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Friday, October 23, 2026

Übung mit scharfen Granaten: Tödlicher Buschbrand war Folge von kanadischem Militärmanöver

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Übung mit scharfen GranatenTödlicher Buschbrand war Folge von kanadischem Militärmanöver

23.10.2026, 07:28 Uhr

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General Wade Rutland beschrieb das Feuer als ein ungewöhnliches und schnelles Ereignis. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Eine Feuerwand breitet sich binnen Sekunden über einen kanadischen Militärstützpunkt aus und schließt zahlreiche Soldaten ein. Mehrere Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. Nun ist klar, wie der verheerende Brand ausgelöst wurde.

Der verheerende Buschbrand auf einem kanadischen Militärstützpunkt, bei dem am Samstag mindestens vier Menschen getötet wurden, ist nach Angaben des Militärs durch eine Übung mit scharfen Granaten ausgelöst worden. "Das Feuer brach auf dem Schießplatz für automatische Granatwerfer aus", sagte Brigadegeneralin Vanessa Hanrahan. Es sei als Folge eines routinemäßigen militärischen Trainings entstanden, das zu diesem Zeitpunkt dort stattgefunden habe. Derzeit würden noch 27 Verletzte in Krankenhäusern behandelt, mehrere von ihnen befänden sich in einem kritischen Zustand. Zuvor waren offiziellen Angaben zufolge 39 Verletzte gemeldet worden.

Das Feuer war am Samstagnachmittag auf dem Stützpunkt Wainwright ausgebrochen und durch starken Wind zu einer Feuerwand angefacht worden. Das Feuer habe sich rasend schnell ausgebreitet und einen Kilometer in 30 bis 60 Sekunden zurückgelegt. Der Wind hatte die Flammen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 96 Kilometern pro Stunde vorangetrieben und Angehörige der kanadischen Streitkräfte eingekesselt. Die betroffenen Soldaten bereiteten sich auf einen Einsatz in Lettland vor, der derzeit größten internationalen Militäroperation Kanadas. Generalmajor Wade Rutland beschrieb das Feuer als ein ungewöhnliches und schnelles Ereignis. "Ich habe so etwas noch nie gesehen", sagte der Kommandeur der ersten kanadischen Division.

Der Stützpunkt Wainwright ist einer der größten der kanadischen Streitkräfte. Dort finden regelmäßig Übungen mit Armeeangehörigen aus Nato-Staaten statt. Der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Giuseppe Cavo Dragone, sprach den Hinterbliebenen der Toten im Onlinedienst X sein Beileid aus.

Premierminister Mark Carney hatte den Brand als eine der schlimmsten Tragödien in Friedenszeiten bezeichnet, die die kanadischen Streitkräfte jemals auf heimischem Boden erlebt haben.

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