TeamViewer stopft Codeschmuggel-Lücke
In TeamViewer wurden drei Sicherheitslücken aufgedeckt. Sie gelten als hochriskant und ermöglichen etwa, Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Aktualisierte Softwarepakete stehen bereit, die die Schwachstellen ausbessern. Laut Hersteller werden die Lücken bislang nicht aktiv ausgenutzt.
TeamViewer warnt in einer Sicherheitsmitteilung vor den Lücken. Ein Integer-Überlauf in der Dekompression des TeamViewer-Remote-Control-Screens kann zu einem Heap-basierten Pufferüberlauf und in der Folge dazu führen, dass bösartige Hosts Schadcode mit den Rechten des Viewer-Prozesses einschleusen und ausführen. Opfer müssen sich dazu mit einem kompromittierten oder von Angreifern kontrollierten TeamViewer-Host verbinden (CVE-2026-111585, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Diese Lücke beschreiben IT-Sicherheitsforscher der Firma Remedio in einer Analyse detaillierter.
Eine weitere Sicherheitslücke ermöglicht Schreibzugriffe außerhalb vorgesehener Speichergrenzen im Screen-Image-Decoder der Linux- und macOS-Versionen von TeamViewer Full Client und Host. Das ermöglicht bösartigen Akteuren, Schadcode mittels manipulierter Screen-Image-Daten in einer Fernsteuerungssitzung einzuschmuggeln und zu starten. Außerdem lässt sich die Lücke dadurch ausnutzen, dass Opfer eine aufgezeichnete TeamViewer-Sitzung (.tvs) öffnen (CVE-2026-92372, CVSS 8.8, Risiko „hoch“).
TeamViewer mit Rechteausweitungslücke
Zudem können Angreifer im mit höheren Rechten laufenden Helfer-Prozess von TeamViewer Full Client und Host für macOS eine Race-Condition (Time-of-Check Time-of-Use, TOCTOU) ausnutzen, die auf einem unangemessenen Umgang mit symbolischen Verknüpfungen beruht. So umgehen sie die Installer-Paket-Prüfung und installieren bösartige Software. Damit können sie ihre Rechte im System zu root ausweiten (CVE-2026-92374, CVSS 7.8, Risiko „hoch“).
Betroffen sind TeamViewer-Full-Clients, TeamViewer Host, TeamViewer Remote Control App und die portablen Versionen vor der aktuellen Fassung 15.83 für Linux, macOS und Windows; die Remote Control App ist unter Android betroffen, die portable Version unter Windows. Auch für ältere Entwicklungszweige listet TeamViewer aktualisierte Pakete in der Sicherheitsmitteilung auf. Für Linux steht inzwischen bereits Version 15.83.3 bereit.
TeamViewer musste erst Anfang Oktober hochriskante Sicherheitslücken in der Fernwartungssoftware schließen. Sie ermöglichten teils Angreifern ebenfalls, Schadcode einzuschleusen und auszuführen.
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