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Wednesday, September 23, 2026

Nicht wegen „Intelligenz“: Trump will „Künstliche Intelligenz“ umbenennen

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US-Präsident Donald Trump möchte die Sprache weiter reglementieren und nach verschiedenen Toponymen „Künstliche Intelligenz“ in „Superintelligenz“ umbenennen. Das hat er am Dienstag vor der UN-Vollversammlung angekündigt und erklärt, dass der Teilbegriff „künstlich“ die Technologie „fake“ erscheinen lasse, das sei sie aber nicht: „Willkommen in der neuen Welt der ‚Superintelligenz’ – ‚SI’“, sagte er vor den Vertretungen der Staaten der Welt: „Wer auch immer bei ‚KI’ also ‚SI’ gewinnt, der gewinnt.“ Rufen nach einer Verlangsamung der KI-Entwicklung erteilte er derweil eine Absage: „Ich werde nicht das Wachstum von etwas abwürgen, das größer sein wird als die Industrielle Revolution“, sagte er in der gewohnt unzusammenhängenden Rede.

Trumps Äußerung ist auch eine Reaktion auf immer mehr bekannt gewordene Fälle von Cyberangriffen, die von KI-Technik durchgeführt wurden. Nachdem dann mehrere Insider aus der KI-Branche öffentlichkeitswirksam vor enormen Gefahren der Technologie für den Fortbestand der Menschheit gewarnt haben, haben die Chefs mehrerer KI-Firmen sich dafür ausgesprochen, bei der Weiterentwicklung die Bremse zu ziehen. Davon hält Trump überhaupt nichts, vor der UN-Vollversammlung hat er diese Warnungen jetzt mit denen vor den Folgen des Klimawandels verglichen. Und die hätten auch nicht gestimmt, meinte er, während sich im Pazifik ein El Niño von bisher nie beobachtetem Ausmaß zusammenbraut.

Mit dem Versuch, „Künstliche Intelligenz“ in „Superintelligenz“ umzubenennen, knüpft Trump nun an eine Methode an, die er in anderen Auseinandersetzungen bereits versucht hat. In Konflikten mit Nachbarstaaten hat er schon mehrere Toponyme umbenannt, darunter den Golf von Mexiko und den Ontariosee. Beides hat er aber nur für offizielle Stellen in den USA und verschiedene Kartendienste geschafft. Dass er sich beim Begriff für KI durchsetzt, ist angesichts dessen, wie etabliert der Begriff bereits ist, zweifelhaft. Gleichzeitig knüpft er mit seinem Versuch an eine Debatte an, die seit Jahren geführt wird. Kritisiert wird dabei aber weniger der Teil „Künstliche“ in „Künstliche Intelligenz“, als der Teil „Intelligenz“.

Schon bevor die Veröffentlichung von GPT-3.5 oder „ChatGPT“ im Herbst 2022 den aktuellen KI-Hype ausgelöst hat, haben Expertinnen und Experten dafür plädiert, auf Begriffe wie „Künstliche Intelligenz“, „KI“ und „maschinelles Lernen“ zu verzichten. Damit würden von PR-Abteilungen gezielt die Unterschiede zwischen Computern und Menschen verwischt, hat etwa die Direktorin des Centers on Privacy and Technology an der Georgetown-Universität erklärt. Gleichzeitig würden Maschinen mit Begriffen wie „denken“, „urteilen“, „vorhersagen“, „interpretieren“, „entscheiden“, „erkennen“ und natürlich „lernen“ Tätigkeiten zugeschrieben, die Menschen vorbehalten seien. „Superintelligenz“ dürfte sie nun für keinen besseren Ersatz halten.

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