Magdeburg aus dem Häuschen: THW Kiel kassiert nach Verletzungsschock "super harte" Abreibung

THW Kiel kassiert nach Verletzungsschock "super harte" Abreibung
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01.10.2026 | 08:30 Uhr
In der Handball-Bundesliga sortieren sich die Dinge: Meister SC Magdeburg zerlegt den zwischenzeitlichen Tabellenführer THW Kiel und zieht wieder am Rekordmeister vorbei. Das Duell verläuft einseitig.
Ausrufezeichen im Spitzenspiel, Sprung an die Tabellenspitze und endlich wieder ein Sieg gegen den Rekordmeister: Die Stimmung in der Magdeburger Arena war blendend nach dem 32:26 (15:9)-Erfolg des Meisters im Handball-Topspiel gegen den THW Kiel. "Das war ein richtig, richtig geiler Sieg von uns und eine richtig geile Leistung von allen", sagte SCM-Profi Gisli Kristjansson bei Dyn. Schon zur Halbzeit war das Spiel praktisch entschieden.
Beim THW Kiel war die Stimmung ganz anders: "Heute hier so zu verlieren, ist super hart. Gefühlt war das Spiel nach den ersten 15 Minuten entschieden, da haben wir ein Stück weit auch den Mut verloren", sagte Linksaußen Rune Dahmke niedergeschlagen. "Daran sieht man, dass wir als Mannschaft noch nicht gefestigt sind."
Die Packung ist die Fortsetzung turbulenter Tage an der Förde: Das denkwürdige Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt, in dem die Schiedsrichter nach dem Schlusspfiff den vermeintlichen Siegtreffer zurücknahmen, hallt noch nach: Die Handball-Bundesliga berät weiter über eine Strafe für Kiels Nationaltorwart Andreas Wolff wegen dessen ehrabschneidender Aussagen gegen das Unparteiischen-Duo.
Dazu musste der Rekordmeister den bitteren Ausfall von Rückraumspieler Emil Madsen verkünden: Der dänische Weltmeister zog sich gegen Flensburg eine Adduktorenverletzung zu und wird seinem Team mehrere Wochen fehlen.
"Energie war fantastisch"
In Magdeburg bekamen sie sich dagegen kaum ein vor Begeisterung: "Ich bin natürlich megastolz und megahappy, dass wir so ein Spiel von der 1. bis 60. Minute abgeliefert haben. Die Energie war fantastisch, und sofort haben meine Spieler die Arena angezündet, direkt war die Symbiose zwischen Fans und Mannschaft aufgebaut", sprudelte es aus Trainer Bennet Wiegert heraus. "Jetzt bin ich stolz, dass wir solch eine Mannschaft wie den THW Kiel phasenweise dominiert haben."
Für die erfolgsverwöhnten Magdeburger war es der erste Sieg in der Bundesliga seit Februar 2024 gegen die "Zebras". Für Kristjansson ist aber der Blick auf die aktuelle Saison viel wichtiger. "Wenn wir verloren hätten, hätten wir vier Minuspunkte gehabt und die weiter einen", sagte der Isländer: "Kann sein, dass die Geschichte ein bisschen mitspielt. Aber wir wollten heute unbedingt die zwei Punkte mitnehmen."
Das hatten auch die Kieler vor, mussten aber die Stärke des SCM vor allem in der Defensive anerkennen. "Wir haben gut angefangen, aber nach und nach haben wir den Faden verloren. Dann wächst die Halle und Magdeburg in der Abwehr", sagte Trainer Börge Lund: "Wir sind auf den Titelfavoriten getroffen, der in vielen Arten und Weisen ein fertiges Produkt ist. Das sind wir noch nicht." Der THW habe seine Ziele und müsse "auf unsere Art und Weise" weitermachen, so Lund.
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