Kurbelwelle ruht, damit die Antriebseinheit größtmögliche Robustheit und Langlebigkeit erzielt. Auf dem Turiner Salon debütiert im November 1966 die Kombiversion des 124 namens Familiare und der Fiat 124 Sport Spider. Das Design des Spider wurde bei Pininfarina entwickelt. Am 27. Juli beschließt die sowjetische Regierung den Bau eines Automobilwerks mit einem Ausstoß von 600.000 Pkw jährlich an der Wolga im Samara-Gebiet, die Geburtsstunde von AwtoVaz/Lada und dem für 1970 vorgesehenen Modell Shiguli/Lada 2101 als Lizenz des Fiat 124. Am 15. August 1966 schließt die Sowjetunion in Moskau mit Fiat das notwendige Lizenz- und Kooperationsabkommen mit Fiat über das Modell 124, das in der Sowjetunion mit verstärkter Hinterachse vom Band rollen soll. Europäische Autojournalisten küren den Fiat 124 zum "Auto des Jahres" 1967

1967: In Heilbronn startet die Produktion des Neckar-Fiat 124 mit Schiebedach für den deutschen Markt. Auf dem Genfer Salon debütiert das Fiat 124 Sport Coupé mit einem Design aus dem Centro Stile Fiat. Im Mai erfolgt die Einführung des Fiat 125, der vom Fiat 124 abgeleitet ist, aber auch Komponenten der 1300/1500-Modelle übernimmt. Im April werden versuchsweise Vorserienexemplare des Shiguli/Lada 2001 montiert, Lizenz Fiat 124. In Bulgarien beginnt die Lizenzfertigung des Pirin-Fiat 124, sie läuft bis 1971. In Malaysia startet die Montage des Fiat 124 in Tampoi/Johor; die Autos werden über Sharikat-Fiat vermarktet, ab 1969 auch als Fiat 124 Special und ab 1971 als 124 Special T

1968: Exportstart des 124 Sport Spider in die USA. Anlässlich des Turiner Salons debütiert die neue Spitzenversion Fiat 124 Special mit gesteigerter Leistung und modifizierter Hinterachse und markantem Kühlergrill inklusive Doppelscheinwerfern. Letztere kommt auch den Modellen 124 Sport Coupé und Sport Spider zugute. Ebenfalls im Oktober feiert der 125 Special Premiere. Schon im Sommer erfolgt bei Barcelona der Produktionsstart des Seat 124 in Fiat-Lizenz. Bis 1977 werden rund 900.000 Einheiten der Seat-Mittelklasse gefertigt

1969: In Spanien erfolgt Vorstellung des Seat 1430, eine leistungsstarke Limousine auf Basis des Fiat/Seat 124. Produktionszeit bis 1972. Auf dem Turiner Salon werden die Fiat-Modelle Sport Spider und Sport Coupé mit 1,6-Liter-Motor aus dem 125 Special präsentiert

1970: "Raid dei due Capi", drei Fiat 124 Special absolvieren die 40.000-Kilometer-Fahrt Kap der guten Hoffnung-Nordkap. Im November, anlässlich des Turiner Salons erhält der Fiat 124 seine erste große Modellpflege mit modifizierter Front- und Heckgestaltung. Vorstellung der neuen Spitzenversion 124 Special T ("T" wie Twin Cam) mit 59 kW/80 PS für eine Vamx von 160 km/h. Neu ist auch der modellgepflegte Fiat 125 sowie der 125 Special als Spitzenversion. Zuvor erfolgt die Werkseröffnung (Togliatti) für den Lada/Shiguli in der damaligen Sowjetunion. Produktionsstart für den Lada/Shiguli 2101, als erstes echtes russische Volksauto. Die Lebensdauer bis zur ersten Generalüberholung des Lada/Shiguli soll der Strecke entsprechen, die zehn Fahrten Moskau-Wladiwostok-Moskau vergleichbar ist, also etwa 200.000 Kilometer. Ziel ist eine Jahresproduktion 750.000 Lada/Shiguli. Die Blechstärke der Lada-Karosserie wird im Vergleich zum Fiat erhöht, das Fahrwerk mit mehr Bodenfreiheit ausgestattet, die Heizungsleistung verbessert und der Zylinderkopf auf qualtitativ schlechteres Benzin ausgelegt. Bei Asia-Motors (von KIA übernommen) in Korea geht der Asia-Fiat 124 in Produktion, die Fertigung läuft bis 1975. Auch in Irland und Südafrika werden Fiat 124 gebaut. Der Polski Fiat 125p, ein Fiat-Lizenzbau, wird im Autowerk Zeran bei Warschau produziert, vorläufig mit technischen Komponenten aus dem Fiat 1500

1971: Einstellung des Pirin-Fiat 124 in Bulgarien. Beim Unternehmen Tofas in Bursa/Türkei erfolgt der Produktionsanlauf des Murat 124

1972: In der Sowjetunion hat sich mit Start des Lada/Shiguli die nationale jährliche Fahrzeugproduktion versechsfacht von 200.000 Einheiten auf 1,2 Millionen Einheiten. Letztmalige optische und technische Überarbeitung der gesamten Fiat-124-Palette. Motoren mit mehr Leistung, als Spitzentyp fungiert nun der 124 Special T 1600 mit 95 PS. Neu sind außerdem zum Modelljahr 1973 1,8-Liter-Motoren für das 124 Sport Coupé und den Spider. Produktionseinstellung des Fiat 125 zugunsten des Nachfolgers Fiat 132. Im März debütiert der Fiat 124 Abarth Rally mit 128 PS Leistung in Stradale-Version. Die Wettbewerbsversion bringt es auf bis zu 220 PS. Optisch differenziert sich der zur Homologation in rund 1.000 Einheiten gebaute Abarth Stradale durch mattschwarze Hauben, ein entsprechend gestaltetes Hardtop und Kotflügelverbreiterungen. Zu den Motorsporterfolgen des 124 Abarth Rally zählen Siege bei der Akropolis Rallye, der Österreichischen Alpenfahrt, der ADAC-Hessenrallye und der Rallye Elba. Das Sicherheits-Konzeptfahrzeug Fiat ESV 2500 basiert technisch auf einem Fiat 124

1974: Zum Modelljahr 1975 wird der Vertrieb des 124 Spider im September in Europa eingestellt. Der offene Fiat 124 wird bis 1979 offiziell nur in Nordamerika vertrieben unter der Bezeichnung Spider America

1975: Im Januar läuft die Produktion des Fiat 124 aus. Nachfolger ist der schon im Vorjahr eingeführte Fiat 131 Mirafiori. Facelift für den Seat 124 und Weiterentwicklung zum Seat 124 D mit Designmodifikationen durch Giorgio Giugario. Als Fiat 124 D Pamplona wird dieser Seat nun auch in Italien verkauft. Lada-Fahrzeuge der Serien 2101/2103 und 2102 werden auch in beiden deutschen Staaten angeboten, in der Bundesrepublik anfangs als Lada 1200/1500 und als Lada Kombi. Es folgen Lada 21011 (Lada 1300) und das Spitzenmodell Lada 2106 (Lada 1600) und im Jahr 1979 der Lada 2105/2104 (Lada Nova/Nova Kombi), der offiziell bis 1999 nach Deutschland exportiert wird

1977: Einstellung des bei Tofas in der Türkei gefertigten Murat 124

1981: Premier Automobiles in Indien erwirbt die ausrangierten Fertigungsanlagen des Seat 124 und Lizenzrechte für die Produktion des Fiat 124/Seat 124. Zum 50. Unternehmensjubiläum lanciert Pininfarina einen Fiat Spider 2000 Pininfarina 50th Anniversary Edition. Pininfarina bereitet die Fertigung des 124 Spider unter eigenem Markennamen vor

1984: In der Türkei läuft bei Tofas der Murat 124 Serce an, der bis 1994 gebaut wird

1985: Produktionsende des Spider am 13. Juli nach 198.020 Einheiten, von denen 170.000 Spider in Nordamerika verkauft wurden. Offizieller Produktionsstart des Premier 118 NE (Lizenz Fiat) mit Nissan-Motor in Indien

1996: Premier in Indien baut sein Fiat-124-Derivat auch mit Dieselmotor als Premier 137D

2002: Lada-Egypt baut in Ägypten bis 2012 Lada-Modelle auf Basis des Fiat 124 in Lizenz

2010: Der Lada 2107 ist erneut meistgekauftes Auto in Russland

2011: Lada kündigt die Produktionseinstellung des Typs 2107 in Russland an, allerdings läuft die Fertigung des Fiat-124-Ablegers in anderen Ländern weiter

2012: Im September läuft die Fertigung des Lada 2107 in Russland aus

2014: Nun endet die Lizenzfertigung des Fiat 124 auch in Ägypten

2015: Im November feiert auf der Los Angeles Auto Show ein neuer Fiat 124 Spider seine Weltpremiere, das Fahrzeug ist allerdings eng verwandt mit dem Mazda MX-5 und wird bei Mazda in Japan gebaut

2016: 50 Jahre nach dem ersten Fiat 124 Spider startet die mit Mazda realisierte Neuauflage auf dem deutschen Markt. Im Frühjahr ergänzt eine Abarth-Variante das Spider-Portfolio

2019: Ende des Jahres erfolgt der Abverkauf des glücklosen zweiten 124 Spider in Deutschland. Insgesamt wurden hier rund 7.600 Spider neu zugelassen

2020: Der mit Mazda realisierte Fiat 124 Spider läuft auch auf anderen Märkten aus

2026: Fiat und die Oldtimerclubs feiern das 60-Jahre-Jubiläum des Erfolgsmodells Fiat 124 mit verschiedenen Aktionen und bei Oldtimermessen. Mit dem neuen SUV Grizzly lanciert Fiat ein Modell, das als moderner Nachfolger des Fiat 124 verstanden werden kann

Produktionszahlen Fiat 124

Insgesamt über 23 Millionen Einheiten, davon

17.332.954 Lada WAS-2101 bis WAS-2107 bzw. WAS-21011 (Jahre 1970-2014; davon 4,7 Millionen Lada/Shiguli WAS-2101 mit 1,2-Liter-Motor und 4,3 Millionen Lada WAS-2106 mit 1,6-Liter-Motor).

Wichtige Motorisierungen

Fiat 124 (1966-1973) mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner (44 kW/60 PS)

Fiat 124 (1973-1975) mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner (48 kW/65 PS)

Fiat 124 Special bzw. Special T (1968-1973 bzw. 1971-1973) mit 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (51 kW/70 PS bzw. 59 kW/80 PS)

Fiat 124 Special (1973-1975) mit 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (55 kW/75 PS)

Fiat 124 Special T (1973-1975) mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (70 kW/95 PS)

Fiat 124 Sport Coupé (1967-1969) bzw. 124 Sport Spider (1966-1969) mit 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (66 kW/90 PS)

Fiat 124 Sport Coupé bzw. 124 Sport Spider (1969-1975) mit 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (81 kW/110 PS)

Fiat 124 Sport Coupé bzw. 124 Sport Spider (1972-1975) mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner (86 kW/118 PS)

Fiat 124 Sport Spider (1976-1979) mit 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner (65 kW/88 PS)

Fiat 124 Sport Spider Abarth (1973-1975) mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner (94 kW/128 PS)

Fiat 124 Spider (1979-1981) mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner (63 kW/86 PS bzw. 75 kW/102 PS bzw. 77 kW/105 PS bzw. 90 kW/122 PS)

Pininfarina Spidereuropa (1981 bis 1985) mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner (77 kW/105 PS);

Pininfarina Spidereuropa Volumex (1984 bis 1985) mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Rootes-Kompressor (99 kW/135 PS).

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