Nach „Diablo 5“-Ankündigung: Frust in der „Diablo 4“-Community
Wie geht es nach der Ankündigung von „Diablo 5“ mit „Diablo 4“ weiter? Blizzard plant zumindest keine großen Erweiterungen für das Action-RPG, berichtet das US-Spielemagazin PC Gamer nach einem Gespräch mit Game Director Brent Gibson. Das Studio hatte kurz zuvor auf der BlizzCon 2026 den Nachfolger „Diablo 5“ für das Frühjahr 2029 angekündigt.
Man konzentriere sich auf die Saisons von „Diablo 4“ und auf den Weg zu „Diablo 5“, erklärte Gibson im Gespräch mit PC Gamer. Die Geschichte des Hasses sei mit der zweiten Erweiterung „Lord of Hatred“ auserzählt, nun folge die Geschichte des Schreckens. Die Handlung von „Diablo 4“ soll bis dahin über die Saisons weitergeführt werden. Auf der BlizzCon hat Blizzard neben „Diablo 5“ auch eine Netflix-Serie im Diablo-Universum angekündigt. Der fünfte Teil spielt 100 Jahre nach den Ereignissen von „Diablo 4“: Sanktuario ist gefallen, Diablo hat gewonnen und beherrscht die Welt.
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Jährliche Erweiterungen versprochen
Damit kommt „Diablo 4“ auf zwei Erweiterungen in gut drei Jahren. „Vessel of Hatred“ erschien 2024, „Lord of Hatred“ folgte im April 2026. Blizzard hatte ursprünglich mehr in Aussicht gestellt. Die Community reagiert entsprechend verärgert. Viele Beiträge im offiziellen Forum und auf Reddit zeigen, dass manche Spieler „Diablo 4“ als unfertig erachten. Ein Beitrag im offiziellen Blizzard-Forum führt etwa auf, dass die überarbeitete Karte aus „Lord of Hatred“ Regionen andeutet, die nun wohl nie spielbar werden.
Generell haben viele „Diablo 4“-Spieler mit einer längeren Lebenszeit gerechnet: 2029 wird „Diablo 4“ nur sechs Jahre alt sein, während zwischen „Diablo 2“ und „Diablo 3“ 12 Jahre und zwischen dem dritten und dem vierten Teil elf Jahre lagen.
Neue Klasse geplant
Blizzard selbst hat „Diablo 4“ nicht abgeschrieben. Das Season-Modell des Rollenspiels bedeutet über Kosmetik und den Battle Pass wiederkehrende Einnahmen für das Studio, solange neue Inhalte nachgeschoben werden. Entsprechend wird das Team das Action-RPG kaum verhungern lassen, sondern zumindest mit kleineren Updates weiter am Leben halten. In der ersten Jahreshälfte 2027 soll mit der Amazone zudem eine neue Klasse ins Spiel kommen. „Wir unterstützen das Spiel noch sehr lange weiter“, sagte Gibson im Interview.
Dass in der Community der Eindruck entsteht, „Diablo 4“ sei damit ein wenig abgeschrieben, ist nachvollziehbar. Blizzard hat aber ein finanzielles Interesse, den vierten Teil bis zum Release des Nachfolgers 2029 noch aktiv zu pflegen und weiterzuentwickeln. Laut Gibson ist etwa möglich, dass die Story von Teil 4 fortgeführt wird, um die Brücke zum fünften Teil zu schlagen. Das sei aber noch nicht final entschieden.
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