Leipzigs Nachwirkungen aus Como: Verlieren verboten
Am Dienstag trifft RB Leipzig in der Champions League zu Hause auf die PSV Eindhoven. Nach dem 1:4 zum Auftakt in Como stehen die Sachsen schon unter Zugzwang. Denn zwei Start-Niederlagen erwiesen sich im neuen Modus schon für zahlreiche Klubs als zu schwere Hypothek.
Die Generalprobe für das Champions-League-Heimspiel gegen Eindhoven hat RB Leipzig mit dem 6:0 gegen Eintracht Frankfurt eindrucksvoll bestanden und somit rechtzeitig Selbstvertrauen getankt.
Denn vor dem Duell mit dem niederländischen Meister PSV Eindhoven steht die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis unter Zugzwang. Würden die Sachsen nach der 1:4-Niederlage zum Auftakt in Como auch gegen Eindhoven verlieren, rückte das avisierte Ziel nicht in unerreichbare Ferne. Aber statistisch gesehen würde die Wahrscheinlichkeit auf ein Weiterkommen sinken. Nur zwei von zwölf Klubs kamen weiter.
RB Leipzig in der CL
Seit der Saison 2024/25, seit die Königsklasse im neuen Ligamodus an den Start geht, hat es zwölf Vereine gegeben, die jeweils die ersten beiden Partien der Ligaphase verloren haben: AC Mailand, Benfica Lissabon, Roter Stern Belgrad, Athletic Bilbao, Sturm Graz, Ajax Amsterdam, FC Girona, RB Salzburg, Slovan Bratislava, Young Boys Bern, Quairat Almaty - und RB Leipzig. Nur zwei Teams kamen nach zwei Pleiten vom Auftakt noch in die K.-o.-Phase, nämlich AC Mailand in der Saison 2024/25 und Benfica in der vergangenen Saison. Leipzig wiederum verlor in der Saison 2024/25 die ersten beiden Partien bei Atletico Madrid (1:2) und gegen Juventus Turin (2:3) und wurde am Ende mit nur einem Sieg aus acht Spielen in der Tabelle enttäuschender 32. von 36 Teams.
2022 folgten auf zwei Pleiten vier Siege
In ihrer Champions-League-Historie waren die Leipziger zuvor, als es noch die Gruppenphase gab, zweimal mit zwei Niederlagen gestartet: 2021/22 setzte es bei Manchester City (3:6) und gegen Club Brügge (1:2) Pleiten, ein Jahr später gegen Schachtar Donezk (1:4) und bei Real Madrid (0:2). 2021/22 kam RB als Gruppendritter in die Play-offs der Europa League, in der Saison 2022/23 folgten auf die Pleiten zum Start vier Siege sowie der Einzug ins Achtelfinale.
Demichelis beschäftigt sich mit der Ausgangslage aber nur bedingt. "Wir können nicht weiter denken als bis zum nächsten Gegner", sagt er und setzt darauf, dass seine Mannschaft beim 6:0 gegen Frankfurt "einen Schritt nach vorne" gemacht habe. Aber, so der 45-Jährige weiter, "wir dürfen nicht euphorisch werden."
Bakayoko soll nach "kleinem Fehler" zurückkehren
Abseits der Ausgangslage kündigte Demichelis an, dass Johan Bakayoko in den Kader zurückkehren soll. Der Flügelstürmer, im Sommer 2025 just aus Eindhoven nach Leipzig gekommen, hatte gegen Frankfurt offenbar aus disziplinarischen im Kader gefehlt, "Er hat einen kleinen Fehler gemacht", sagt Demichelis, ohne näher darauf einzugehen. Er habe mit Bakayoko gesprochen und damit sei die Sache erledigt, so der RB-Trainer.
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