Nepal und China: Opferzahl steigt, Suche nach Vermissten geht weiter
Stand: 30.08.2026 • 05:48 Uhr
Nach der Flut im Himalaya werden in China laut den Behörden drei Deutsche vermisst. Nepals Katastrophenschutz mahnt zur Vorsicht: Gefährlich könnte der Fluss Bhotekoshi werden. Die Zahl der Opfer steigt auf über 690.
Nach jüngsten Informationen der Behörden in China und Nepal sind als Folge der Naturkatastrophe bislang 691 Todesopfer registriert worden. In der Autonomen Region Tibet stieg die Zahl der Toten von 7 auf 16, während aus Nepal 675 Tote gemeldet werden.
Die Zahl der Vermissten auf chinesischer Seite ging auf 546 zurück. Unter den in China vermissten Ausländern sind laut chinesischen Behörden auch drei Deutsche. Das Auswärtige Amt hatte bislang von einer hohen einstelligen Zahl an vermissten Deutschen in der Region gesprochen. In Nepal galten noch acht Deutsche als vermisst.
Unklarheit über weitere Details
Ob sich die Zahl der vermissten Deutschen im Katastrophengebiet in Nepal und Tibet im Zuge der jüngsten Angaben aus China insgesamt erhöht hat oder ob es Dopplungen bei den Angaben der Behörden beider Seiten gibt, war zunächst unklar. Unter anderem befand sich eine Reisegruppe mit einem nepalesischen Veranstalter am Unglückstag noch in Tibet, um den Grenzübergang Gyirong zurück nach Nepal zu überqueren, wie ein Reiseveranstalter auf Anfrage gesagt hatte.
Weitere Vermisste in China kamen unter anderem aus den USA (18), Großbritannien (15) und einzelne jeweils aus Frankreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden. Zusammen mit den mehr als 2.400 in Nepal noch gesuchten Flutopfern galten damit etwa 3.000 Menschen weiter als vermisst.
Warnung vor Bhotekoshi
Der Katastrophenschutz von Nepal warnte zudem vor weiteren Überschwemmungen durch den Fluss Bhotekoshi. Die Behörden mahnten die Menschen in der Gegend Rasuwa, Nuwakot und Dhading zur Vorsicht.
Am Mittwoch hatte nach bisherigen Erkenntnissen der Abbruch an einem Gletscher im Grenzgebiet zwischen Nepal und China eine Sturzflut ausgelöst. Diese hatte sich anschließend durch den Bhotekoshi von nepalesischem Territorium aus über den Südwesten Tibets zurück nach Nepal ihren Weg gebahnt und dabei massive Schäden verursacht.
Internationale Hilfe für Nepal
In Nepal traf unterdessen internationale Hilfe aus Indien und China ein. Expertenteams sollen vor Ort bei der Rettungsaktion an einem Wasserkraftwerk am Fluss Trishuli unterstützen. In einem Tunnel dort wurden noch vermisste Arbeiter vermutet.
Die USA haben derweil 3,6 Millionen Dollar an Hilfen für die Menschen in der Katastrophenregion in Nepal angekündigt.
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