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Wednesday, October 7, 2026

Schülerproteste in Frankreich halten an - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst

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In Frankreich ist es bei Schülerprotesten erneut zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. In Straßburg und Lyon setzte die Polizei Tränengas ein. Landesweit demonstrierten Tausende gegen Lehrermangel und marode Schulgebäude. Laut Schülergewerkschaft blieb mehr als die Hälfte der Gymnasien geschlossen oder wurde blockiert.

Die Proteste hatten vor zwei Wochen bei Paris begonnen und sich landesweit ausgeweitet. Seitdem wurden laut Innenministerium 6100 Menschen festgenommen. Mindestens 215 Jugendliche, 85 Schulbeschäftigte und mehr als 700 Polizisten wurden verletzt. Präsident Emmanuel Macron berief ein Krisentreffen ein.

Israel erinnert an den Hamas-Überfall vor drei Jahren

Israel hat am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls vom 7. Oktober 2023 der Opfer gedacht. Am Gedenkort des Nova-Festivals nahe dem Kibbuz Reim im Süden Israels hielten Angehörige und Überlebende um 06:29 Uhr (Ortszeit) eine Schweigeminute ab. Bei dem Angriff wurden in Israel 1221 Menschen getötet und 251 von der Hamas als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Allein beim Nova-Festival starben mindestens 370 Menschen. Die Hamas wird von zahlreichen Ländern als Terrororganisation eingestuft, darunter auch die Staaten der EU.

Gedenkfeier im Kibbuz zum dritten Jahrestag des 7. Oktober
Am Gedenkort des Nova-Festivals nahe dem Kibbuz Reim erinnern Angehörige und Überlebende an die Opfer des Hamas-Überfalls vom 7. Oktober 2023Bild: Amir Cohen/REUTERS

Israel reagierte auf den Überfall mit massiven Militäreinsätzen im Gazastreifen. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden dort seither mehr als 74.200 Menschen getötet. Diese Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

WHO fordert Aufklärung nach Todesfall in Sibirien

Nach dem Tod einer Mitarbeiterin eines Pest-Forschungszentrums in Sibirien fordern die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die USA weitere Informationen von Russland. Die 28-Jährige war an einer Lungenentzündung unbekannter Ursache gestorben. Russische Behörden erklärten, ein Pesterreger sei nicht nachgewiesen worden. Medien berichten jedoch über einen möglichen zweiten Erkrankungsfall.

Mitarbeiter im Labor des Forschungsinstituts für Pestbekämpfung
Mitarbeiter im Labor des Forschungsinstituts für Pestbekämpfung in Irkutsk in SibirienBild: The Irkutsk Anti-Plague Research Institute of Siberia and Far East/AP Photo/dpa/picture alliance

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bot Russland Unterstützung bei der Aufklärung an und forderte einen transparenten Informationsaustausch. US-Präsident Donald Trump kündigte ein Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin an. Die US-Gesundheitsbehörde CDC verfolgt den Fall nach eigenen Angaben.

Huthi feuern Raketen auf Saudi-Arabien

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben einen Raketenangriff der jemenitischen Huthi-Miliz abgewehrt. Nördlich der Hauptstadt Riad sei eine ballistische Rakete abgefangen und zerstört worden, teilte das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis mit. Zuvor sei bereits eine weitere Rakete auf die südliche Stadt Chamis Muschait abgewehrt worden.

Rauch über Aramco-Raffinerie nach Huthi-Angriffen
Bereits in den vergangenen Tagen feuerten die Huthi auf Saudi-Arabien, wie hier bei einem Angriff auf eine Raffinerie (03.10.2026)Bild: European Union/Copernicus Sentinel-3/REUTERS

Die Koalition kündigte an, Abschussanlagen der Huthi rund um Sanaa sowie in den Provinzen Saada und Amran zu zerstören. Angaben zu Schäden oder Verletzten gab es nicht. Die vom Iran unterstützte Miliz greift im Zuge des Jemen-Kriegs verstärkt Ziele in Saudi-Arabien an.

Spanische Regierung bringt Wohnungspläne erneut auf den Weg

Die spanische Regierung hat erneut Maßnahmen gegen die Wohnungskrise beschlossen. Ein ähnliches Paket war zuvor am Freitag im Parlament gescheitert. Die neuen Regeln sollen Mieter besser vor Zwangsräumungen schützen und den Einfluss großer Immobilienfonds begrenzen. Abgestimmt wird nun im Ständigen Ausschuss, einem Notparlament, das nach der Auflösung des Parlaments bis zu den Neuwahlen wichtige Aufgaben übernimmt. Dort hat die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez mit Unterstützung kleinerer Parteien eine knappe Mehrheit.

Pedro Sánchez bei einer Pressekonferenz
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez will neue Maßnahmen gegen die Wohnungskrise noch vor den Neuwahlen in Kraft setzenBild: Bernat Armangue/AP Photo/dpa/picture alliance

Die Opposition lehnt die Pläne ab. Sie wirft der Regierung vor, bereits abgelehnte Maßnahmen nun auf einem Umweg doch noch durchsetzen zu wollen. Die Regierung hofft dagegen, die Regeln noch vor den Neuwahlen in Kraft zu setzen.

Erster Ebola-Todesfall versetzt Kenia in Alarmbereitschaft

In Kenia ist der erste Ebola-Fall des Landes bestätigt worden. Wie Gesundheitsminister Aden Duale mitteilte, starb ein Mann in Nairobi an einer Infektion mit dem hochansteckenden Bundibugyo-Virus. Der Betroffene hatte sieben Jahre in der Demokratischen Republik Kongo gelebt und gearbeitet. Nach einer Erkrankung reiste er über Uganda nach Kenia und wurde nach seiner Ankunft in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb.

Gesundheitsminister Aden Duale meldet ersten Ebola-Fall
Kenias Gesundheitsminister Aden Duale bestätigt den ersten Ebola-Fall des Landes und kündigt die Nachverfolgung möglicher Kontaktpersonen anBild: Andrew Kasuku/AP Photo/picture alliance

Das Bundibugyo-Virus breitet sich seit Monaten in der DR Kongo aus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden in der DR Kongo bereits mehr als 4100 Todesfälle registriert. In Kenia wurden 28 Kontaktpersonen identifiziert. Zudem suchen die Behörden nach den Mitreisenden des Fluges, mit dem der Mann ins Land kam. Auch Uganda könnte durch seine Durchreise betroffen sein. Erst Ende August hatte das Land Ebola-Freiheit erklärt.

pgr/as/haz/sth (dpa, afp, rtr, ap)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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