Viele Tote nach russischem Angriff auf die Ukraine - News kompakt: Das Wichtigste in Kürze
Russland hat die Ukraine mit schweren Angriffen überzogen und dabei ballistische Raketen, Marschflugkörper und Kampfdrohnen eingesetzt. Nach der Offensive am Mittwoch beklagt die Ukraine viele Tote, zahlreiche Verletzte und schwere Sachschäden. Inzwischen ist von mindestens 32 Todesopfern und mehr als 100 Verletzten die Rede.

Besonders betroffen von den russischen Attacken war die Stadt Pryluky etwa 120 Kilometer östlich der Hauptstadt Kyjiw. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff ein "Geburtstagsgeschenk für Putin". Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine im Februar 2022 begonnen hat, war am Mittwoch 74 Jahre alt geworden.
Tod nach Zwangsräumung heizt Protest in Spanien weiter an
Der Tod der 87-jährigen Maricarmen Abascal zwei Wochen nach der Zwangsräumung aus ihrer Wohnung in Madrid ist in Spanien mit Erschütterung aufgenommen worden. Regierungschef Pedro Sánchez erklärte: "Mein ganzes Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen von Maricarmen." In der Hauptstadt Madrid legten Demonstranten eine Schweigeminute für die Frau ein, die zum Symbol des Kampfes für bezahlbaren Wohnraum in Spanien geworden ist. Abascal war vor zwei Wochen zwangsweise in ein Krankenhaus gebracht worden.

Geschwächt wandte sie sich an die Spanier mit den Worten: "Ich habe es nicht geschafft, mein Haus zu verteidigen. Aber ich habe dafür gekämpft, damit auch andere für das kämpfen, was ihnen zusteht." Zehntausende Menschen demonstrierten seitdem immer wieder landesweit gegen hohe Mieten, fehlende Wohnungen und unzureichenden Schutz vor Zwangsräumungen. Ministerpräsident Sánchez brachte als Reaktion Mietdekrete ins Parlament ein, scheiterte dort aber.
Saudi-Arabien greift Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen an
Saudi-Arabien hat die Huthi-Miliz für Angriffe auf Flughäfen im Land verantwortlich gemacht und Vergeltung geübt. Die Streitkräfte der Koalition hätten mehr als 80 Ziele der Miliz im Jemen in den Provinzen Saada, Marib, Al-Dschauf und Al-Hudaida zerstört, teilte ein Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses mit.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz beschießt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. Die jemenitischen Regierungstruppen hatten am Sonntag eine Offensive begonnen, um nach eigenen Angaben alle von den Huthi besetzten Gebiete zurückzuerobern.
Britischer Premier Burnham zu Besuch in Berlin
Deutschland und Großbritannien intensivieren ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage und anderen hybriden Bedrohungen. Das teilte die britische Regierung anlässlich des Besuchs des britischen Premierministers Andy Burnham bei Bundeskanzler Friedrich Merz an diesem Donnerstag mit.

Die beiden Regierungschefs wollen in Berlin unter anderem den deutsch-britischen Freundschaftsvertrag von 2025 in Kraft setzen. Premier Burnham ist seit zweieinhalb Monaten im Amt. Deutschland ist das erste EU-Land, das er besucht. Die Bundesrepublik ist laut britischen Angaben der zweitgrößte Handelspartner des Vereinigten Königreichs und trägt rund 155 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 183 Milliarden Euro) zur britischen Wirtschaft bei.
Steinmeier zu zweitägigem Staatsbesuch in Frankreich
Zum Auftakt seines zweitägigen Staatsbesuchs in Frankreich wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an diesem Donnerstag vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit militärischen Ehren am Pariser Triumphbogen begrüßt. Anschließend sind ein Gespräch mit Macron im Élysée-Palast und eine gemeinsame Presseerklärung geplant. Am Abend soll ein Staatsbankett stattfinden. In Begleitung von Macron reist Steinmeier am Freitag weiter nach Bordeaux, wo die Themen Raumfahrt und Verteidigung im Mittelpunkt stehen.

Der Staatsbesuch sei "auch so etwas wie ein Abschiedsbesuch bei einem wirklich überzeugten Europäer und einem guten Freund", sagte Steinmeier an die Adresse Macrons gerichtet. Aus der deutsch-französischen Freundschaft sei eine "Triebfeder für die europäische Einigung" geworden. Beide Präsidenten hatten 2017 ihr Amt angetreten und beide scheiden im kommenden Frühjahr aus dem Amt aus.
Erste Hinrichtung in den USA seit gescheiterter Exekution
Im US-Bundesstaat Texas ist ein wegen Mordes zum Tode verurteilter Mann hingerichtet worden. Die Exekution des 46-jährigen Jamaal Howard am Mittwoch ist die erste in den USA seit der gescheiterten Hinrichtung der US-Amerikanerin Christa Pike vergangene Woche. Ihr Fall hat die seit Jahren geführte Debatte über die Todesstrafe in den USA neu entfacht. Im US-Bundesstaat Tennessee waren der verurteilten Mörderin Pike vor rund einer Woche zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden.

Die 50-Jährige überlebte beide Injektionen. Der jetzt hingerichtete Jamaal Howard hatte im Jahr 2000 eine Frau bei einem Überfall erschossen, 2001 war er wegen Mordes zum Tod verurteilt worden. Ihm wurde das gleiche Gift verabreicht wie Christa Pike. Der US-Bundesstaat Texas hatte vor Howard in diesem Jahr bereits sechs Menschen hingerichtet - und hat für November zwei weitere Exekutionen angesetzt.
haz/se (dpa, afp, rtr, ap)
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