Analogue bringt FPGA-Konsolen für SNES- und Mega-Drive-Spiele zurück
Mit dem Super Nt veröffentlichte Analogue 2017 eine Retro-Konsole, die Original-Module des Super Nintendo abspielen konnte. Ein Jahr später folgte mit dem Mega Sg eine Variante für Sega-Mega-Drive-Spiele. 2022 legte das auf Retro-Gaming spezialisierte Unternehmen beide Geräte auf Eis – jetzt kehren sie mit neuem Gehäuse und modernen Anschlüssen zurück.
Neue Farbvarianten erinnern an Klassiker
Die mit dem Namenszusatz „Plus“ veröffentlichten Neuauflagen erhalten beide ein überarbeitetes Gehäuse. Den Super Nt+ gibt es in einer schwarzen und zwei an die PAL- und NTSC-Versionen des Super Nintendo angelehnten grauen Varianten. Auch beim Mega Sg+ orientiert sich Analogue bei der Farbgebung an die regionalen Unterschiede der Vorlagen Sega Mega Drive (EU und Japan) und Sega Genesis (USA).
Die Farbvarianten von Mega Sg+ und Super Nt+ greifen die regional unterschiedlichen Designs ihrer Sega- und Nintendo-Vorbilder auf
(Bild: Analogue)
Wie die eingestellten Vorgänger unterstützen die Neuauflagen weiterhin nur Original-Module per FPGA-Chip. Laut Analogue sollen mehr als 2.200 Super-Nintendo-Module und mehr als 2.180 Module für das Sega-Pendant in Pal und NTSC kompatibel sein. Bei FPGA handelt es sich um einen programmierbaren Chip, der in diesem Fall die Schaltkreise der 16-Bit-Hardware von Nintendo und Sega nachbildet. Die FPGA-Architektur hat Analogue nach eigenen Angaben selbst entwickelt. Software-Emulation sei nicht nötig.
Moderne Anschlüsse, aber kein 4K
Der bisherige Micro-USB-Anschluss für die Stromversorgung wird durch USB-C ersetzt und ein USB-A-Port steht für Zubehör zur Verfügung. Hier können etwa Gamepads oder ein Digital-Analog-Wandler für ein analoges Videosignal angeschlossen werden. Beide Konsolen begrenzen die Ausgabe auf 1080p. 4K, wie sie etwa der Nintendo-64-Nachbau Analogue 3D bietet, gibt es nicht.
Kabellose Gamepads unterstützen Mega Sg+ und Super Nt+ per Bluetooth oder 2,4-GHz-Funkverbindung. Mit dem als primären Controller verbundenen Gamepad können Spieler die Konsole vom Sofa aus ein- und ausschalten. Dazu kommt eine neue Hot-Swap-Funktion: Wer ein Spiel im Menü beendet, kann das Modul wechseln, ohne vorher die Konsole ausschalten zu müssen.
Vorbestellungen sind ab sofort über die Website von Analogue möglich. Analogue gibt an, mit der Auslieferung im Dezember starten zu wollen. Der Preis liegt bei beiden Konsolen bei knapp 220 US-Dollar.
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