Eurowings streicht Flüge und prüft Kurzarbeit
Hohe Kerosinpreise Eurowings streicht Flüge und prüft Kurzarbeit
Stand: 16.10.2026 • 18:52 Uhr
Der Kostendruck steigt: Eurowings streicht Flüge und prüft die Möglichkeit von Kurzarbeit für seine Mitarbeitenden. Als Grund nennt die Lufthansa-Tochter die gestiegenen Preise für Kerosin durch den Iran-Krieg.
Wegen hoher Kerosinpreise prüft die Fluggesellschaft Eurowings Kurzarbeit für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Winter. Dazu führt die Lufthansa-Tochter derzeit bereits Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit. Auch Flüge sollen gestrichen werden, wie ein Sprecher bestätigte. Zuvor hatte der Spiegel berichtet.
Zum möglichen Ausmaß der Kurzarbeit machte Eurowings keine Angaben. Informiert hatte das Unternehmen seine Beschäftigten in dieser Woche schriftlich.
Mitreden bei der Ausgestaltung der Kurzarbeit will die Gewerkschaft ver.di. Sie pocht darauf, dass Zahlungen der Arbeitsagentur gegebenenfalls aufgestockt werden. Immerhin erwirtschafte die Lufthansa unter dem Strich auch aktuelle Gewinne, hieß es als Begründung.
Dubai-Flüge ab Köln und Stuttgart gestrichen
Die hohen Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs setzen Fluggesellschaften weltweit unter Druck. "Allein für Eurowings bedeutet das im laufenden Jahr fast 250 Millionen Euro mehr Kerosinkosten als geplant - eine gewaltige Summe", schreibt das Management in einem Brief. Insbesondere die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben werde in den traditionell schwierigen Wintermonaten voraussichtlich noch größer, hieß es weiter.
Daher heißt es nun: sparen. Flüge und ganze Verbindungen werden gestrichen. Betroffen sind die gerade erst gestarteten Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Dubai. Weitere Streichungen sollen eher einzelne Flüge, aber nicht ganze Strecken betreffen. Das Winterangebot will das Unternehmen um rund fünf Prozent kürzen.
Auch an anderer Stelle will das Unternehmen sparen. Eine interne Weihnachtsfeier sei abgesagt. Zudem sollen in der Verwaltung bis Ende 2028 rund 100 Stellen wegfallen.
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