Gouverneur ruft zur Flucht auf: Ukraine meldet 30 Tote bei schwerem russischem Angriff auf Busse

Gouverneur ruft zur Flucht aufUkraine meldet 30 Tote bei schwerem russischem Angriff auf Busse
08.10.2026, 12:36 Uhr
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Die Stadt Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung. Jetzt wird sie offenbar Ziel einer russischen Attacke mit vielen Toten und Verletzten. Trotz der Evakuierungsappelle bleiben viele Bewohner.
Bei russischen Angriffen auf zwei Busse in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind nach Behördenangaben 30 Menschen getötet worden. Weitere 18 Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Donezk mit. Das Büro des Gouverneurs gab dieselbe Opferzahl an und erklärte, der öffentliche Nahverkehr sei eingestellt worden. Zuvor war die Rede von einem Angriff auf einen Bus gewesen, die Zahl der Toten war dabei mit zwölf angegeben worden.
Militärgouverneur Wadym Filaschkin veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von dem ausgebrannten Bus. "Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden", sagte er. "Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben." Filaschkin rief die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen dazu auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen.
Angesichts der "drastischen Verschlechterung der Sicherheitslage" wies er die städtischen Militärverwaltungen von Kramatorsk und Slowjansk an, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Das Leben von Fahrgästen und Fahrern dürfe nicht gefährdet werden. Trotz der Evakuierungsappelle weigern sich immer wieder viele Bewohnerinnen und Bewohner, ihr Hab und Gut zurückzulassen.
"Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann", sagte Filaschkin. "Russland missachtet bewusst alle denkbaren Regeln der Kriegsführung und die Normen des humanitären Völkerrechts. Es wählt Ziele dort aus, wo es der Zivilbevölkerung den größten Schaden zufügen kann."
Kramatorsk ist neben Slowjansk die letzte von der Ukraine kontrollierte Großstadt in der Region Donezk im Osten des Landes. Die Stadt, in der vor Beginn des russischen Angriffskriegs 150.000 Menschen lebten, ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung.
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