Selenskyj: Mehr als 70 Raketen: Elf Tote bei massiven russischen Luftangriffen

Selenskyj: Mehr als 70 RaketenElf Tote bei massiven russischen Luftangriffen
07.10.2026, 11:00 Uhr
Russland überzieht die Ukraine bei einer schweren kombinierten Attacke mit Raketen und Drohnen. Nach Angaben von Präsident Selenskyj sterben dabei elf Personen. Die Angreifer nehmen speziell die Energieinfrastruktur ins Visier.
Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens elf Menschen getötet worden. Russland hat rund 70 Raketen und Drohnen abgefeuert und dabei gezielt die Energieinfrastruktur ins Visier genommen, wie Selenskyj bei Telegram mitteilte. Ballistische Raketen seien weiterhin die größte Bedrohung. Die Ukraine benötige daher dringend weitere Luftabwehrsysteme.
Russland hatte zuvor erklärt, die Rüstungsindustrie in der Ukraine massiv angegriffen zu haben. Dabei seien boden-, see- und luftgestützte Präzisionswaffen sowie Drohnen zum Einsatz gekommen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
Zu den Zielen hätten unter anderem Anlagen des Rüstungsunternehmens Fire Point in Kiew gehört, wo Marschflugkörper vom Typ Flamingo sowie Drohnen mit mittlerer und großer Reichweite hergestellt und gelagert würden. Weitere Angriffe habe es in den Regionen Kiew, Tschernihiw, Kirowohrad, Dnipropetrowsk, Poltawa und Charkiw gegeben. Zudem seien die Hafen- und Werftinfrastruktur in der Schwarzmeer-Region Odessa sowie Schiffe ins Visier genommen worden. Letztere seien für die ukrainischen Streitkräfte genutzt worden, so das Ministerium.
Mit dem Herannahen des Winters sieht sich Kiew verstärkten russischen Angriffen ausgesetzt. Die Angriffe richten sich gegen die Energieinfrastruktur und den Bahn- wie Straßenverkehr der ukrainischen Hauptstadt, darunter auch gegen die Brücken über den Fluss Dnipro. Die Luftalarmsirenen ertönen in Kiew inzwischen ständig sowohl in der Nacht als auch tagsüber.
Wegen der verstärkten russischen Drohnen- und Raketenangriffe befürchten viele Menschen in Kiew einen weiteren Winter mit wenig oder gar keiner Strom- und Wärmeversorgung. Am Freitag hatte Bürgermeister Klitschko nach Angriffen auf Brücken und Energieanlagen die Situation in der Stadt "extrem dramatisch" genannt und davor gewarnt, dass Kiew "in Stücke gerissen" werde.
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