Deutschland erreicht neuen Solarstromrekord - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
In Deutschland sind bis Sonntag 90,2 Terawattstunden Solarstrom erzeugt worden und damit mehr, als im gesamten Jahr 2025. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) in Berlin mit. Im Vorjahr wurden demnach insgesamt 90,0 Terawattstunden Solarstrom erzeugt. Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig sprach von einer "Nachricht, auf die Deutschland stolz sein" könne.
Zum Rekord trugen laut BSW-Solar sowohl "ungewöhnlich viele Sonnenstunden als auch der kontinuierliche Ausbau der Photovoltaik bei". Dies gehe aus Daten des Deutschen Wetterdienstes und der Bundesnetzagentur hervor. Der Verband erklärte den 27. September zum "Solar Day".
Südkorea fordert Entschuldigung von Ukraine
Südkorea wirft der Ukraine vor, eine vertrauliche Vereinbarung zur Überstellung nordkoreanischer Kriegsgefangener verletzt zu haben. Das Präsidialamt in Seoul forderte eine offizielle Erklärung und Entschuldigung.

Hintergrund sind Äußerungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei der UN-Generalversammlung, wonach zwei gefangene nordkoreanische Soldaten nach Südkorea gebracht worden seien. Seoul kritisierte die öffentliche Bekanntgabe als Vertrauensbruch. Die Ukraine wies die Vorwürfe zurück und erklärte, lediglich die Überstellung selbst öffentlich gemacht zu haben. Südkorea prüft nun weitere Schritte.
Bewohner der ukrainischen Frontstadt Oleschky aus der Luft versorgt
Ukrainische Truppen haben nach Behördenangaben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel in die seit Monaten abgeriegelte Stadt Oleschky auf russischem Besatzungsgebiet gebracht. Russland halte in der Stadt etwa 2000 Menschen fest, darunter fast 50 Kinder, teilte der Gouverneur des ukrainischen Gebietes Cherson im Onlinedienst Telegram mit. Sie seien gezwungen, ohne Nahrung, Strom und Wasser zu überleben.
Hilfsorganisationen beklagen seit Langem die humanitäre Lage in der Kleinstadt. Die Gebietshauptstadt Cherson in ukrainischer Hand ist nur neun Kilometer entfernt, doch dazwischen verläuft die Front. Nach jahrelangem wechselseitigem Beschuss liegen rund um Oleschky Minen, ein Verlassen ist in alle Richtungen lebensgefährlich. Seit Mai erhielt die Ortschaft laut Behörden keine Lebensmittel mehr.
Vucic tritt zurück und kandidiert als Regierungschef
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic ist zurückgetreten und will bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 25. Oktober als Spitzenkandidat der Regierungspartei SNS antreten. Vor Journalisten unterzeichnete Vucic am Sonntag im Präsidentenpalast in Belgrad seine Rücktrittsurkunde. Seine Amtsgeschäfte soll Parlamentspräsidentin Ana Brnabic kommissarisch übernehmen.

Die Neuwahl hatte Vucic Anfang September nach anhaltendem Druck der Opposition und einer breiten Protestbewegung ausgerufen. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad im November 2024 mit 16 Toten. Später richteten sich die Demonstrationen zunehmend gegen Korruption und die Regierung. Vucic war seit 2017 Präsident und 2022 wiedergewählt worden.
Irakische Kurden sind wegen US-Truppenabzug in Sorge
Der Ministerpräsident der Kurdenregion im Norden des Iraks hat den bevorstehenden Abzug des US-Militärs aus dem Land als "Schande" bezeichnet. Die Bedrohung sei echt, die Kurden würden angegriffen, sagte Regierungschef Masrur Barsani der Zeitung "Financial Times". Die kurdische Regionalregierung könne keine eigenen Flugabwehrsysteme kaufen. Das könne nur die Zentralregierung in Bagdad. Der Abzug der US-Truppen aus dem Irak soll bis zum 30. September abgeschlossen sein. Er war bereits 2024 vereinbart worden.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wurde die autonome Kurdenregion mit Hunderten von Raketen und Drohnen angegriffen. Der Iran betrachtet die Kurden im Irak als Verbündete des Westens und Irsaels. Im kurdischen Erbil befindet sich ein multinational genutzter Stützpunkt, auf dem Soldaten der USA und auch der Bundeswehr stationiert sind. Auch dieser stand schon unter Beschuss.
Verfassungsschutz sieht Risiken bei Forschungskooperationen mit China
Der Verfassungsschutz warnt vor chinesischer Spionage im Umfeld wissenschaftlicher Kooperationen mit deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. China habe ein umfassendes System zum Transfer von Technologie und Know-how aufgebaut, erklärte die Behörde dem "Handelsblatt".
Besonders im Fokus stünden Bereiche wie Quantentechnologie, Künstliche Intelligenz, Hyperschalltechnik sowie Bio- und Überwachungstechnologien. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes könnten chinesische Gastwissenschaftler für strategische Ziele Pekings instrumentalisiert werden. Viele der betroffenen Forschungsfelder können sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden.
pgr/se/pg (dpa, afp, rtr, ap)
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