Lea Meyer: "Gesa ist verdient Europameisterin geworden"
Lea Meyer hat sich zu ihrem trotzigen TV-Interview bei der Leichtathletik-EM in Birmingham geäußert und den Vorwurf der Missgunst über Gold für Gesa Krause von sich gewiesen.
Gesa ist verdient Europameisterin geworden!
Lea Mayer bei Instagram
Krause habe "die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt", schrieb Meyer bei Instagram. Cleverness und Taktik seien "sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft", so die 28-Jährige. "Und wer das für sich an Tag X perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!"
Meyer relativiert Kritik an Krause
Unmittelbar nach dem Rennen über 3.000 Meter Hindernis hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. Die Äußerungen waren von vielen als Kritik aufgefasst worden. "Ich finde, ich hätte die Medaille verdient", sagte Meyer im ZDF.
Lea Meyer hat durch einen Sturz eine mögliche EM-Medaille über 3.000 Meter Hindernis verloren. Im ZDF-Interview lässt sie ihren Gefühlen freien Lauf und übt Kritik an Gesa Krause.
13.08.2026 | 1:23 minKrause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hatte sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten aufgehalten. "Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus", sagte Meyer.
"Unprofessionell und unsportlich"
Am Tag danach schlug Meyer versöhnliche und selbstkritische Töne an. "Ich habe laut ausgesprochen, was meine Ziele sind. Leider habe ich das sehr unprofessionell und unsportlich formuliert", schrieb Meyer. In Zukunft will die Vize-Europameisterin von München 2022 "als sehr emotionaler Mensch die Interview-Zone nach einem solchen Rennen meiden".
Die Höhepunkte kompakt zusammengefasst. U.a. mit der Entscheidung im Zehnkampf, dem Diskuswerfen der Männer und den 3000 Meter Hindernis der Frauen.
13.08.2026 | 19:53 minIhr sei "wichtig, dass klar ist, dass mein Interview von Emotionen gelenkt wurde und ich jede einzelne Leistung meiner Konkurrenz respektiere und allen den Erfolg gönne".
Sauer auf sich selbst
Meyer schrieb weiter: "Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler." Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie "sauer" auf sich sei:
Das habe ich mir selber eingebrockt.
Lea Meyer
Meyer gab sich nach dem Rennen kampfeslustig. Sie werde bis Olympia 2028 in Los Angeles "als deutsche Rekordhalterin" dastehen. Später fügte sie hinzu: "Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her."
Krause nimmt Kritik gelassen
Krause hatte die Kritik nach dem Lauf gelassen hingenommen. Jeder entscheide sich selbst dazu, Führungsarbeit zu machen.
Und ich persönlich bin einfach nicht so der Frontläufer. Also das ist schon auch eine bewusste Entscheidung.
Gesa Krause
"Ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt, vor allem bei Meisterschaften", sagte die 34-Jährige, die ihren dritten EM-Titel gewann.
Nach acht Jahren ist die schnellste Mama der Hindernis-Welt wieder die Königin Europas - das erste Küsschen bekam Töchterchen Lola. "Ich bin einfach sehr, sehr stolz", sagte Krause, "weil ich weiß, dass diese Momente einfach nicht mehr so häufig kommen werden."
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